Balogh at Coaching

Balogh at Coaching BRITTA BALOGH - Ihre Sparringspartnerin für Ihren beruflichen Erfolg. Ich helfe Führungskräften m Gemeinsam betrachten und erarbeiten wir Ihre Karriereplanung.

Sie finden Unterstützung und Stärkung bei der Bewältigung Ihrer Aufgabe. Durch meine Knigge-Seminare gewinnen Sie Sicherheit auf dem beruflichen und gesellschaftlichen Parkett. Die Anwendung der "soft skills" ist ein wesentlicher Faktor für das Erreichen persönlicher Karriereziele. Sie erhalten ein Repertoire von Handlungsmöglichkeiten, damit Sie in jeder Situation souverän auftreten können.

„Bitte informieren Sie mich bis auf Weiteres über jeden Ihrer Schritte.“Seit diesem Satz ist Thomas irritiert und sich z...
01/09/2026

„Bitte informieren Sie mich bis auf Weiteres über jeden Ihrer Schritte.“

Seit diesem Satz ist Thomas irritiert und sich ziemlich sicher:

Seine Chefin vertraut ihm nicht mehr.

Was ist geschehen?
Was hat er falsch gemacht?
Warum plötzlich diese enge Kontrolle?

Bisher hat Thomas weitgehend selbstständig gearbeitet. Seine Chefin wusste, dass sie sich auf ihn verlassen kann. Und jetzt soll er sie über jeden einzelnen Schritt informieren.

Thomas weiß zunächst nicht, wie er damit umgehen soll.
Soll er nachfragen?
Selbst nach einer Erklärung suchen?
Oder erst einmal abwarten und tun, was von ihm erwartet wird?

Während Thomas noch darüber nachdenkt, ist seine Chefin längst beim nächsten Termin.
Für sie war die Anweisung eindeutig.

Was Thomas nicht weiß:
Eine Stunde zuvor saß sie selbst bei der Geschäftsleitung.
Die kommenden Wochen werden anspruchsvoll. Entscheidungen fallen kurzfristiger. Rückfragen werden häufiger. Und von ihr wird erwartet, jederzeit Auskunft geben zu können.
Sie braucht deshalb mehr Informationen von Thomas als bisher.

Mit seiner Arbeit hat das nichts zu tun.
Nur weiß Thomas das nicht.

Die Anweisung ist eindeutig. Die Botschaft ist es nicht.
Zwischen der Anweisung einer Führungskraft und dem, was beim Gegenüber ankommt, liegt manchmal nur ein fehlender Satz: die Begründung.

Das „Weil“ macht den Unterschied.

„Bitte informieren Sie mich bis auf Weiteres über jeden Ihrer Schritte, weil ich gegenüber der Geschäftsleitung in den nächsten Wochen kurzfristiger auskunftsfähig sein muss.“

Die Erwartung bleibt dieselbe.
Was sich verändert hat, ist Thomas' Verständnis der Situation.

Aus vermeintlichem Misstrauen wird eine nachvollziehbare Anforderung. Aus persönlicher Verunsicherung wird Klarheit darüber, was seine Chefin gerade von ihm braucht.
Genau darin liegt ein wichtiger Nutzen von Business Etikette: Sie schafft Orientierung, bevor Mitarbeitende beginnen, sich ihre eigene Erklärung für verändertes Führungsverhalten zu suchen.
Das spart nicht nur Missverständnisse. Es erhält Verlässlichkeit und Handlungssicherheit, gerade dann, wenn sich Anforderungen verändern und der Druck steigt.

Woran merkst Du die stillen Fragezeichen Deiner Mitarbeitenden, wenn Du eine Anweisung aussprichst?

„Wir investieren mehrere Millionen in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.“Der Geschäftsführer ist sichtlich zufr...
27/08/2026

„Wir investieren mehrere Millionen in die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens.“

Der Geschäftsführer ist sichtlich zufrieden. In der Leitungssitzung stellt er das neue Programm vor: Prozesse werden digitalisiert, Strukturen neu geordnet, Abläufe effizienter. Die Mittel sind bewilligt.

Gute Nachrichten.

Eine der Führungskräfte am Tisch hört zu und denkt an die vergangenen Wochen.

An die Entscheidung, für die es drei Abstimmungsschleifen brauchte.
An die zugesagte Rückmeldung, auf die sie noch immer wartet.
An die unvollständige Übergabe, die ihr Team zusätzlich beschäftigt hat.
An den Konflikt zwischen zwei Bereichen, der seit Wochen vertagt wird.

Millionen für mehr Effizienz.
Und gleichzeitig geht jeden Tag Effizienz in der Zusammenarbeit verloren.

Diese Kosten stehen in keinem Investitionsplan. Bezahlt werden sie trotzdem.
Denn Unverbindlichkeit erzeugt Arbeit. Wenn Absprachen nicht tragen, wird nachgefragt. Sind Entscheidungsbefugnisse unklar, entstehen zusätzliche Abstimmungsschleifen. Finden Informationen nicht zuverlässig ihren Weg, wird gesucht und nachgehakt. Und wenn Mitarbeitende nicht wissen, worauf sie sich verlassen können, beginnen sie, sich abzusichern.

Das kostet Zeit. Und Zeit kostet Geld.

Hinzu kommt etwas, das sich schwerer beziffern lässt: Vertrauen und Bindung. Wer immer wieder erlebt, dass Zusagen wenig gelten, Entscheidungen unberechenbar sind oder Konflikte ungelöst bleiben, richtet sein eigenes Verhalten darauf ein. Aus Zusammenarbeit wird zunehmend Absicherung.

Auf Dauer kann sich diese Erfahrung auch auf die Bindung an das Unternehmen auswirken. Leistungsträger ziehen sich zurück, die Wechselbereitschaft steigt und aus alltäglichen Reibungsverlusten können schließlich ganz konkrete Kosten durch Fluktuation entstehen.

Wie groß allein die wirtschaftliche Dimension geringer Mitarbeiterbindung ist, zeigt Gallup. Der State of the Global Workplace Report 2026 beziffert den weltweiten Produktivitätsverlust durch geringe Mitarbeiterbindung auf rund 10 Billionen US Dollar jährlich.

Business Etikette setzt an der Art an, wie Zusammenarbeit organisiert wird
Ein gemeinsam entwickelter Rahmen schafft Klarheit darüber, wie und über wen Informationen weitergegeben werden und welche Verbindlichkeit Absprachen haben. Das verändert den Arbeitsalltag ganz konkret: Führungskräfte und Mitarbeitende können handeln, ohne Zuständigkeiten immer wieder neu auszuhandeln, Vereinbarungen abzusichern oder Informationen hinterherzulaufen.

Verlässlichkeit zeigt sich insbesondere dann, wenn sich Bedingungen ändern.

Werden Veränderungen nachvollziehbar kommuniziert und die Betroffenen rechtzeitig einbezogen, bleibt das Führungsverhalten berechenbar.
Wie verlässlich die eigene Zusammenarbeit bereits organisiert ist, lässt sich mit drei Fragen überprüfen:

• Welche Verhaltensweisen erleichtern unsere Zusammenarbeit?
• Welche Verhaltensweisen erschweren sie?
• Woran erkennen Mitarbeitende im Alltag, was bei uns als gute Zusammenarbeit
gilt?

Weichen die Antworten innerhalb einer Führungsmannschaft deutlich voneinander ab, lohnt es sich, den gemeinsamen Rahmen genauer anzusehen.
Zeit fließt in die eigentliche Arbeit, Entscheidungen kommen voran und Zusammenarbeit bleibt verlässlich. Vertrauen und Bindung haben auch unter Druck Bestand.

Das ist der wirtschaftliche Wert von Business Etikette.

„Sie haben in den vergangenen Monaten gezeigt, dass Sie auch in anspruchsvollen Situationen sehr gute Ergebnisse erziele...
25/08/2026

„Sie haben in den vergangenen Monaten gezeigt, dass Sie auch in anspruchsvollen Situationen sehr gute Ergebnisse erzielen. Wir möchten Ihnen deshalb einen zusätzlichen Verantwortungsbereich übertragen.“

Susanne ist überrascht.
Und sie freut sich.

Ihre Leistung wird gesehen. Man bietet ihr mehr Verantwortung an. Eine Chance, mit der sie nicht gerechnet hat.

Natürlich sagt sie Ja.

Wenig später sitzt sie bei mir im Coaching und erzählt begeistert davon, wie viel Anerkennung und Vertrauen ihr entgegengebracht werden. Aber auch von der Skepsis und der Unsicherheit, wie das alles zu schaffen ist.

Wir durchdenken, was die zusätzliche Verantwortung für sie und ihr Team bedeutet und wie sie sich auf die nächsten Schritte vorbereiten kann.

Wie kann sie ihr Team hinter sich versammeln und motivieren, mit ihr an einem Strang zu ziehen?

Welche Chancen entstehen für ihre Mitarbeitenden? Wer kann mehr Verantwortung übernehmen, sich weiterentwickeln oder neue Aufgaben übernehmen?

Welche Arbeitsabläufe und Strukturen müssen angepasst werden? Wie verteilen sich Aufgaben und Verantwortlichkeiten künftig?

Welche Kommunikationswege braucht es?

Und welche Freiräume sollte Susanne für sich schaffen: für strategische Überlegungen, für Reflexionsgespräche und für die Ruhe, gute Entscheidungen zu treffen?

Susanne entscheidet sich, ihr Team früh einzubeziehen.
Sie stellt ihre Überlegungen vor und hört zu:

Welche Bedenken gibt es?
Welche Chancen sieht das Team?
Was braucht das Team?
Welche Ideen haben ihre Mitarbeitenden selbst?
Für die konkrete Ausgestaltung setzt sie einen Workshop an.

Aufgaben, Rollen und Verantwortlichkeiten kommen auf den Tisch. Ebenso Arbeitsabläufe, Entscheidungsbefugnisse und Kommunikationswege. Gemeinsam wird geklärt, was weiterhin funktioniert und was neu justiert werden muss.

So schafft Susanne einen Rahmen, in dem die Lösung gemeinsam entstehen kann.
Orientierung. Verlässlichkeit. Beteiligung. Klare Rollen und Vereinbarungen.

Susanne hat verstanden, dass ihr persönlicher Karriereschritt eine gemeinsame Führungsaufgabe auslöst.

Was denkst Du: Was braucht ein Team, damit es zusätzliche Verantwortung motiviert mitträgt?

„Kann ich meiner Führungskraft wirklich glauben?“ Eine Frage, die wohl keine Führungskraft gerne über sich hört.Wer glau...
20/08/2026

„Kann ich meiner Führungskraft wirklich glauben?“



Eine Frage, die wohl keine Führungskraft gerne über sich hört.

Wer glaubwürdig führen will, sagt offen, was Sache ist.

Oder?

Führungskräfte wissen aufgrund ihrer Rolle mehr als andere.

Sie kennen Hintergründe zu Entscheidungen. Sie werden in strategische Überlegungen einbezogen. Sie führen vertrauliche Gespräche mit der Geschäftsleitung und erfahren persönliche Dinge über Mitarbeitende.

Und manches davon wurde ihnen anvertraut, weil davon ausgegangen wird, dass es bei ihnen bleibt.

Damit bekommt Transparenz eine Grenze.

Denn nicht jede Information, die eine Führungskraft kennt, ist auch für die Weitergabe bestimmt.

Kann sich die Geschäftsleitung darauf verlassen, dass Vertrauliches vertraulich bleibt? Können Mitarbeitende Persönliches ansprechen, ohne befürchten zu müssen, dass es weitergetragen wird? Bleibt eine Führungskraft auch dann bei einer Vereinbarung, wenn Offenheit ihr im Moment leichter fallen würde?

Zur Glaubwürdigkeit gehört die Verlässlichkeit im Umgang mit dem, was einer Führungskraft anvertraut wurde.

Das verlangt manchmal einen Satz, der sich im ersten Moment unbequem anfühlt:

„Dazu kann ich Ihnen im Moment nichts sagen.“

Oder:

„Ich verstehe, dass Ihr dazu Fragen habt. Mehr kann ich Euch zu diesem Zeitpunkt nicht sagen.“

Eine solche Grenze klar auszusprechen, ist das eine.

Sie zu halten, wenn nachgefragt wird, Enttäuschung entsteht oder die eigene Glaubwürdigkeit infrage gestellt wird, ist anspruchsvoller.

Auch das gehört zur Business Etikette: Vertraulichkeit zu wahren und gleichzeitig klar und zugewandt zu bleiben.

Denn gerade unter Druck zeigt sich, wie tragfähig die eigene Haltung ist.

Wie leicht fällt es Dir, eine Informationsgrenze klar zu vertreten?

18/08/2026

„Das war nicht meine Absicht!“

Dieser Satz fällt meist dann, wenn eine Situation bereits missglückt ist.

Er zeigt, dass zwischen dem, was wir vermitteln möchten, und dem, was beim Gegenüber ankommt, etwas Lautloses liegt:

unsere Wirkung.

Sie begleitet jedes Gespräch, jede Entscheidung und jede Begegnung.
Unser Gegenüber nimmt sie wahr, ordnet sie ein und richtet sein Verhalten daran aus.
Hier zeigt sich auch, warum der Rat „Sei ganz Du selbst“ im Berufsalltag so unterschiedlich verstanden wird.

Gemeint ist damit kaum, ungefiltert zu sprechen, jeder spontanen Reaktion Ausdruck zu verleihen oder sich über die Wirkung des eigenen Auftretens keine Gedanken zu machen.

Gemeint ist vielmehr, sich nicht für etwas anderes auszugeben, als man ist.
Eine Führungskraft sendet ständig Signale.
Durch ihre Sprache.
Durch ihr Auftreten.
Durch ihre Kleidung.
Durch ihre Reaktion unter Druck.
Durch ihre Verlässlichkeit.
All das wird wahrgenommen.
Eingeordnet.
Und zu einem Gesamtbild zusammengefügt.

Die Frage ist deshalb nicht, ob wir Wirkung erzeugen.
Die Frage ist, welche.

In meinen Coachinggesprächen sprechen Führungskräfte zunächst über ihre Entscheidung.
Dann über ihre Formulierungen.
Und irgendwann über die Reaktion ihres Teams.

An diesem Punkt richtet sich der Blick zum ersten Mal auf die eigene Wirkung.
Ihre Absicht kennt niemand. Ihre Wirkung erlebt jeder.

Die bewusste Gestaltung dieser Wirkung gehört mit zur Business Etikette.
Ich erlebe immer wieder, wie sich Zusammenarbeit verändert, sobald Führungskräfte beginnen, ihre Wirkung genauso bewusst zu gestalten wie ihre Entscheidungen, denn
sie unterstützt Führungskräfte dabei, dass Sprache, Auftreten und Verhalten auch in Stress, Zeitdruck und schwierigen Situationen stimmig bleiben.

Gerade diese Beständigkeit macht Führung nachvollziehbar, stärkt Glaubwürdigkeit und gibt anderen Orientierung.

Mich interessiert Deine Sicht:
Welche Wirkung möchtest Du als Führungskraft bei anderen hinterlassen? Und woran erkennst Du, ob sie auch tatsächlich so ankommt?

Mein Sonntagsgedanke für Dich.Genieße den Tag! 😊​ ☕​ 🏊​
16/08/2026

Mein Sonntagsgedanke für Dich.
Genieße den Tag! 😊​ ☕​ 🏊​


„Es hat mich fast zerrissen.“Eine Entscheidung, zwei Verpflichtungen und das Gefühl, es keiner Seite wirklich recht mach...
13/08/2026

„Es hat mich fast zerrissen.“

Eine Entscheidung, zwei Verpflichtungen und das Gefühl, es keiner Seite wirklich recht machen zu können. Besonders nicht sich selbst.
Solche Situationen machen Druck.

Der Konflikt beschäftigt Lucas seit Tagen. Auf dem Weg nach Hause geht er die Gespräche wieder und wieder durch. Abends wägt er erneut ab. Er trifft innerlich eine Entscheidung, verwirft sie wieder und landet wenig später doch beim selben Gedanken.
Was immer er tut, etwas daran fühlt sich falsch an.

Besonders schwer wird es, wenn es um Werte geht, die ihm als Führungskraft wichtig sind: Loyalität, Verlässlichkeit, Glaubwürdigkeit, Verantwortung.
Werte, die normalerweise Orientierung geben, weisen plötzlich in unterschiedliche Richtungen.
So begann vor Kurzem ein Coachinggespräch.
Lucas weiß von einer bevorstehenden Veränderung. Die Geschäftsleitung hat ihn zur Vertraulichkeit verpflichtet. Gleichzeitig merkt er, dass sein Team unruhig wird und Fragen stellt.
„Was davon können Sie im Moment tatsächlich beeinflussen?“, frage ich ihn.
Er denkt einen Moment nach: Die Entscheidung der Geschäftsleitung kann er nicht verändern. Auch den Zeitpunkt der offiziellen Kommunikation nicht. Aber er kann entscheiden, wie er sich bis dahin verhält.

Wir gehen seine Möglichkeiten durch:
• Welche Vereinbarung hat er mit der Geschäftsleitung getroffen?
• Was schuldet er seinem Team?
• Was kann er sagen, ohne Vertraulichkeit zu verletzen?
• Welches Verhalten könnte er auch in einigen Wochen noch guten Gewissens vertreten?

Am Ende entscheidet sich Lucas für Offenheit über seine eigene Situation.

Er sagt seinem Team, dass es Informationen gibt, über die er zu diesem Zeitpunkt noch nicht sprechen darf. Er erklärt, wo seine Grenzen liegen und was er bereits sagen kann.
Und er gibt zwei Zusagen:
Sobald er weitere Informationen weitergeben darf, wird er das tun.
Und bis dahin wird er die Fragen und Interessen seines Teams gegenüber der Geschäftsleitung vertreten.

Damit ist das Dilemma nicht verschwunden.
Aber Lucas hat einen Umgang damit gefunden, den er selbst vertreten kann.

Wodurch gewinnst Du in schwierigen Entscheidungssituationen Deine Stabilität zurück?

Das sagt mir ein Bereichsleiter während einer Kaffeepause.Er zählt auf, was sich im Unternehmen alles positiv entwickelt...
11/08/2026

Das sagt mir ein Bereichsleiter während einer Kaffeepause.
Er zählt auf, was sich im Unternehmen alles positiv entwickelt hat: neue Produkte, neue Märkte, neue Eigentümer und eine neue Strategie.

Die Richtung stimmt.
Die Chancen sind da.
Und trotzdem ist die Stimmung in der Führungsriege und bei den Mitarbeitenden zurückhaltend.

Im weiteren Gespräch zeigt sich schnell, woher diese Dynamik kommt:
Während die Unternehmensleitung den Blick auf die Entwicklung des gesamten Unternehmens richtet, beschäftigen sich die Mitarbeitenden mit ihrer eigenen Zukunft.

Sie stellen sich Fragen, die häufig unausgesprochen bleiben:
• Was bedeutet das für meine konkrete Aufgabe?
• Welche Erwartungen gelten künftig an mich?
• Werde ich rechtzeitig informiert und einbezogen?
• Welche Auswirkungen hat die Veränderung auf meinen Arbeitsplatz?

Der Bereichsleiter schildert mir seine Beobachtungen: Die Teams beobachten mehr. Sie wägen Entscheidungen vorsichtiger ab. Sie bringen Ideen zögerlicher ein. Er hat den Eindruck, dass Engagement verloren geht.

Ich stelle ihm eine Frage:
„Was glauben Sie, woran Ihre Mitarbeitenden erkennen könnten, dass ihre Zukunft im Unternehmen genauso positiv aussieht wie die Zukunft des Unternehmens?“

Er denkt einen Moment nach. Dann sagt er:
„Sicherheit und Orientierung.“

Das ist der Punkt.
Das ist keine fehlende Veränderungsbereitschaft. Es ist ein menschlicher Orientierungsprozess. Solange die persönlichen Fragen unbeantwortet bleiben, entsteht Unsicherheit. Und Unsicherheit verändert Verhalten.

Genau an dieser Stelle erfüllt Business Etikette ihre eigentliche Funktion.
Sie schafft den gemeinsamen Orientierungsrahmen, der Erwartungen nachvollziehbar macht, Verlässlichkeit entstehen lässt und Sicherheit gibt.
Denn Sicherheit ermöglicht Entwicklung.

Genau diese Klarheit schafft die Brücke, die Teams in Phasen des Wandels brauchen. Denn Verlässlichkeit im Verhalten gibt Sicherheit. Und Sicherheit ermöglicht Entwicklung.

Mich interessiert Deine Sicht:
Wodurch entsteht in Veränderungsprozessen in Deinem Team Sicherheit? Und wodurch geht sie verloren?

Mein Sonntagsgedanke für Dich.Genieße den Tag! 😊​ ☕​ 🏊​ #​Effizienz
09/08/2026

Mein Sonntagsgedanke für Dich.

Genieße den Tag! 😊​ ☕​ 🏊​

#​Effizienz

Unternehmen investieren viel Zeit und Geld, um effizienter zu werden und Kosten zu senken.Ein Kostenfaktor erhält dabei ...
06/08/2026

Unternehmen investieren viel Zeit und Geld, um effizienter zu werden und Kosten zu senken.

Ein Kostenfaktor erhält dabei erstaunlich wenig Aufmerksamkeit:

Die Qualität der Zusammenarbeit.

Die Grafik zeigt einen typischen Mechanismus aus dem Führungsalltag.

Reibungsverluste entstehen, wenn Erwartungen unterschiedlich verstanden werden.

Ein Auftrag ist nicht eindeutig.
Eine Information erreicht das Team zu spät.
Eine Rückmeldung erfolgt erst, wenn das Problem bereits entstanden ist.

Aus kleinen Unklarheiten entwickeln sich zusätzliche Abstimmungen, Verzögerungen und schließlich Mehrkosten.

Alle Unternehmen verfügen über Prozesse, Rollenbeschreibungen und Organigramme.
Sie beschreiben, wer wofür verantwortlich ist. Sie beantworten jedoch nicht, wie Zusammenarbeit im Alltag gelingen soll.

Genau dafür braucht es gemeinsame Vereinbarungen,
• wie Aufträge und Erwartungen formuliert werden,
• woran alle erkennen, dass sie vom Gleichen sprechen,
• wann eigenständig entschieden wird und wann eine Abstimmung erforderlich ist,
• wie Rückmeldungen Orientierung geben,
• wie Abweichungen frühzeitig angesprochen werden,
• wie Zusagen eingehalten oder Änderungen transparent kommuniziert werden.

Dadurch entstehen Klarheit, Verlässlichkeit und Vertrauen.
Mitarbeitende müssen weniger interpretieren.
Führungskräfte steuern seltener nach.
Zusammenarbeit wird wirksamer.

Genau diese Funktion erfüllt Business Etikette.

Sie schafft einen gemeinsamen Qualitätsstandard für Zusammenarbeit. Erwartungen, Verantwortung und Kommunikation werden für alle nachvollziehbar. Das reduziert Reibungsverluste und schafft echte Entlastung.

Welchen Reibungsverlust erlebst Du in Deinem Alltag?

Adresse

Friedrichstraße 95
Friedrichstraße
10117

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