Balogh at Coaching

Balogh at Coaching BRITTA BALOGH - Ihre Sparringspartnerin für Ihren beruflichen Erfolg. Ich helfe Führungskräften m Gemeinsam betrachten und erarbeiten wir Ihre Karriereplanung.

Sie finden Unterstützung und Stärkung bei der Bewältigung Ihrer Aufgabe. Durch meine Knigge-Seminare gewinnen Sie Sicherheit auf dem beruflichen und gesellschaftlichen Parkett. Die Anwendung der "soft skills" ist ein wesentlicher Faktor für das Erreichen persönlicher Karriereziele. Sie erhalten ein Repertoire von Handlungsmöglichkeiten, damit Sie in jeder Situation souverän auftreten können.

Mein Sonntagsgedanke für Dich.Genieße den Tag! ☕😎​
31/05/2026

Mein Sonntagsgedanke für Dich.
Genieße den Tag! ☕😎​

Die Vision und das Schweigen danach„Wir müssen die Leute mitnehmen“, sagt die Geschäftsführung am Ende der großen Präsen...
29/05/2026

Die Vision und das Schweigen danach

„Wir müssen die Leute mitnehmen“, sagt die Geschäftsführung am Ende der großen Präsentation zur neuen Unternehmensstrategie.

Es geht um Digitalisierung, neue Märkte, agilere Strukturen, also um Veränderung in vielen Bereichen gleichzeitig.

Ein Satz, der so logisch wie wichtig klingt. Denn natürlich erreicht ein Unternehmen seine Ziele deutlich schwerfälliger, sobald das Team innerlich aussteigt, nur noch funktioniert oder Entscheidungen mit stillem Widerstand beantwortet.

Doch für Dich in der Sandwichposition fühlt sich dieser Appell häufig anders an.

Du stehst vor Deinem Team und sollst Begeisterung für einen Weg wecken, dessen nächste Abzweigung Du selbst noch nicht kennst.

Das Vakuum zwischen Wunsch und Wirklichkeit
Der Wunsch, Menschen für Veränderungsprozesse zu gewinnen, ist absolut berechtigt. Die Realität in der Sandwichposition ist jedoch häufig komplexer.

Du wirst zum Übersetzer einer Strategie, für die es noch kein fertiges Wörterbuch gibt.
Die eigentliche Herausforderung ist das Vakuum an Orientierung.
Du sollst Zuversicht vermitteln, während Prioritäten noch in Bewegung sind.
Du sollst Motivation ermöglichen, während Dein Team im Alltag gegen ungeklärte Zuständigkeiten, wechselnde Prozesse oder widersprüchliche Erwartungen läuft.

Wenn Du jetzt versuchst, Motivation allein durch überzeugende Worte zu erzeugen, während die notwendigen Strukturen noch fehlen, verlierst Du Deine Glaubwürdigkeit.
Teams spüren sehr genau, ob ein Satz trägt oder nur über Unsicherheit hinwegführen soll.

Professionalität als Ankerpunkt
In dieser Phase der Unsicherheit wird Business Etikette zu einem wirksamen strategischen Hebel.
Ich meine damit keine starren Benimmregeln.
Gemeint ist ein professioneller Verhaltenskodex, der als verlässlicher Rahmen dient.
Wenn die inhaltliche Marschrichtung des Unternehmens noch vage ist, sollte die Art und Weise, wie Ihr miteinander arbeitet, umso präziser sein.

Etikette bedeutet hier:
Verlässlichkeit in Deiner Zusage.
Klarheit in Deiner Ansage.
Eine Form des Miteinanders, die den Einzelnen schützt, während sich das Große Ganze noch sortiert.

Dieser Rahmen ist kein Selbstzweck. Er schafft die Bedingung dafür, dass Dein Team überhaupt erst die Energie für das Neue aufbringen kann.

So schaffst Du Orientierung
Gestalte das „Wie“ Eurer Zusammenarbeit.

Wenn das „Was“ der Strategie noch im Nebel liegt, konzentriere Dich auf den Bereich, den Du wirklich gestalten kannst: Euer tägliches Miteinander.

Setz Dich mit Deinem Team zusammen und definiert eigene, kurzfristige Spielregeln.

Wie kommunizieren wir jetzt?
Was ist uns im Umgang wichtig, wenn es stressig wird?
Welche Themen klären wir sofort?
Was sammeln wir bewusst, bis weitere Entscheidungen vorliegen?

Solche Mikro-Strukturen füllen das Orientierungsvakuum und geben Deinem Team Halt an einer Stelle, an der die Organisation gerade noch keine vollständige Sicherheit liefern kann.

Nutze Haltung als Schutzraum.
Deine Professionalität ist ein wichtiges Werkzeug, um Deine Integrität zu wahren.
Ein klarer Verhaltenskodex erlaubt es Dir, sachlich und bestimmt zu bleiben, auch wenn der Druck von oben zunimmt oder Erwartungen unklar bleiben.

Deine Haltung signalisiert Deinem Team
Ich kenne vielleicht noch nicht alle Antworten, aber ich halte den Rahmen. Ich bleibe ansprechbar. Ich sortiere mit Euch, was jetzt geklärt werden muss. Ich sorge dafür, dass wir handlungsfähig bleiben.

Fordere die notwendige Klarheit ein.
Sei die Stimme der Realität gegenüber Deiner eigenen Führung.
Frage gezielt nach den nächsten konkreten Schritten, die Du brauchst, um Deinem Team echte Orientierung zu geben.
Verlässlichkeit zeigt sich darin, Verantwortung für die Erwartungen zu übernehmen, die man im Team auslöst.
Diese Verantwortung beginnt auch bei Deiner eigenen Informationsbeschaffung.

Souveränität durch Struktur
Souveränität im Umbruch bedeutet nicht, den Weg schon auswendig zu kennen.
Sie zeigt sich darin, einen professionellen Rahmen zu schaffen, in dem Dein Team handlungsfähig bleibt.

Wer aufhört, nur zu appellieren, und anfängt, durch gelebte Professionalität festen Boden zu bieten, führt anders durch Veränderung: klarer, glaubwürdiger und wirksamer.
So entsteht Führung, die in bewegten Zeiten trägt: für Dein Team, für die Zusammenarbeit und für Deine eigene Souveränität.

„Leute mitnehmen“ beginnt nicht mit Begeisterung.

Es beginnt mit einem Miteinander, in dem Menschen wieder wissen, woran sie sind.

„Können Sie das mal eben noch fertig machen?“Der Satz fällt oft im Vorbeigehen.Kurz vor dem nächsten Termin.Zwischen zwe...
28/05/2026

„Können Sie das mal eben noch fertig machen?“

Der Satz fällt oft im Vorbeigehen.
Kurz vor dem nächsten Termin.
Zwischen zwei Mails.
Während der eigene Schreibtisch längst voll ist.

Und doch passiert in diesem Moment etwas:
Der Puls steigt kurz an.
Im Kopf beginnt das Sortieren.
Was kann ich verschieben?
Wo quetsche ich das noch rein?
Wie sage ich es, ohne schwierig zu wirken?

Dann kommt mit einem leisen Zögern:
„Ja, klar …“

Für einen Moment ist die Situation gerettet.
Nur die Führungskraft hat ihren eigenen Rhythmus wieder abgegeben.
Einmal ist das kein Problem.
Als Muster kostet es Standing.

Wer bei jedem „mal eben“ sofort verfügbar ist, wird irgendwann nicht mehr als jemand erlebt, der Prioritäten setzt. Er wird zur naheliegenden Ablage für alles, was gerade drückt.

Hier ist der Souveränitäts-Quickie für Dein nächstes „Mal eben“:

„Ich nehme es gerne auf. Ich schließe erst meine aktuelle Aufgabe ab und gebe Ihnen in 15 Minuten Bescheid, wann ich dazu komme. Passt das?“

Dieser Satz verändert die Dynamik.
Das Anliegen ist gehört.
Die Zusage ist noch nicht verschenkt.
Die eigene Aufgabe bleibt sichtbar.
Der nächste Schritt ist verbindlich.

Souveränität zeigt sich in solchen Momenten nicht im großen Auftritt.
Sie zeigt sich in drei Sekunden Selbstführung, bevor der automatische Reflex übernimmt.

Welche „Mal eben“-Sätze begegnen Dir im Führungsalltag besonders häufig und wie gehst Du damit um?

📌​Der blinde Fleck in der FührungLetzte Woche im exklusiven Intensiv-Training für Führungskräfte aus der Hotellerie und ...
26/05/2026

📌​Der blinde Fleck in der Führung

Letzte Woche im exklusiven Intensiv-Training für Führungskräfte aus der Hotellerie und Gastronomie.

Wir sprachen über Souveränität in der Sandwich-Position und die vier Dimensionen, in denen Du täglich jonglierst:

​👉​ Das Unternehmen, Dein Team, der Gast – und Du selbst.

Doch was ich hörte, war ein Alarmsignal:

„Wenn es brennt, springe ich natürlich ein.“
„Ich mache es lieber schnell selbst, dann stimmt die Qualität.“
„Am freien Tag kurz reinfahren? Klar, sonst läuft es nicht nach meinen Vorstellungen.“

Die zerstörerische Logik

Hinter dieser extremen Einsatzbereitschaft steckt ein Selbstverständnis, das schleichend zerstörerisch wirkt. Während für Unternehmen, Team und Gast alles gegeben wird, bleibt die vierte Dimension – man selbst – häufig komplett auf der Strecke.

Wer Loyalität mit Selbstaufgabe verwechselt, führt nicht mehr souverän. Er funktioniert nur noch. Schon jetzt klagten Teilnehmende über Magenschmerzen und die Unfähigkeit, wirklich abzuschalten.

Wahre Loyalität ist jedoch eine permanente Abwägung:

🔹 Wem bin ich gerade wirklich verpflichtet?

🔹 Was kann ich fachlich und menschlich noch vertreten?

🔹 Wo brauche ich Klarheit von oben oder eine Grenze nach unten?

📌​Selbstführung als professionelle Pflicht

Sich selbst nicht zu vergessen, ist kein Egoismus. Es ist Deine professionelle Pflicht gegenüber dem Unternehmen und Deinem Team. Denn wer sich selbst aufreibt, verliert die Kraft, ein echter Anker für andere zu sein. Souveränität beginnt damit, die Verantwortung für die eigene Handlungsfähigkeit zu übernehmen.

📌​ Dein nächster Schritt: Der Souveränitäts-Check

Letzte Woche haben wir im kleinen Kreis begonnen, diese Grenzen neu zu ziehen und die eigene Haltung zu stärken. Weg vom operativen Dauerfeuer, hin zu einer Führung, die auch morgen noch gesund und wirksam ist.

📌​Möchtest Du wissen, wo Du gerade stehst?

Lass uns gemeinsam einen Check machen: Wo droht bei Dir die Loyalität in Selbstaufgabe zu kippen – und wie kannst Du die „Magenschmerzen“ vermeiden, bevor sie chronisch werden? Schreib mir einfach eine kurze Nachricht für einen ersten Austausch.

Mein Sonntagsgedanke für Dich.Genieße den Tag! ☕✨
24/05/2026

Mein Sonntagsgedanke für Dich.
Genieße den Tag! ☕✨

„Bis Freitag gebe ich Ihnen Bescheid“, sagt die Geschäftsführung.Meine Kundin nickt. Sie ist erleichtert. Ihr Team arbei...
22/05/2026

„Bis Freitag gebe ich Ihnen Bescheid“, sagt die Geschäftsführung.
Meine Kundin nickt.
Sie ist erleichtert.
Ihr Team arbeitet seit Monaten am Limit.
Eine neue Stelle würde nicht nur entlasten – sie wäre das Signal: „Wir sehen Eure Belastung.“

Sie hat alles vorbereitet. Zahlen, Fakten, Alltagsszenarien. Klar und sachlich. Jetzt soll endlich die Entscheidung fallen.

Freitag vergeht. Keine Nachricht.
Montagmorgen, Teambesprechung.
Die Kollegen schauen sie erwartungsvoll an. „Und? Gibt es etwas Neues?“

Sie hält den Blick. Atmet kurz ein. „Ich habe noch keine Rückmeldung.“

Stille. Dann fragt jemand: „Heißt das, es bleibt jetzt einfach so?“

In diesem Moment passiert etwas Gefährliches: Mit der ausgebliebenen Nachricht von oben steht plötzlich ihre Verlässlichkeit im Raum.
Das Team hatte sich an sie gewandt. Sie hatte das Anliegen nach oben getragen. Sie hatte den Termin genannt. Jetzt muss sie erklären, warum nichts passiert ist – obwohl sie selbst alles richtig gemacht hat.
So entstehen feine Risse im Vertrauen.
Nicht, weil die Entscheidung gegen das Team fiel. Sondern weil eine Erwartung geweckt wurde, die jetzt ohne Einordnung im Raum steht.

Die harte Wahrheit:
Verlässlichkeit zeigt sich nicht nur darin, Zusagen einzuhalten. Sie zeigt sich darin, Verantwortung für die Erwartungen zu übernehmen, die man auslöst.

Wo Verlässlichkeit fehlt, entsteht Mehraufwand: Nachfragen, Absichern, Interpretieren. Das kostet Kraft, Zeit und Nerven.
Wo sie spürbar ist, entsteht Orientierung.

Und die ist in bewegten Zeiten kein Luxus, sondern das Fundament für echte Führungswirkung.

Wo erlebst Du im Alltag, dass fehlende Verlässlichkeit mehr Kraft kostet als eine klare, vielleicht unbequeme Antwort?

Was trägt, wenn Verlässlichkeit zur Mangelware wird?Diese Frage habe ich gestern vom Tag der Immobilienwirtschaft 2026 i...
20/05/2026

Was trägt, wenn Verlässlichkeit zur Mangelware wird?

Diese Frage habe ich gestern vom Tag der Immobilienwirtschaft 2026 im Berliner Admiralspalast mitgenommen.

Ein Tag voller wirtschaftlicher Klarheit, politischer Erwartungen und der spürbaren Frage, wie Deutschland wieder stärker ins Handeln kommt.

Und wie so oft bei solchen Branchentagen gehören für mich auch die Gespräche am Rand dazu, diesmal gemeinsam mit Sylvia Hartung, mit der solche Veranstaltungen immer wieder besondere Begegnungen und neue Kontakte bereithalten.

Iris Schöberl, Präsidentin des ZIA, eröffnete pointiert und mit einem klaren Appell:

"einfacher, entschlossener, schneller."

Prof. Dr. Jens Südekum weitete den Blick auf den größeren ökonomischen Rahmen.
Sein Thema: Sicherheit, Resilienz, Souveränität.

Drei Begriffe, die deutlich machen, dass wirtschaftliche Zukunft heute unter anderen Vorzeichen gedacht werden muss als noch vor wenigen Jahren.

Verena Hubertz, Bundesministerin für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen, brachte die politische Perspektive ein.

Und dann Ole Scheeren.
Ein mitreißender Vortrag über Architektur und Visionen: innovatives, bezahlbares, nachhaltiges, ökologisches und begrüntes Wohnen und Arbeiten in der Stadt.

Was mich an diesem Tag besonders beschäftigt hat, war die Spannung zwischen nüchterner Diagnose und Gestaltungswillen.

In Gesprächen und Beiträgen tauchten Zahlen und Beobachtungen auf, die nachwirken:
In der Industrie gingen zuletzt rund 15.000 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze pro Monat verloren.
Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück.
Neue Stellen entstehen zögerlicher.

Und über allem liegt die Frage, wie stark KI Arbeit, Wertschöpfung und Verantwortung verändern wird.

Das sind keine Randnotizen.
Sie beschreiben ein Klima.

Ein Klima, in dem Entscheidungen schwerer werden.
In dem Unternehmen abwägen, verschieben, absichern.
In dem Menschen sehr genau wahrnehmen, ob Richtung erkennbar ist oder Unsicherheit einfach weitergereicht wird.

Auch deshalb passt dieser Tag für mich weit über die Immobilienwirtschaft hinaus.
Denn was für Branchen, Märkte und politische Rahmenbedingungen gilt, zeigt sich auch in Unternehmen und Teams:
Handlungsfähigkeit entsteht nicht von selbst. Sie braucht Orientierung.

Führungskräfte können nicht jede Unsicherheit auflösen.
Aber sie können deutlich machen, worauf es jetzt ankommt, was entschieden ist und wofür Verantwortung übernommen wird.

Das verändert nicht sofort die Lage.
Aber es verändert, wie Menschen mit ihr umgehen.

Unsicherheit lässt sich nicht wegreden.
Deshalb brauchen Unternehmen Menschen, die Orientierung geben, Verantwortung sichtbar übernehmen und den Mut haben, Zukunft nicht nur zu beklagen, sondern zu gestalten.

Ich erlebe es gerade hautnah in einem Projekt: Der Unternehmer ruft nach „Transformation“ und vergisst dabei die Mensche...
19/05/2026

Ich erlebe es gerade hautnah in einem Projekt:
Der Unternehmer ruft nach „Transformation“ und vergisst dabei die Menschen im mittleren Management.

Die eigentliche Zumutung ist nicht das „Neue“. Es ist das Vakuum an Sicherheit, das entsteht, wenn die alten Spielregeln nicht mehr gelten, aber die neuen noch niemand kennt.

Für die Sandwich-Position ist das eine fatale Situation:

Du sollst Dein Team in eine Richtung führen, die Du selbst noch nicht klar siehst. Du sollst Zuversicht ausstrahlen, während Du von oben nur vage Ansagen erhältst.

In diesem Vakuum droht Professionalität zu erodieren. Wenn der äußere Rahmen fehlt, beginnen wir meist, nur noch zu reagieren, statt zu agieren. Wir verlieren den Zugriff auf unser eigenes Handwerkszeug.

Genau hier wird Business Etikette zum entscheidenden Hebel – als Verhaltenskodex, der Halt gibt.

Denn Etikette ist weit mehr als Benehmen. Sie ist die Struktur, die Sicherheit bietet, wenn es stürmisch wird. Wenn alles um Dich herum unsicher ist, geben Dir die klaren Spielregeln des professionellen Miteinanders die Stabilität zurück, in der Du handlungsfähig bleibst.

Was Du jetzt für Dich tun kannst, um im Veränderungsprozess nicht selbst verloren zu gehen:

🔹 Schaffe Dir eigene Spielregeln: Wenn das Unternehmen keine Klarheit liefert, hol Dein Team zusammen. Definiert gemeinsam: Wie gehen wir jetzt miteinander um? Wie kommunizieren wir? Was ist uns wichtig? Wie schaffen wir untereinander Verlässlichkeit? Das schafft Sicherheit im Kleinen, wenn das Große wackelt.

🔹 Nutze Deine Haltung als Schutz: Ein professionelles Auftreten und klare Kommunikationsstrukturen sind kein Selbstzweck. Sie sind Dein Schutzraum, um trotz des Drucks von oben Deine Integrität gegenüber Deinem Team zu wahren.

🔹 Setze Grenzen durch Professionalität: Ein klarer Verhaltenskodex erlaubt es Dir, sachlich und bestimmt einzufordern, was Du für Deine Arbeit brauchst, ohne in die emotionale Überlastung zu rutschen.

Die Professionalität zu wahren bedeutet in diesem Fall, die Kontrolle über das Einzige zu behalten, was Du im Veränderungsprozess wirklich steuern kannst: Dein eigenes Handeln und den Umgang mit Deinem Team.

Woran merkst Du zuerst, ob in der aktuellen Unruhe Deine eigene Professionalität zu bröckeln beginnt?

"Und? Wo sind die Zahlen?“, fragt der Chef.Er lehnt sich im Konferenzstuhl zurück und schaut meine Kundin erwartungsvoll...
17/05/2026

"Und? Wo sind die Zahlen?“, fragt der Chef.

Er lehnt sich im Konferenzstuhl zurück und schaut meine Kundin erwartungsvoll an. Die ganze Runde schweigt. Sie spürt, wie alle Blicke auf ihr lasten.

Sie schaut in ihre Unterlagen. In ihrem Kopf herrscht für eine Sekunde Leere. Sie weiß genau: Ihr Team hat die versprochene Zuarbeit nicht geliefert. Die Tabelle, die jetzt auf dem Screen sein müsste, existiert nicht.

In diesem Moment gibt es zwei Wege, die ich oft im Coaching sehe:

Der Vorwurf: „Mein Team hat es leider nicht rechtzeitig geschafft, ich habe mehrmals erinnert...“ (Man wirft das Team unter den Bus und wirkt gleichzeitig machtlos).

Die Rechtfertigung: „Das war so nicht geplant, wir hatten viele Krankheitsfälle und eigentlich...“ (Man macht sich klein und bittet um Entschuldigung für Umstände, die man führen sollte).

Meine Kundin hat sich für den dritten Weg entschieden.

Sie hat tief durchgeatmet. Die Pause ausgehalten, auch wenn sie sich wie eine Ewigkeit anfühlte. Dann hat sie ihren Chef direkt angesehen.

„Die Zuarbeit liegt heute nicht in der Qualität vor, die wir hier brauchen. Ich werde das Thema bis morgen 10 Uhr klären und Ihnen das Ergebnis nachreichen. Lassen Sie uns jetzt mit Punkt 2 weitermachen.“

Kein Gejammer. Keine Schuldzuweisungen.

Souveränität zeigt sich nicht, wenn alles perfekt läuft. Sie zeigt sich genau in diesem Moment der Störung.

Wenn Du den Druck nicht sofort mit Worten wegzudrücken versuchst, sondern die Situation annimmst und handlungsfähig bleibst.

In der Sandwich-Position bist Du oft der Puffer für Fehler, die Du nicht selbst gemacht hast. Aber Du bist auch die Architektin Deiner eigenen Wirkung. Wer in der Krise die Ruhe bewahrt, strahlt eine Kompetenz aus, die weit über jede Excel-Tabelle hinausgeht.

Hast Du schon einmal erlebt, dass Dir im entscheidenden Moment die Zuarbeit fehlte? Wie hast Du reagiert?

Adresse

Friedrichstraße 95
Friedrichstraße
10117

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