02/06/2026
Resilienz ist keine Superkraft. 💫
Auch wenn sie oft so behandelt wird.
Das steht wörtlich in meinen Lernunterlagen aus dem Lehrgang an der FH. Und beim ersten Lesen musste ich lachen. Weil es so stimmt.
„Den Hannes kannst du das noch rübergeben, der hält das aus."
„Die Ingeborg zieht das schon durch, die ist so stabil."
„In der Krise? Da brauchen wir die Robusten. Die schaffen das."
Ich kenne diese Sätze. Aus Betrieben, mit denen ich arbeite. Und wenn ich ehrlich bin: manchmal auch aus meinem eigenen Denken.
Das Problem: Und Hannes, Ingeborg und all die anderen Robusten? Die machen das. So lange, bis es irgendwann nicht mehr geht.
Was ich gerade lerne: Resiliente Mitarbeitende brauchen keine Bewunderung. Sie brauchen gute Führung. Konkret bedeutet das:
👉Selbstwirksamkeit stärken, damit Menschen erleben dass sie etwas bewegen können.
👉Ein Teamklima schaffen, in dem gegenseitige Unterstützung selbstverständlich ist.
👉Fehler- und Krisenkultur nicht als Lippenbekenntnis leben, sondern im Alltag. 👉Lernen und Entwicklung sichtbar fördern, nicht nur versprechen.
👉Und sich an individuelle Bedürfnisse anpassen, denn Resilienz sieht nicht bei allen gleich aus.
Wer resiliente Menschen erkennt, schützt und so führt, gewinnt echte Multiplikatoren im Team. Wer sie nur als Puffer einsetzt, verliert sie. Der Unterschied liegt nicht in der Person. Er liegt in der Führung.
Und das gilt in beide Richtungen: Auch Führungskräfte sind nicht unerschöpflich. Auch Du darfst Grenzen haben. Auch das ist Resilienz.
⁉️ Wo werden in Deinem Betrieb resiliente Mitarbeitende gerade überlastet — ohne dass es jemand bemerkt?