Baby in Geborgenheit

Baby in Geborgenheit Mit fachlich fundiertem Wissen rund um Babys und ihre natürlichen Bedürfnisse und vielfältig erpr

08/04/2022

Für alle Monstervertreiber*innen und Drachenbezwinger*innen, für alle Einhornerfinder*innen. Für alle, die heute auch wenig und/oder schlecht geschlafen haben oder ausnahmsweise einmal durchschlafen konnten. Für alle, die böse Träume verscheucht oder eine kleine Hand im Dunkeln gehalten haben. Für alle, die in dieser Nacht auf und ab gingen.

Für alle, die jeden Tag Tränen trocknen und Verletzungen wegpusten. Alle, die sich am Ende eines Tages fragen „Was hab ich eigentlich den ganzen Tag getan?“ und deren Tag eigentlich erfüllt war mit tausenden fürsorgenden Tätigkeiten. Für alle, die heute ihren Kindern am Fenster noch einmal zugewunken oder ein Herzchen auf den Handrücken gemalt haben und alle, die mit ihren Kindern zu Hause hinter einem Fenster sitzen werden - oder es gerne würden.

Für alle, die sich heimlich oder nicht heimlich heute schon einen großen Schokoriegel in den Mund geschoben haben und alle, die schon x Mal mit den Augen gerollt haben. Alle, die heute manchmal genervt sein werden und die eigene Wut versuchen wegzuatmen. Alle, die sich auch manchmal fragen, ob sie all das so gemacht hätten, wenn sie gewusst hätten, wie anstrengend das manchmal ist.

Für euch alle da draußen, die ihr Kinder begleitet: Danke. Du bist nicht allein, wir sind nicht allein. Gemeinsam arbeiten wir jeden Tag daran, die Welt wieder ein Stückchen besser und gesünder zu machen, von innen heraus, aus dem Herzen. Für die kleinen Herzen, die wir begleiten. Jeden Tag neu.

07/08/2021

"Wenn es dich stört, dann ändere es halt!"

Als ich diesen Satz zum ersten Mal als Mutter hörte, war meine Tochter noch kein Jahr alt. Sie schlief nicht gut in dieser Zeit, ich war entsprechend müde und hatte gewagt davon zu erzählen - nicht, um Tipps zu bekommen, einfach um des Austauschs Willen.

Doch dafür gibt es in der modernen Elternschaft immer weniger Raum. Der Zwang zur Selbstoptimierung ist in den Baby- und Kleinkindjahren angekommen. Und was nicht passt, wird passend gemacht.

Die Nächte sind schwer? Dann ändere was.
Das Stillen macht keinen Spaß? Dann lass es doch einfach.
Du fühlst dich erschöpft, leer, allein? Dann tu doch was dagegen!

Nicht falsch verstehen: Der Impuls, schwierige oder belastende Situationen zum Besseren verändern zu wollen, ist gewiss gut. Und manchmal brauchen Eltern genau diesen Schubs, um für sich zu sorgen.

Aber: Manchmal dürfen Dinge sich auch einfach nicht toll anfühlen, und trotzdem so sein. Und ich finde, auch darüber müssen wir als Eltern sprechen können.

'Ich will gerade gar nichts ändern, ich will einfach nur jammern' - können wir das bitte zu einem sozial akzeptierten Satz in Elternkreisen machen?

Denn kein Coaching und keine Methode der Welt können etwas daran ändern, dass das Leben mit kleinen Kindern manchmal einfach unfassbar anstrengend ist. Und dass wir trotzdem nicht ständig daran herumschrauben wollen. Und auch nicht müssen.

Nächte müssen nicht immer gut sein. Stillen muss nicht immer Spaß machen. Und eine gewisse Erschöpfung und so mancher Frust gehört zum Elternsein oft einfach dazu.

Und darüber müssen wir reden dürfen, ohne sofort in einer lösungsorientierten Lebensberatung zu landen.

Denn etwas zu ändern ist nicht die einzige angemessene Möglichkeit, mit einer schwierigen Lage umzugehen. Manchmal hilft auch einfach: Akzeptieren. Atmen. Und weitermachen.

Foto: Herzog Fotografie - vielen Dank!

28/01/2021

Weltweit schlafen 85-90% der Babys in engem Kontakt zu den Eltern. Wenn sie wach werden, spüren sie die Nähe der Eltern, werden möglicherweise gestillt und schlafen dann wieder ein.

"Die Mutter merkt das kaum und kann morgens gar nicht sagen, wie oft sie nachts gestillt hat. Wenn die Mutter nachts allerdings aufstehen, möglicherweise ins andere Zimmer gehen und das Baby hochnehmen muss, um es dann zu stillen und wieder in sein Bettchen zu legen, dann ist sie danach müde und wach. Wenn Mütter das drei bis vier Mal in der Nacht machen, erschöpft sie das."

Eine ideale Schlafumgebung, damit alle morgens ausgeschlafen sind, bedeutet also eher, dass das Baby dicht bei den Eltern schläft, beispielsweise direkt im Elternbett oder in einem Babybay. Dadurch muss die Mutter nachts nicht aufstehen, sondern kann ihr Baby liegend einfach kurz zu sich rüber ziehen, es stillen und dann wieder zurück schieben. Wenn das Baby wach wird, kann die Mutter – oder der Vater – ganz einfach die Hand leicht drauf legen, das Baby leicht schaukeln und beruhigen. Dadurch spürt, riecht und hört das Baby die Eltern und schläft komplett anders, als wenn es alleine in einem Raum läge.

In den Ländern der Welt, wo Babys in direktem Kontakt zu ihren Eltern schlafen, kennt man Schlafstörungen bei Babys nicht. Schlafstörungen bei Babys sind wahrscheinlich ein kulturgemachtes Problem.
K.H. Brisch

Adresse

Oberstorcha 44
Paldau
8341

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