Imke Götz zert. Business & Personal Coach - Impulsvorträge

Imke Götz zert. Business & Personal Coach - Impulsvorträge Ich begleite Führungskräfte, Teams und Organisationen auf dem Weg zu mehr Klarheit, Achtsamkeit und Empathie in Kommunikation, Führung und Zusammenarbeit.

Mitarbeiter dein wertvollstes Gut im UnternehmenFinden du Mitarbeitergespräche nervig, langweilig oder anstrengend? Lass...
09/04/2026

Mitarbeiter dein wertvollstes Gut im Unternehmen

Finden du Mitarbeitergespräche nervig, langweilig oder anstrengend?

Lass dich inspirieren, wie minimale Änderungen der Worte viel bewirken können

Wie du durch eine gute Vorbereitung im Gespräch mehr Klarheit schaffen kannst

Wie du durch eine andere Haltung andere Gesprächsergebnisse erzielen kannst

Donnerstag 13.04. 2026 um 19.00 Uhr

Hier ist der Link zur Anmeldung https://www.stadtmarketing-gunzenhausen.de/workshops.html

🧠 Respektvoll kommunizieren. Klar reagieren. Jetzt Anmelden!Achtsamkeit hilft, Grenzen zu erkennen und Konflikte frühzei...
27/02/2026

🧠 Respektvoll kommunizieren. Klar reagieren. Jetzt Anmelden!

Achtsamkeit hilft, Grenzen zu erkennen und Konflikte frühzeitig zu vermeiden.
In diesem Workshop lernen Sie, respektvolle Zusammenarbeit aktiv zu gestalten.

🎓 Mit Imke Götz, Business- & Personal-Coach
👉 Jetzt anmelden und Kommunikation stärken.

Die Workshops stehen allen Interessierten offen – privat wie geschäftlich.

In meinem Unternehmen gibt es keine Einzelkämpfer.Aber auch kein Team im klassischen Sinn.Eher Individualisten, die geme...
22/12/2025

In meinem Unternehmen gibt es keine Einzelkämpfer.
Aber auch kein Team im klassischen Sinn.
Eher Individualisten, die gemeinsam wirken. 🌿

Beides hat seinen Wert.
Denn Individualität sorgt für Bewegung, neue Gedanken und Eigenverantwortung. Teamstrukturen hingegen geben Halt, Richtung und Verbindung. Die Kunst ist, beides so zu verbinden, dass Eigenverantwortung und Kooperation gelebt wird. 🤝

Viele Menschen verstehen unter einem Team einen Zusammenschluss mehrerer Personen – meist mehr als drei –, die gemeinsam ein Ziel verfolgen oder eine Aufgabe lösen.
Ein Team ist also ein Konstrukt, das sich über klare Kriterien definiert:

🔹 ein gemeinsames Ziel
🔹 eine formelle oder informelle Struktur
🔹 eine Aufteilung nach Rollen, Aufgaben und Verantwortlichkeiten
🔹 eine gemeinsame Teamidentität

👥 Teamarbeit ist sinnvoll, wenn
- Aufgaben komplex sind,
- unterschiedliche Perspektiven gebraucht werden,
- Beteiligung Akzeptanz schaffen soll,
- oder Projekte langfristig und vielschichtig sind.

🚫 Teamarbeit macht wenig Sinn, wenn
- Aufgaben überschaubar sind,
- Einzelinteressen zu stark dominieren,
- Machtverhältnisse oder autoritäre Strukturen das Miteinander blockieren.

Ich habe gelernt:
Echte Zusammenarbeit entsteht nicht, weil Menschen formal ein Team bilden. Sie entsteht, wenn jede und jeder Verantwortung für das eigene Handeln übernimmt und versteht, wie es in das Ganze wirkt. 🧭

Ich arbeite mit Menschen, die selbstständig denken und handeln. Die wissen, wann Rücksprache wichtig ist und wann nicht. Die keine Aufgaben brauchen, sondern Klarheit. Und die den Mut haben, Entscheidungen zu treffen, auch wenn niemand daneben steht.

Das funktioniert nur, wenn Vertrauen keine Floskel ist, sondern Praxis.
Wenn ich als Führungskraft aushalte, dass Dinge anders gemacht werden, als ich es tun würde.
Wenn ich Kontrolle loslasse, ohne Verantwortung abzugeben.

Das war ein Lernprozess. ✨
Früher dachte ich, Zusammenhalt entsteht durch enge Abstimmung.
Heute weiß ich, dass Nähe auch ersticken kann, wenn sie zu stark reguliert. Ein gutes Miteinander entsteht nicht, weil alle alles gemeinsam machen, sondern weil jeder weiß, wo sein Platz im Ganzen ist und diesen Platz ernst nimmt.

Meine Erfahrungen in Unternehmen sind, dass hinter der Idee vom „Wir“ sich dann fehlende Entscheidungen, unklare Zuständigkeiten oder unausgesprochene Konflikte befinden.
Das Team wird zur Maske – nicht zum Raum für Verantwortung auf dem Weg zum Ziel.

Ich wünsche mir eine Arbeitswelt, in der wir anders auf Zusammenarbeit schauen:
🌿 weniger Harmonie, mehr Konfliktkompetenz
🤝 weniger Kontrolle, mehr Vertrauen
🧭 weniger Gruppendynamik, mehr Bewusstsein für das eigene Wirken

Das ist kein Widerspruch zu Gemeinschaft.
Im Gegenteil.
Es ist die Grundlage für echte Verbundenheit. 💬



Wie erleben Sie das in Ihrem Umfeld?
Wo fördert Teamarbeit Verantwortung und wo verhindert sie sie?

Foto: Florian Beier

Laut zu sein hat in unserer Arbeitswelt keinen guten Ruf.Laut gilt als unbeherrscht, emotional, unprofessionell.Leise da...
18/12/2025

Laut zu sein hat in unserer Arbeitswelt keinen guten Ruf.
Laut gilt als unbeherrscht, emotional, unprofessionell.
Leise dagegen steht für Souveränität, Kontrolle und Sachlichkeit.

In vielen Gesprächen erlebe ich, dass Lautstärke schnell als Problem gilt. Wenn jemand laut wird, heißt es: „Der war aggressiv“, „Die ist aus der Rolle gefallen“.
Laut = Wut. Wut = Schwäche.

Doch das ist ein Missverständnis.
Laut kann vieles bedeuten und nicht jede Lautstärke ist Angriff.
Manchmal ist sie ein Hilferuf. Ein Zeichen von Überforderung, das eigentlich sagt: „Ich werde nicht gehört.“
Manchmal ist Lautstärke einfach Energie, die sich einen Weg sucht, weil sie zu lange gestaut wurde.

Ich denke an Führungskräfte, die solche Momente erleben:
Ein Mitarbeiter hebt die Stimme, sagt etwas lauter, als es „üblich“ ist.
Der Rest des Raums friert ein.
Alle schauen zur Führungsperson.
Was sie jetzt tut, entscheidet darüber, ob Verbindung bleibt oder ob sie abreißt.

Viele reagieren mit Rückzug oder Mahnung: „Bitte bleiben Sie sachlich.“
Das ist verständlich.
Denn Lautstärke löst etwas in uns aus. Sie aktiviert, verunsichert, erinnert vielleicht an eigene alte Erfahrungen.
Aber gerade in solchen Momenten ist es wichtig, präsent zu bleiben.

Führung bedeutet dann nicht, Ruhe zu erzwingen, sondern zu verstehen. Nicht die Lautstärke zu kontrollieren, sondern die Botschaft dahinter wahrzunehmen.
Was will hier eigentlich gehört werden?
Was braucht der Mensch, der laut geworden ist?
Und was löst es in mir aus, wenn jemand laut wird?

Ist ein weiteres Gespräch gerade möglich?

Ich habe in Coachings oft erlebt, dass sich in genau diesen Momenten das Entscheidende zeigt:
Wie sicher sich jemand im Team fühlt.
Wie sehr Konflikte Raum haben dürfen.
Wie viel Beziehung tatsächlich trägt, wenn Spannung spürbar wird.

Lautstärke ist Energie.
Und Energie, die verurteilt wird, statt verstanden, verwandelt sich in Distanz. Doch Energie, die wahrgenommen wird, kann in Klarheit übergehen.

Führung beginnt dort, wo wir uns trauen, hinzuhören, wenn es laut wird. Nicht, um zu beschwichtigen. Nicht, um zu erziehen. Sondern um zu verstehen, was das Lautsein wirklich sagen will.

In meinen Kommunikationstrainings erleben Führungskräfte oft, dass genau dort Wachstum entsteht – im Moment, in dem es unbequem wird.
Weil dann sichtbar wird, was sonst unausgesprochen bleibt.

Wie reagieren Sie auf Lautstärke?

Es ist leicht, sich zu verlieren, wenn man zu lange in den Schuhen eines anderen läuft. 👟In meinen Coachings begegnet mi...
15/12/2025

Es ist leicht, sich zu verlieren, wenn man zu lange in den Schuhen eines anderen läuft. 👟

In meinen Coachings begegnet mir dieses Thema immer wieder, besonders bei Führungskräften, die empathisch und zugewandt führen wollen. Sie hören zu, zeigen Verständnis, nehmen Spannungen im Team wahr und versuchen, auf alles eine Antwort zu finden.

Doch manchmal geschieht dabei etwas Unbewusstes:
Sie stellen sich so sehr in die Perspektive anderer, dass sie ihre eigene verlieren. Dann wird anstrengend.

Empathie bedeutet, sich in die Welt des anderen hineinzuversetzen.
Es ist, als würde man in den Schuhen des anderen laufen, um zu verstehen, was drückt oder wo der Weg schwierig wird.
Aber diese Schuhe gehören nicht uns. Und sie sollten es auch nie werden.

Viele Menschen kennen genau diese Dynamik:
Sie nehmen die Sorgen und Spannungen anderer so stark wahr, dass sie sie noch lange nach Feierabend beschäftigen. Das Mitgefühl ist aufrichtig und zugleich beginnt eine unbemerkte Verschiebung.
Die Grenze zwischen dem eigenen Empfinden und dem der anderen wird unscharf und plötzlich tragen sie Lasten, die gar nicht ihre sind.

Empathie ist kein Mit-Leiden, sondern ein Mit-Fühlen. 🌿
Sie bedeutet, Resonanz zuzulassen, ohne die eigene Grenze aufzugeben.
Wer empathisch führt, braucht innere Klarheit:
Wessen Emotion halte ich gerade: Meine oder die des anderen?
Wo endet mein Verständnis, und wo beginnt die Verantwortung des Gegenübers?

In Zeiten, in denen Empathie als hoch im Kurs steht, geht diese Balance oft verloren.
Zu viel Nähe kann auslaugen, zu viel Distanz kann entfremden.
Wirklich reife Empathie entsteht zwischen diesen Polen. Dort, wo Mitgefühl und Selbstwahrnehmung sich die Hand geben.

Empathisch zu führen heißt nicht, sich in andere hineinzuverstricken.
Es heißt, präsent zu bleiben – in Verbindung mit dem anderen und gleichzeitig mit sich selbst.

Denn Empathie braucht Bewegung:
hinein in die Perspektive des anderen und wieder zurück in die eigenen Schuhe. 👣



Wie bewusst gelingt es Ihnen, empathisch zu bleiben ohne die eigene Klarheit zu verlieren? 💬

Ich habe Empathie neu verstanden – beim Spielen mit einer Carrerabahn. 🚗Am Wochenende hatte ich Familienbesuch mit Enkel...
11/12/2025

Ich habe Empathie neu verstanden – beim Spielen mit einer Carrerabahn. 🚗

Am Wochenende hatte ich Familienbesuch mit Enkeln. Wir bauten die Carrerabahn auf und hatten eine Menge Spaß beim Wettrennen.

Abends als unser Besuch abgefahren ist, wollten wir es nochmal wissen - wer ist schneller.

Wir rasten im Kreis, mal flog der eine, mal der andere aus der Kurve.

Dann merkte ich - ich will was anderes - nicht mehr schnell, nicht mehr die Hektik, den Stress - nicht mehr das Gegeneinander, sondern MITEINANDER.

Gleiches Tempo, gleiche Kurve, gleiche Linie.

Was anfangs nach einem Kinderspiel klang, wurde zur Herausforderung. Mal war mein Partner zu schnell, mal zu langsam. Mal zog ich vor, mal fiel ich zurück.
Es war gar nicht so leicht, den Rhythmus zu halten, wenn der andere den Takt vorgibt.

Da fiel mir ein Satz von Marshall B. Rosenberg ein:

„Empathie führt nicht – sie folgt.“ 🌿

Empathie heißt nicht, vorauszufahren und den Weg zu bestimmen. Empathie heißt, aufmerksam zu werden. Zu spüren, wo wie viel Tempo beim anderen gerade möglich ist, zu akzeptieren, wie schnell wie langsam der andere fährt.

Führung funktioniert ähnlich. 🧭
Viele glauben, Führung bedeute, voranzugehen, Orientierung zu geben, Tempo zu machen. Und ja, das ist ein Teil davon.

Empathie bringt eine andere Bewegung hinein. Sie erinnert uns daran, dass Führen ohne Selbst- und Fremdwahrnehmung keine Verbindung schafft.

Wenn wir immer vorne fahren, verlieren wir den Kontakt.
Wenn wir zu sehr folgen, fühlen sich Menschen eingeengt, bedrängt und nicht akzeptiert.

Empathische Führung balanciert beides:
🤝 Sie folgt der Beziehung wegen.
💬 Und sie führt um Ziele zu erreichen.

In Coachings erlebe ich oft Führungskräfte, die diese Spannung gut kennen:
Zwischen dem Wunsch stark zu sein und der Fähigkeit sich einzustimmen.
Empathie bedeutet, den inneren Abstand zu verringern, ohne dabei sich selbst zu verlieren.

Beim Fahren mit der Carrerabahn bedeutet es, sich seiner eigenen Spur bewusst zu sein, während man neben dem anderen fährt.

Das braucht Bewusstheit, Übung und Selbstreflexion, manchmal einfach mitzuschwingen, statt zu steuern.

Vielleicht ist das das Schönste, was man auf einer Carrerabahn lernen kann:
Dass Führung nicht immer darin besteht, schnell zu gewinnen.
Sondern darin, in Verbindung zu bleiben, während alles in Bewegung ist mit dem Blick auf das Ziel.

Gegen einen Sprint ist zum ein oder anderen Zeitpunkt nichts einzuwenden. Doch auf Dauer steigt die Gefahr, dass es einem so geht wie uns zu Beginn: Wir fliegen aus der Bahn und der Schaden betrifft Menschen.



Wie gelingt es Ihnen, im Führungsalltag den Rhythmus anderer wahrzunehmen – ohne sich selbst zu verlieren?

Alle reden von AI – Artificial Intelligence.Mich beschäftigt gerade viel mehr EI – Emotionale Intelligenz.Denn während d...
08/12/2025

Alle reden von AI – Artificial Intelligence.
Mich beschäftigt gerade viel mehr EI – Emotionale Intelligenz.

Denn während die künstliche Intelligenz rasant lernt, Muster erkennt und Entscheidungen trifft, verlernen viele Menschen, sich selbst und andere wirklich zu spüren.

In meiner Arbeit als Business-Coachin erlebe ich jeden Tag, wie sehr emotionale Intelligenz die Qualität von Führung prägt. Egal, ob es um die Führung des eigenen Selbst oder eines Teams geht.

Emotionale Intelligenz sollt kein nettes Add-On sein, sondern als Kernkompetenz. Denn Empathie, Selbstwahrnehmung und emotionale Klarheit sind das, was Teams wirklich trägt. Besonders dann, wenn Entscheidungen schwierig werden oder Unsicherheit den Alltag prägt. 🌿

Emotionale Intelligenz bedeutet, die eigenen Emotionen zu kennen, zu verstehen und bewusst zu regulieren.
Sie bedeutet auch, die Emotionen anderer wahrzunehmen, ohne sie zu bewerten und dabei handlungsfähig zu bleiben.

Gerade jetzt, wo KI uns Arbeit abnimmt, Daten ordnet und Prozesse beschleunigt, braucht es etwas, das kein Algorithmus ersetzen kann:
Menschliche Präsenz. Bewusstsein. Beziehung.

Ich bin überzeugt, dass emotionale Intelligenz trainierbar ist (es sei denn das Gehirn ist durch Krankheit oder Unfall geschädigt ). Und zwar nicht durch Tools, sondern durch Aufmerksamkeit.
Ein Moment der Selbstreflexion kann oft mehr verändern als ein ganzer Workshop:

- Wie reagiere ich, wenn mich jemand kritisiert?
- Was passiert in mir, wenn jemand laut wird?
- Wie bewusst bin ich mir meiner Wirkung auf andere?

Gute Führung heißt für mich, diese Fragen auszuhalten und daraus zu lernen.
Denn emotionale Intelligenz entsteht nicht im Kopf, sondern in einer wertschätzenden Haltung, mit der wir in Beziehung treten.

AI kann Wissen teilen.
EI kann Verbindung schaffen.

Und genau das brauchen Unternehmen heute:
Führungskräfte, die nicht nur denken, sondern fühlen und wissen, wie beides zusammenwirkt. 🤝 Ein Weg, dass Mitarbeiter gerne im Unternehmen arbeiten und somit Fluktuation vorzubeugen.

Glauben Sie, dass emotionale Intelligenz in Unternehmen denselben Stellenwert bekommt wie technisches Know-how?



Foto: Florian Beier

Das Wort Schuld begegnet mir in meiner Arbeit immer wieder.Und jedes Mal spüre ich, wie schwer es in einem Gespräch werd...
04/12/2025

Das Wort Schuld begegnet mir in meiner Arbeit immer wieder.

Und jedes Mal spüre ich, wie schwer es in einem Gespräch werden kann. Schuld engt ein. Sie nimmt uns die Luft zum Atmen und oft auch die Klarheit darüber, was wirklich zu uns gehört.

Viele Menschen tragen über Jahre eine Last, die gar nicht ihre ist. Sie fühlen sich schuldig für die Emotionen anderer: für Enttäuschung, Ärger oder Traurigkeit. Hinter dieser Haltung steckt meist etwas sehr Menschliches. Und zwar das Bedürfnis, Harmonie zu bewahren oder sich verbunden zu fühlen. Doch genau dort entsteht eine Verwechslung, die Kraft kostet: die Verwechslung von Schuld und Verantwortung. 🌿

In der Gewaltfreien Kommunikation (GFK) ist dieser Unterschied zentral.
Wir gehen davon aus, dass jeder Mensch selbst für seine Gefühle verantwortlich ist, weil Gefühle aus unerfüllten oder erfüllten Bedürfnissen entstehen.
Das bedeutet: Ich verursache die Gefühle anderer nicht – ich berühre sie.

Dieser Perspektivwechsel verändert Beziehungen nachhaltig.
Wenn wir aufhören, uns für die Emotionen anderer schuldig zu fühlen,
können wir gleichzeitig empathischer und freier werden. 💬

Ich erinnere mich an eine Klientin, die sich viele Jahre für die Reaktionen eines nahestehenden Menschen verantwortlich fühlte. Sie glaubte, dass sein Ärger etwas über ihr Versagen aussagte. Erst als sie verstand, dass sie seine Emotion nicht kontrollieren kann – wohl aber ihre Haltung dazu – fiel etwas spürbar von ihr ab.
Ihr Körper reagierte sofort: Die Schultern sanken, die Stimme wurde ruhiger. Es war, als hätte sie die Erlaubnis bekommen, endlich wieder bei sich selbst anzukommen.

💡 Schuld trennt. Verantwortung verbindet.
Schuld hält uns in der Vergangenheit.
Verantwortung bringt uns in die Gegenwart
Dorthin, wo wir gestalten können.

In der GFK bedeutet Verantwortung:
Ich erkenne, was in mir vorgeht.
Ich achte darauf, was ich sende.
Und ich bleibe in Verbindung - mit mir und mit dem anderen.

Manchmal reicht genau das, um etwas zu verändern:
nicht mehr erklären, warum etwas so ist, sondern still bei sich zu bleiben und wahrzunehmen was das Gegenüber wirklich braucht.

Denn echte Empathie entsteht nicht aus Schuld, sondern aus Bewusstsein.

„Was wäre, wenn du das Wort Schuld durch Verantwortung ersetzt?“

Ein „hmmm“ kann mehr Verbindung schaffen als tausend gut gemeinte Erklärungen.Manchmal braucht es kein kluges Argument, ...
01/12/2025

Ein „hmmm“ kann mehr Verbindung schaffen als tausend gut gemeinte Erklärungen.

Manchmal braucht es kein kluges Argument, keinen langen Satz, kein „Ich verstehe dich“. Manchmal reicht ein „aaah“ oder „hmmm“.

Diese beiden kleinen Laute sind erstaunlich kraftvoll.
Sie sind die Sprache des Mitgefühls jenseits von Rechtfertigung, Analyse oder Ratschlag. Sie sagen: Ich bin da. Ich höre. Ich bleibe, weil du mir jetzt wichtig bist und es dir gerade nicht gut geht.

In einem Coaching erzählte mir kürzlich eine Führungskraft von einem Mitarbeiter mit dem es seit Monaten schwierig war. Er hatte ihn wiederholt auf Fehler angesprochen, mit Geduld, mit Verständnis und trotzdem war nichts besser geworden.
Zuletzt gab es erneut einen Vorfall und in dem Gespräch danach fühlte er sich…
unsicher
starr
Fast emotionslos.

Er sagte: „Ich hab als Führungskraft die Verantwortung, doch ich will auch mitfühlen können und nahbarer werden.”

Und genau das ist die Zerrissenheit, die viele Führungskräfte kennen:
Die Spannung zwischen Empathie und Verantwortung, zwischen Menschlichkeit und Pflicht. ⚖️

Was da passiert, ist eine Dynamik aus zwei Seiten:
Ein Mitarbeiter, der gerade überfordert, unsicher oder bedrückt ist. Und eine Führungskraft, die versucht, beides zu halten: Die Situation und den Menschen.
Wenn Worte in so einem Moment zu Werkzeugen werden („Ich verstehe, aber…“), verliert das Gegenüber das Gefühl, wirklich gesehen zu werden.

Ein „aaah“ oder „hmmm“ öffnet genau dort einen Raum:
Ohne Bewertung, ohne Eile, ohne Lösung.
Es ist der Moment, in dem ein Mensch wahrnimmt, was im anderen passiert und kurz aufhört, etwas tun zu müssen.

Mitgefühl entsteht nicht durch Reden, sondern hauptsächlich durch Dasein. Durch die Fähigkeit, den Schmerz oder Bedrücktheit des anderen zu akzeptieren und auszuhalten, ändert sich der Gefühlszustand des anderen. 🌿

Für viele Führungskräfte ist das ungewohnt.
Denn unser Denken ist auf Handeln ausgerichtet, nicht auf Halten.
Doch Empathie heißt nicht, die Verantwortung abzugeben – sie heißt, den Menschen zu sehen, auch wenn ich handeln muss.

Probieren Sie im nächsten Gespräch darauf zu achten mehr zuzuhören und weniger zu reden durch einfache Laut wie “aaah” oder “hmmm” .

Woran erkennen Ihre Gesprächspartner, dass Sie ihnen mitfühlend zuhören?

Wenn Wut eine Farbe hätte, wäre sie grün. Wie vieles, was wachsen will. 🌿Ich arbeite gerade an einem neuen Vortrag und w...
27/11/2025

Wenn Wut eine Farbe hätte, wäre sie grün. Wie vieles, was wachsen will. 🌿

Ich arbeite gerade an einem neuen Vortrag und wie so oft merke ich, dass ich dabei selbst am meisten lerne.
Diesmal geht es um Wut.
Ein Gefühl, das wir in der Arbeitswelt selten willkommen heißen.
Zu laut, zu unbequem, zu unkontrollierbar.

In der fernöstlichen Philosophie wird Wut dem Holzelement zugeordnet.
Dieses Element steht für Wachstum, Aufbruch und Kreativität. Für die Energie, die Neues hervorbringt.
Seine Farbe ist Grün, seine Jahreszeit der Frühling. 🌱
Alles wächst nach oben, dehnt sich aus, sucht Raum und Richtung.

Wenn dieses Element im Gleichgewicht ist, äußert es sich in Geduld, Klarheit und schöpferischer Kraft.

Wenn es aus der Balance gerät dann schießt die Energie nach oben. Wie ein Trieb, der schnell wachsen will. Wut möchte gehört werden, sie möchte etwas anders haben, um ihr Ziel /Bedürfnis erreichen.

Begegnet uns jemand, der sehr wütend ist sagen wir dann: „reg dich ab“ oder „cool down“ – und nicht „cool up“.

Fehlt im Holzelement Energie – sprich gibt es keine innere Erlaubnis zur sinnvollen Emotion Wut lassen wir die Flügel hängen, trauen wir uns nicht aufzubäumen und geben nach. Die Stimmung sinkt, die Motivation sinkt und es stagniert und geht dann irgendwann abwärts.

Darum

Wut will etwas bewegen, was feststeckt.
Sie ist die Kraft, die aufrüttelt, wenn zu lange Ruhe war. Wenn sie verstanden wird, kann sie klären, statt zerstören. Sie zeigt, wo etwas aus dem zu kurz kommt. In uns oder im System, in dem wir arbeiten.

Ich erlebe in meinen Coachings häufig Führungskräfte, die mit dieser Energie ringen.
Die gelernt haben, ruhig zu bleiben, sachlich zu argumentieren, Konflikte zu vermeiden. Doch manchmal bedeutet gute Führung, diese Energie bewusst zuzulassen. Konflikte willkommen zu heißen. Nicht, um zu verletzen, sondern um das zu benennen, was gesehen werden muss.

Wut ist kein Gegner.
Sie ist ein Signal.
Sie zeigt, dass etwas wachsen will
Vielleicht eine Grenze, vielleicht ein neuer Gedanke, vielleicht ein anderer Umgang miteinander.

Klaus Eidenschink hat einmal gesagt:
„Manchmal müssen wir Konflikte schüren, um Bewegung in Stagnation zu bringen.“

Ich finde, darin steckt viel Wahrheit.
Denn Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht.
Aber ohne Bewegung wächst gar nichts. 🌾



Wie erleben Sie Wut in Ihrem beruflichen Alltag – als Störung oder als Möglichkeit, etwas in Bewegung zu bringen?

Adresse

Marktplatz 17
Gunzenhausen
91710

Öffnungszeiten

Montag 08:00 - 12:30
Donnerstag 08:00 - 12:30

Benachrichtigungen

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