Janine Lampprecht CEO Grenzlotsen GmbH

Janine Lampprecht CEO Grenzlotsen GmbH CEO und Gründerin der Grenzlotsen. Wir gestalten Internationale Warenverkehre sicher und effizient.

Es geht um Zollwert! Und Achtung, du solltest auch weiterlesen, wenn du nicht direkt zollverantwortlich bist!Viele fokus...
16/04/2026

Es geht um Zollwert! Und Achtung, du solltest auch weiterlesen, wenn du nicht direkt zollverantwortlich bist!

Viele fokussieren sich beim Import auf die richtige Zolltarifnummer, weil damit die Zollabgaben berechnet werden. Aber die wenigsten Personen fragen sich: Welcher Wert ist denn die Grundlage?

Hier lauert richtig Ärger, wenn man nicht aufpasst.

Wichtig: Zollwert ist nicht gleich Warenwert!

Zum Zollwert gehören nämlich auch Hinzurechnungs- oder Abzugsfaktoren, die viele im Importprozess nicht berücksichtigen.

Die Gängigsten, sind:

Beförderungskosten bis zu EU Eintrittsgrenze

Lizenzgebühren

Werkzeugkosten, Analyse- und Qualitätskosten

Ebenfalls wichtig: Die Preisfindung zwischen verbundenen Unternehmen!

So oft kommt es vor, dass ausländische Produktionsstätten, also Tochter- oder Schwesterunternehmen, Waren in die EU versenden – verbunden mit Verrechnungspreisen.

Und auch hier lauern viele Gefahren, die in einer Zollprüfung Ärger bedeuten können.

Welche Überraschungen hast du bei deinen Importprozessen schon erlebt? (Waren dir alle genannten Punkte bekannt?)

„Die Zolltarifnummer vom Lieferanten – die können wir doch einfach übernehmen, oder?”Ein Geschäftsführer schaut mich erw...
16/04/2026

„Die Zolltarifnummer vom Lieferanten – die können wir doch einfach übernehmen, oder?”

Ein Geschäftsführer schaut mich erwartungsvoll an, auf der Suche nach Bestätigung.

Meine klare Antwort: „Nein, so einfach ist das nicht. Wenn die Daten falsch sind, tragen Sie am Ende die Verantwortung für die Einfuhr."

Stille.

„Aber die Zolltarifnummer steht doch auf der Rechnung. Und auf (http://zolltarifnummern.de/) kann ich sie auch ganz leicht finden."

Ich bin schon fast genervt, weil diese Antwort so häufig kommt.

Denn ja: Auf den ersten Blick wirkt es tatsächlich einfach.

Doch wer sich mit der Tarifierung beschäftigt, merkt schnell: Dahinter steckt viel mehr. Von den Allgemeinen Vorschriften AV1 bis AV6 bis zu unzähligen Sonderregelungen. Und es sind eben nicht „alles Teile von Maschinen" oder „Waren aus Kunststoff".

Wer hier Abkürzungen nimmt, riskiert Bußgelder, statt Einsparpotenziale zu nutzen.

Mein Reminder: Zolltarifnummern sind also keine Kleinigkeit. Wer sie ernst nimmt, schützt sein Unternehmen und wer nicht, zahlt später drauf.

Was sind Eure Erfahrungen?

16/04/2026

"Audits sind doch nur unnötige Bürokratie, kosten nur Zeit und Geld."

Ich sage: Ein Audit ist keine lästige Pflicht. Vielmehr ist es eine Chance für dein Unternehmen.

Warum?

Fehler frühzeitig erkennen, bevor sie teuer werden.

Versteckte Einsparpotenziale entdecken – von Zollvergünstigungen bis Prozessoptimierung.

Rechtskonformität stärken und Vertrauen bei Kunden & Behörden aufbauen.

Mehr dazu im Video. Ein Audit ist kein Papierkram ohne Nutzen, sondern ein Werkzeug, um dein Unternehmen effizienter, sicherer und profitabler zu machen.

Oder wie siehst du das?

Welche Erfahrungen hast du mit Audits im Zoll gemacht? 🤔

16/04/2026

Du willst international expandieren? Dann musst du die Zollvorschriften und Handelsgesetze jedes Landes kennen!

Andernfalls führt fehlendes Wissen auf deiner Seite ganz schnell zu teuren Fehlern.

Ich glaube 90% unserer Kunden haben schon negative Erfahrung mit dem Zoll gemacht, vor unserer Zusammenarbeit.

Das muss nicht sein!

Worauf du achten solltest (ein Ausschnitt):

Zollvorschriften und Handelsgesetze: Jedes Land hat eigene Vorgaben für Importe und Exporte. Vermeide Verzögerungen und Strafen durch eine genaue Kenntnis dieser Regeln.

Embargos und Sanktionslisten: Achte auf Embargos und Sanktionslisten, um rechtliche Probleme zu vermeiden, wenn du mit bestimmten Ländern handelst.

Incoterms: Die Incoterms regeln die Lieferbedingungen. Wähle sie sorgfältig, um Missverständnisse und Risiken zu vermeiden.

Das sind die Basics – ohne sie geht es nicht. Mehr dazu im Video

Welche Erfahrungen macht ihr aktuell mit neuen Märkten?

US-Zölle, 30 % – und was wir seit dem Interview gelernt habenVor einiger Zeit habe ich der Die Welt (danke an Steffen Bo...
18/02/2026

US-Zölle, 30 % – und was wir seit dem Interview gelernt haben

Vor einiger Zeit habe ich der Die Welt (danke an Steffen Bosse) zur Frage Stellung genommen:

👉 Trifft es den Mittelstand härter als große Unternehmen?
👉 Und wie sollten sich Unternehmen strategisch aufstellen?

Heute lässt sich sagen:
Viele der Risiken sind keine Theorie geblieben.

Was ich aktuell in Gesprächen mit Unternehmen sehe:

1. DDP wird zum echten Margenrisiko.
Wer weiterhin „Delivered Duty Paid“ anbietet, trägt faktisch ein handelspolitisches Risiko – oft ohne es sauber eingepreist zu haben.

2. Szenarien ohne belastbare Stammdaten sind wertlos.
Falsche Warennummern, unklare Ursprünge, unvollständige Wertbestandteile – das rächt sich jetzt.

3. Mittelständler sind nicht per se schwächer – aber selektiver.
Viele entscheiden heute viel klarer:
Mache ich dieses Geschäft – oder eben nicht?

Und genau das ist vielleicht die wichtigste Entwicklung:
Zoll wird zunehmend als strategische Managemententscheidung verstanden – nicht nur als operative Notwendigkeit.

Die aktuelle Phase zeigt:
Resilienz entsteht nicht durch Größe.
Sondern durch Transparenz, Entscheidungsstärke und die Bereitschaft, Geschäftsmodelle ehrlich zu hinterfragen.

Mich würde interessieren:
Wie hat sich euer Blick auf DDP und US-Geschäft in den letzten Monaten verändert?

Adresse

Spitalgasse 15
Herrenberg
71083

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