29/05/2026
Wenn es um Kosteneinsparungen geht, liegt der Fokus häufig zunächst auf dem laufenden Betrieb:
– Prozesse werden optimiert
– Personalstrukturen angepasst
– Flächen effizienter genutzt
Das grundlegende Problem dabei:
Zu diesem Zeitpunkt sind viele der wesentlichen Kostentreiber bereits systemisch festgelegt worden.
Denn ein erheblicher Anteil der Gesamtkosten entsteht bereits früh – in der strukturellen Planung von Prozessen, Flächen und Systemen.
Typische Beispiele:
– Lange Wege aufgrund ungünstiger Layouts führen dauerhaft zu erhöhten Personalkosten
– Ineffiziente Lagerstrukturen erhöhen den Aufwand in der Kommissionierung
– Fehlende IT-Integration verursacht manuelle Tätigkeiten und Medienbrüche
Diese Faktoren lassen sich im Nachhinein nur noch mit erheblichem Aufwand oder eingeschränkter Wirkung korrigieren.
Praxisrelevante Erkenntnis:
Ein wesentlicher Teil der späteren Kosteneffizienz wird bereits in der frühen Planungsphase definiert und zwar bei der Auslegung von Prozessen, Materialflüssen und Systemarchitekturen.
Das bedeutet:
– Prozesse müssen von Beginn an auf Effizienz und Skalierbarkeit ausgelegt werden
– Layouts und Materialflüsse sollten konsequent auf minimale Verschwendung optimiert sein
– IT- und Automatisierungskonzepte sind frühzeitig zu integrieren, nicht nachträglich zu ergänzen
Der entscheidende Unterschied liegt im grundlegenden Ansatz:
Wird vom Gebäude bzw. der Fläche aus gedacht oder vom Logistiksystem her?
Denn:
Ein vermeintlich günstiges Gebäude kann im laufenden Betrieb erhebliche Kosten verursachen.
Ein durchdacht geplantes System hingegen erzeugt täglich operative Kostenvorteile.
Wer Kosten nachhaltig senken will, muss also früher ansetzen, als es in der Praxis häufig geschieht.