14/10/2026
🌊 14 Kernbohrungen an Land. 12 mitten in der Naab. ⚓ Und ein Mitarbeiter, den wir dafür zum Bootsführer schulen ließen.
In Schwandorf plant der Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Weiden, den Hochwasserschutz entlang der Naab. Im Auftrag der Gesellschaft für Baugeologie und -meßtechnik (gbm) haben wir dafür die Kernbohrungen der Baugrunderkundung ausgeführt, unter anderem in Ettmannsdorf.
Ein Teil der Aufschlüsse lag mitten im Fluss. Dort bohrte unser Kleinbohrgerät HD70, das auch an Land im Einsatz war, von einem Ponton aus. Vorab war eine Pontonstatik nötig, die alle Geräte und Ausrüstungsgegenstände an Bord berücksichtigt. Manövriert haben wir den Ponton per Schubboot, gesteuert von unserem eigens geschulten Bootsführer.
Die Endteufe bestimmte der Felshorizont. Im Lockergestein haben wir verrohrt im Rammkernverfahren gebohrt, im Fels mit Rotationskernbohrung und Spülung.
📋 Projektdaten im Überblick
▪ Aufschlüsse: 26 Kernbohrungen, davon 14 an Land und 12 vom Ponton aus in der Naab, Endteufen 10 bis 15 m.
▪ Gerätetechnik: Kleinbohrgerät HD70 an Land und auf dem Ponton, Ponton manövriert per Schubboot.
▪ Verfahren: Rammkernbohrung, durchgehend verrohrt, Ø mind. 140 mm, im Fels Rotationskernbohrung mit Spülung.
▪ Proben: Vollständige Kerngewinnung, Bodenproben je Meter und bei Schichtwechsel (Kategorie B nach DIN EN ISO 22475-1).
▪ Randbedingungen: Pontonstatik mit allen Geräten und Ausrüstungsgegenständen, Bootsführerschein für Binnengewässer.
✅ Die Kernbohrungen liefern die Datenbasis zu Schichtenfolge, Felshorizont und Grundwasserverhältnissen an Land und in der Naab. Damit steht die Grundlage für den geotechnischen Bericht und die weitere Planung des Hochwasserschutzes zur Verfügung.