12/06/2026
𝐖𝐚𝐬 𝐤𝐨𝐬𝐭𝐞𝐭 𝐞𝐱𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐬 𝐇𝐑 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡?
Diese Frage wird mir immer wieder gestellt. Und sie ist absolut berechtigt.
Vielleicht sollte man aber zuerst eine andere Frage stellen, die auf den ersten Blick nichts mit Kosten zu hat.
𝐖𝐚𝐬 𝐬𝐨𝐥𝐥 𝐢𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐬 𝐇𝐑 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐥𝐞𝐢𝐬𝐭𝐞𝐧?
Denn es geht nicht darum zu sagen: "Internes HR braucht es nicht." Im Gegenteil. Internes HR ist wichtig. Sehr sogar. Die entscheidende Frage ist eher:
𝐀𝐛 𝐰𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞𝐧𝐬𝐠𝐫ö𝐬𝐬𝐞 𝐥𝐨𝐡𝐧𝐭 𝐬𝐢𝐜𝐡 𝐞𝐢𝐧𝐞 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐞 𝐇𝐑-𝐀𝐛𝐭𝐞𝐢𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐰𝐢𝐫𝐤𝐥𝐢𝐜𝐡 𝐮𝐧𝐝 𝐦𝐢𝐭 𝐰𝐞𝐥𝐜𝐡𝐞𝐫 𝐀𝐮𝐬𝐫𝐢𝐜𝐡𝐭𝐮𝐧𝐠?
Soll HR im Unternehmen vor allem administrative Aufgaben übernehmen?
Also Verträge, Mutationen, Arbeitszeugnisse, Lohnlauf, Sozialversicherungen und all die vielen kleinen, aber wichtigen Themen des HR-Alltags? Und das mal so mir nichts dir nichts nebenbei?
Oder soll HR stärker dort die Kompetenzen haben, wo es für Unternehmen strategisch wertvoll wird, nämlich bei Führung, Personalentwicklung, Organisationsentwicklung, Kultur, Rekrutierung, Veränderungsprozessen und der Begleitung, Betreuung und Förderung von Mitarbeitenden?
Klarer Fall. 𝐁𝐞𝐢𝐝𝐞𝐬 𝐢𝐬𝐭 𝐰𝐢𝐜𝐡𝐭𝐢𝐠!
Aber nicht jedes Unternehmen braucht jederzeit alles vollständig intern.
Gerade in KMU's lohnt sich deshalb ein ehrlicher Blick auf die eigene Situation und ein Moment der Reflektion. Welche HR-Kompetenz muss zwingend im Unternehmen vorhanden und abrufbar sein und welche kann professionell von extern ergänzt oder gänzlich extern abgegeben werden?
Payroll und HR-Administration müssen zuverlässig, korrekt und termingerecht funktionieren. Da gibt es wenig Spielraum. Gleichzeitig binden genau diese Aufgaben viel Zeit, Kapazität und Fachwissen. Wenn dadurch intern kaum noch Raum bleibt für Führungsunterstützung, Entwicklung, Kultur oder saubere Personalarbeit, wird HR schnell zur reinen Verwaltung.
Und das wäre schade, aber leider kommt es immer noch zu oft vor.
Externes HR ist deshalb nicht automatisch ein Ersatz für internes HR. Oft ist es vielmehr eine sinnvolle Ergänzung. Punktuell. Pragmatisch. Skalierbar.
Und manchmal tatsächlich auch die wirtschaftlichere Lösung (ob man es glaubt oder nicht), als alles intern aufzubauen, nur damit am Ende trotzdem alle über zu wenig Zeit klagen. Oder anders formuliert
Nicht jede HR-Aufgabe muss im eigenen Haus wohnen. Aber sie sollte professionell betreut sein. 😉