02/07/2026
Was drei Millionen Besucher:innen nicht sehen sollen: das Notfall- und Krisenmanagement hinter dem Donauinselfest.
Das Wiener Donauinselfest steht in den Startlöchern: Von 3. bis 5. Juli findet Europas größtes Open-Air-Festival bei freiem Eintritt bereits zum 43. Mal statt. Bis zu drei Millionen Besuche werden an den drei Festivaltagen wieder erwartet.
Damit die Besucher:innen unbeschwert Festival-Feeling mitten in der Großstadt erleben können, braucht es im Hintergrund ein präzises Zusammenspiel von Organisator:innen, Sicherheitsverantwortlichen und Einsatzorganisationen wie Polizei, Feuerwehr und Rettung 🚔 🚒 ⛑️
Denn 4,5 Kilometer Festivalgelände müssen nicht nur im Blick behalten, sondern im Anlassfall auch sicher geführt werden.
Im Rahmen einer Veranstaltung des PRVA - Public Relations Verband Austria Newcomer konnten wir kurz vor dem Start einen exklusiven Blick hinter die Kulissen werfen. Bei einer Führung erkundeten wir mehrere ausgewählte Stationen des Geländes, die sonst nicht öffentlich zugänglich sind – darunter die Organisationszentrale, der Backstage-Bereich der Festbühne und das Pressezentrum.
Für mich war interessant zu erfahren, auf welche Szenarien sich das Sicherheitsteam vorbereitet:
– Was passiert bei Hagel oder heftigen Sturmböen?
– Wie können große Menschenmengen bei einer notwendigen Räumung sicher und geordnet gelenkt werden?
– Wer trifft welche Entscheidungen?
– Und wie funktioniert das Zusammenspiel zwischen Organisation, Sicherheitsteam und Einsatzkräften?
Die Antwort liegt nicht nur in Plänen, sondern vor allem in klaren Strukturen, definierten Verantwortlichkeiten, funktionierenden Informationswegen und einer guten Vorbereitung.
Im Zentrum steht ein erfahrenes Krisenteam, das im Anlassfall durch die Einsatzorganisationen erweitert wird. Seine Aufgabe beginnt jedoch nicht erst, wenn bereits etwas passiert ist. Gutes Krisenmanagement bedeutet auch, Entwicklungen frühzeitig zu erkennen, präventive Maßnahmen zu setzen und mögliche Eskalationen möglichst zu verhindern.
Genau darin zeigt sich professionelle Krisenvorsorge: Im besten Fall bemerken die Besucher:innen nichts davon.
Das Pressezentrum befindet sich übrigens gleich gegenüber der Festbühne – von dort werden Interviewanfragen, Medienarbeit, Social Media und bei Bedarf auch die Krisenkommunikation koordiniert.
Vielen Dank an die Organisator:innen und Verantwortlichen für diesen offenen und spannenden Einblick. Vor allem aber gebührt allen Menschen Anerkennung, die in den vergangenen Wochen und Monaten geplant, vorbereitet und abgestimmt haben – und während des Festivals dafür sorgen, dass Millionen Besucher:innen sicher und unbeschwert feiern können.
Jetzt heißt es: Sommer an ☀️ 🎶
Ich wünsche allen Besucher ein wunderschönes Donauinselfest – und allen Teams hinter den Kulissen einen erfolgreichen und möglichst ruhigen Einsatz.