03/09/2026
Was, wenn Entlastung früher ansetzen könnte – bevor aus Überforderung ein vollständiger Rückzug aus der Schule wird?
Wir von El Respiro waren heute an der Jahrestagung von Kinderärzte Schweiz vertreten und durfte einem breiten Fachpublikum aus der Pädiatrie unser Präventivangebot «Atempause» vorstellen.
Die Atempause setzt dort an, wo Kinder im schulischen Alltag zunehmend an ihre Belastungsgrenzen kommen. Hinter dieser Belastung können ganz unterschiedliche Themen stehen – beispielsweise Schulabsentismus, Mobbing, traumatische Erfahrungen oder Neurodivergenz.
Die Idee ist bewusst einfach: Das Kind bleibt Teil seiner Schule und erhält gleichzeitig Raum zum Durchatmen.
In enger Zusammenarbeit mit der zuweisenden Schule kann die reguläre Schulwoche vorübergehend durch 1–2 Tage in unserem Hofsetting ergänzt werden. Pferde, Natur, Bewegung, klare Strukturen und eine individuelle pädagogische Begleitung schaffen einen anderen Lern- und Erfahrungsraum. Die verbleibenden Tage besucht das Kind weiterhin seine reguläre Schulstruktur.
Dabei geht es nicht darum, Schule zu ersetzen. Im Gegenteil: Die Atempause soll Schule wieder tragfähiger machen.
Sie schafft Entlastung, bevor sich Belastung weiter zuspitzt, unterstützt Regulation und Selbstwirksamkeit und eröffnet Raum, vorhandene Ressourcen wieder zugänglich zu machen. Tiergestützte Interventionen können diesen Prozess unterstützen; Forschung weist unter anderem auf positive Zusammenhänge mit Stressregulation und emotionalem Wohlbefinden hin.
Für uns steht deshalb eine Frage im Zentrum:
Was braucht dieses Kind jetzt, damit schulische Teilhabe auch morgen noch möglich ist?
Genau hier setzt die Atempause von El Respiro an – präventiv, individuell und in enger Kooperation mit Schule, Eltern und beteiligten Fachpersonen.
Wer Kinder begleitet, die im schulischen Alltag zunehmend unter Druck geraten, ist eingeladen, unser Konzept der Atempause genauer kennenzulernen.