07/10/2026
Wir reden viel über Stress, Personalmangel und schlechte Bezahlung. Aber das ist nicht alles. Es gibt diese Momente, die man nur versteht, wenn man sie selbst erlebt hat.
👉 Slide 1: Ich wurde in Vergangenheit von einem an Alzheimer erkrankten Klienten in den Schwitzkasten genommen. Klingt wild? War es auch. Aber er wollte mir nicht wehtun. Er hatte einfach nur panische Sehnsucht nach Nähe und wusste sich nicht anders zu helfen. Und weißt du was? Ich bin am nächsten Tag trotzdem gerne wieder zu ihm gefahren. Weil ich weiß, warum er so reagiert hat. (Natürlich hatte ich Hilfe immer bereit für meine Sicherheit).
👉 Slide 2: Wertschätzung in der Pflege kommt selten auf dem Gehaltszettel an. Sie kommt oft in Form von kleinen, selbstgemachten Geschenken oder einem ehrlichen "Danke" von Angehörigen, die wir entlasten konnten. Das wiegt manchmal mehr, als man denkt.
👉 Slide 3: "Pfleger müssen abstumpfen, um das zu ertragen." Niemals. Wir sind nicht emotionslos. Wir fühlen extrem stark mit unseren Klienten mit, aber wir haben gelernt, nicht mitzuleiden. Das ist ein riesiger Unterschied und unser wichtigster Eigenschutz.
👉 Slide 4: "Die Pflege ist nur Stress und Hetze." Ja, der Zeitdruck kann manchmal da sein. Aber mein Anspruch an mich selbst ist es, den wenn es stressig wird, diesen vor der Wohnungstür zu lassen. Wenn ich bei meinem Klienten bin, darf er nicht spüren, dass ich eigentlich schon beim Nächsten sein müsste. In dem Moment zählt nur er. Ich baue dabei aber auch auf eine gute Struktur meiner Tour, gute Kommunikation zu den Klienten und meinen Mitarbeitern.
👉 Slide 5: Ich sage: Empathie kann man nicht lernen. Die hat man, oder man hat sie eben nicht. Und in unserem Job ist sie das wichtigste Werkzeug.
Was denkst du? 👇
Stimmt das? Ist Empathie angeboren oder kann man sie lernen?
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