Forstbetriebsgemeinschaft Günzburg - Krumbach e.V.

Forstbetriebsgemeinschaft Günzburg - Krumbach e.V. Forstbetrieb für Privat- & Kommunalwaldbesitzer

24/06/2026

2.500-mal Praxisstärke – Danke für euer Vertrauen! 🪵📈
​Servus Waldfreunde 👋!
​Wir haben die Marke von 2.500 Followern hier auf Facebook geknackt. Für eine forstliche Betriebsgemeinschaft ist das keine Selbstverständlichkeit, sondern ein starkes Zeichen aus der Region.
​Das zeigt mir vor allem eins: Der Wunsch nach ehrlichen Fakten von der Fläche, praxisnahen Informationen zum Holzmarkt und fundiertem Wissen zum Waldumbau ist riesengroß. Bei uns gibt es kein Marketing-Blabla, sondern die nackte Realität direkt aus dem Revier – von Praktikern für Praktiker.
​Ein herzliches Dankeschön an jeden einzelnen Waldbesitzer, Forstunternehmer und Naturbegeisterten, der uns hier folgt, unsere Beiträge teilt und den Austausch aktiv mitgestaltet. Ihr seid das Fundament für eine starke, private Forstwirtschaft im Landkreis.
​Wir machen genau so weiter: Hart an der Sache, vorausschauend im Waldbau und immer im Einsatz für euer Eigentum. Auf die nächsten Meilensteine! 💪🌲

22/06/2026

Die Eibe – Warum ich dieses vergessene Holz wieder in den Wald bringe! 🌲🏹

​Servus Waldfreunde 👋!

​Neben der Weißtanne setze ich seit etwa vier Jahren bei der Verjüngung unserer Bestände auf eine Baumart, die forstlich betrachtet fast völlig in Vergessenheit geraten ist: die Eibe (Taxus baccata). Was viele nicht wissen: Die Eibe ist unsere schattentoleranteste heimische Nadelbaumart und ein absolut faszinierendes Holz mit einer extremen Geschichte.

​Im Mittelalter war die Eibe die strategisch wichtigste Baumart Europas. Aufgrund der enormen Elastizität und Zähigkeit ihres Holzes war sie das begehrteste Material für den Bogenbau – insbesondere für die berühmten englischen Langbogen. Dieser immense Bedarf führte zu einer massiven Übernutzung, dem sogenannten „Eibensterben“, wodurch sie fast vollständig aus unseren Wäldern verdrängt wurde. Heute nutzen wir die Eibe im Zuge des Waldumbaus gezielt, um das Baumartenspektrum auf der Fläche zu erweitern und widerstandsfähige Strukturen im Unterstand aufzubauen.

​Als extreme Schattenbaumart kommt sie mit minimalem Licht aus und eignet sich hervorragend für den Voranbau unter Schirm. Sie wurzelt tief, stabilisiert den Boden und ist extrem langlebig. Für uns Praktiker ist die Eibe ein lebender Beweis dafür, dass moderner Waldbau auch bedeutet, die Schätze der Vergangenheit neu zu entdecken. Indem wir das Risiko auf viele verschiedene, robuste Arten verteilen, machen wir den Privatwald fit für die kommenden Jahrzehnte.

„Waldnaturschutz mit Verstand: So sichern wir die Bestände von morgen! 🪵🦇“​Servus Waldfreunde 👋!​Wer am Ball bleiben wil...
19/06/2026

„Waldnaturschutz mit Verstand: So sichern wir die Bestände von morgen! 🪵🦇“

​Servus Waldfreunde 👋!

​Wer am Ball bleiben will, darf nicht stillstehen. Gestern ging es für mich nach Wertingen zum Fortbildungstag „Waldnaturschutz“ für die schwäbischen forstlichen Zusammenschlüsse. Organisiert von der Forstwirtschaftlichen Vereinigung Schwaben e.V. und fachlich durchgeführt von der Fachstelle Waldnaturschutz Schwaben des AELF Krumbach-Mindelheim.

​Wir haben uns den ganzen Tag mit den Themen auseinandergesetzt, die für uns Waldbesitzer in der Praxis jetzt entscheidend sind:

​Umgang mit Schadflächen: Wie begründen und erhalten wir Lebensraumtypen und natürliche Waldgesellschaften auf Freiflächen?

​Aktive Ansätze: Schlaglichter zum Artenschutz, von der Zitterpappel bis hin zu alternativen Baumarten im Klimawandel.

​Artenschutz konkret: Ein spannender Blick auf die Mopsfledermaus in Schwaben.

​Praxis auf der Fläche: Nachmittags ging es direkt zur Exkursion ins nahegelegene Natura2000-Gebiet.

​Das Learning für unsere FBG: Naturschutz und nachhaltige Holznutzung schließen sich nicht aus – sie greifen ineinander, wenn man es mit forstlichem Sachverstand anpackt!

Zeigt euren Nachbarn, dass professionelle Waldbewirtschaftung nur durch ständige Weiterbildung funktioniert. Wer heute beim Waldnaturschutz auf altes Wissen vertraut, verpasst den Anschluss an den klimaresistenten Waldumbau! 👇🔥

17/06/2026

Baumartenvielfalt im Klosterwald – Warum der Tulpenbaum das Spektrum erweitert! 🌳🔬

​Servus Waldfreunde 👋!

​Wer den Waldumbau ernst nimmt, darf sich heute nicht mehr nur auf die klassischen heimischen Baumarten verlassen. Ein spannendes Beispiel dafür zeigt sich bei uns im Klosterwald: der Tulpenbaum. Als forstliche Alternativbaumart ist dieser Schnellwachser zwar kein alleiniges Zukunftsmaterial, aber er liefert einen entscheidenden Beitrag zur Erweiterung unseres forstlichen Baumartenspektrums.

​In Zeiten des Klimawandels ist Risikomanagement auf der Fläche das A und O. Der Tulpenbaum besticht durch sein rasantes Jugendwachstum und sein tiefreichendes Pfahlwurzelsystem. Das macht ihn oft unempfindlicher gegenüber Trockenperioden als unsere traditionelle Fichte. Wir nutzen ihn im Mischwaldkonzept, um Lücken zu füllen und um Schadflächen aktiv wieder zu bestocken. Seine Holzqualität ist hochgeschätzt und bietet neue Vermarktungschancen, was die Stabilität der Erträge für die Waldbesitzer erhöht. Aber er ist nur ein Element in einem Mosaik aus vielen Arten.

​Das Ziel ist ein vitaler, resilienter Mix aus robusten heimischen Baumarten wie Eiche und Weißtanne, ergänzt durch forstliche Gastbaumarten, wo es sinnvoll ist. Diese Vielfalt ist unser mechanischer und biologischer Schutzschild für die Zukunft. Wir Praktiker testen und pflanzen auf der Fläche die Wälder von morgen – durchdacht, vorausschauend und immer mit dem Fokus auf die langfristige Stabilität.

15/06/2026

Die Waldarbeiterelite im Wettkampf – Präzision am Limit! ⚙️🪓

​Servus Waldfreunde 👋!

​Am vergangenen Wochenende ging es im Königsbronner Teilort Ochsenberg richtig zur Sache. Am dortigen forstlichen Maschinenbetrieb der ForstBW haben sich die besten Forstwirte bei den 14. Baden-Württembergischen Waldarbeitermeisterschaften gemessen. Es war ein absolutes Spektakel der Präzision, Schnelligkeit und Arbeitssicherheit. Gleichzeitig lockte der große Waldtag tausende Besucher an – ein grandioses Schaufenster für unsere gesamte Branche!

​Wer glaubt, bei Disziplinen wie dem Kettenwechsel, dem Kombinationsschnitt, der Präzisionsrauigkeit oder dem rasanten Entasten geht es nur um Show, der täuscht sich gewaltig. Was die Profis dort am Samstag und Sonntag im sportlichen Wettkampf um die Krone gezeigt haben, ist das absolute Fundament unserer täglichen forstlichen Praxis. Jede Bewegung muss auf den Millimeter sitzen, jede Sekunde entscheidet – genau wie im echten Einschlag. Die Meisterschaften zeigen eindrucksvoll, auf welch extrem hohem Niveau das forstliche Handwerk heute agiert.

12/06/2026

Tot und doch so lebendig – Die unterschätzte Macht des Totholzes! 🪵🪲

​Servus Waldfreunde 👋!

​Wer durch den Bestand geht und nur das erntereife Holz sieht, der übersieht das heimliche Herzstück unseres Ökosystems: das Totholz. „Tot und doch so lebendig“ – dieser Hook trifft es auf den Punkt. Was für den Laien wie ein verfallender Baumstamm aussieht, ist für den Förster und Waldökologen ein hochkomplexes Habitat.

​Stehendes und liegendes Totholz ist die Lebensgrundlage für eine unvorstellbare Vielfalt an Organismen. Von spezialisierten Pilzarten, die das Holz abbauen und Nährstoffe in den Boden zurückführen, bis hin zu holzbewohnenden Käferarten, Moosen und Flechten – dieser Prozess der Zersetzung ist der Motor für die Bodenfruchtbarkeit und den Nährstoffkreislauf im Wirtschaftswald. Als FBG setzen wir bei der Kultursicherung und der Bestandespflege bewusst auf eine gezielte Totholzstrategie. Wir belassen gezielt ökologisch wertvolle Stämme im Bestand, sofern dies die Verkehrssicherung an Wegen und die forstliche Nutzung nicht unzumutbar einschränkt.

​Es geht um das richtige Maß: Wir steuern den Waldumbau aktiv. Wir nutzen das wertvolle Holz für unsere Mitglieder, lassen aber gleichzeitig genau dort Strukturen stehen, wo sie dem Ökosystem den größten Mehrwert bringen. Das ist keine „Natur sich selbst überlassen“-Attitüde, sondern angewandtes, verantwortungsbewusstes Forstmanagement. Wer die Zusammenhänge versteht, weiß: Ein Wald, der auch „absterbende“ Komponenten integriert, ist stabiler, resilienter und wertvoller für die Zukunft.

Raus in die Natur: Ein Nachmittag voller Wald-Abenteuer für die ganze Familie! 🌲🦊​Servus Waldfreunde 👋!​Habt ihr schon P...
10/06/2026

Raus in die Natur: Ein Nachmittag voller Wald-Abenteuer für die ganze Familie! 🌲🦊

​Servus Waldfreunde 👋!

​Habt ihr schon Pläne für den Donnerstag, den 18. Juni? Das Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Krumbach-Mindelheim lädt gemeinsam mit der Stadt Krumbach, den Bayerischen Staatsforsten, Dominikus-Ringeisen-Werk und uns von der FBG Günzburg-Krumbach herzlich zum großen Waldnachmittag ein! ​Unter dem Motto „Wald verbindet“ geht es von 14:30 bis 17:00 Uhr beim Krumbad in Krumbach rund. 📍

​Das Programm ist perfekt für Kinder im Grundschulalter:

​Auf Spurensuche: Meine FBG-Kollegin und mein Kollege unterstützen das Amt und zeigen den Kids alles rund um unsere heimischen Waldtiere. 🦊🦌

​Mitmachen & Entdecken: Es wird gebastelt, geforscht und spielerisch der Forst erkundet. 🛠️🔎

​Packt die Kids, dem Wetter angepasste Kleidung und festes Schuhwerk ein – die Teilnahme ist kostenlos und eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Kommt einfach vorbei!

Schafft Platz im Kalender und sorgt dafür, dass die Kids am 18. Juni ein echtes Naturerlebnis vor der Haustür haben. Wir sehen uns im Wald! 🥾👇

08/06/2026

Erkennbarkeit im Revier – Warum professionelle Waldbetreuung Gesicht zeigt! 🚜🌲

​Servus Waldfreunde 👋!

​Wer den Waldumbau und die Betreuung unserer Mitgliedsflächen ernst nimmt, kennt keinen kompletten Stillstand. Und genau deshalb hat sich letzte Woche einiges getan. Mein neuer Dienstwagen hat sein finales Gewand bekommen. Die Profis von haben wieder einmal eine absolut erstklassige Arbeit abgeliefert und das Branding der FBG perfekt auf die Straße und in den Wald gebracht. Vielen lieben Dank 🙏💚.

​Ab sofort bin ich bei meinen täglichen Fahrten zur Bestandesprüfung, zu den Kulturkontrollen oder bei der Holzaufnahme im Revier wieder sofort für jeden von euch erkennbar. Das ist mir persönlich verdammt wichtig. Professionelle Waldbetreuung findet bei uns nicht versteckt hinterm Schreibtisch statt, sondern transparent und greifbar direkt vor Ort auf der Fläche. Wenn das FBG-Logo am Waldrand steht, wissen die Waldbesitzer und Anwohner sofort: Hier wird gearbeitet, hier wird geschützt und hier wird die Zukunft des Waldes aktiv gestaltet.

​Die Erkennbarkeit schafft nicht nur Vertrauen, sondern ist auch ein klares Signal für Struktur und Professionalität in unserer Region. Als führender Dienstleister für den Privat- und Körperschaftswald im Landkreis setzen wir auf Qualität – vom präzisen Holzeinschlag über die Kulturpflege bis hin zum professionellen Auftritt nach außen. Ein herzliches Dankeschön an das Team von Komo Werbeland für die saubere und schnelle Umsetzung!

05/06/2026

Wildes Bayern – Vom sensiblen Gleichgewicht in unseren Wäldern 🔊🦌

​Servus Waldfreunde 👋!

​Ein kurzer, faszinierender Moment: Ein Reh springt im dichten Bestand ab. Für uns alle ist der Anblick unseres heimischen Schalenwildes ein fester und schöner Bestandteil des Walderlebnisses. Als Lebewesen gehört das Reh untrennbar in unsere Natur. Gleichzeitig erinnert uns dieser Anblick an die verantwortungsvolle Aufgabe, die wir als Waldbesitzer und Förster täglich tragen: Den gesunden Ausgleich zwischen dem Wild und der Entwicklung des Waldes zu sichern.

​Der Umbau hin zu klimaresistenten Mischwälder 💚🌳 🌲 ist eine Generationenaufgabe. Junge Bäume, insbesondere seltene Mischbaumarten wie die Tanne oder die Eiche, sind in ihren ersten Lebensjahren sehr empfindlich. Da Rehe Knospen und junge Triebe als Nahrungsquelle nutzen, braucht es auf der Fläche ein ausgewogenes Verhältnis. Ziel ist es nicht, das Wild zu verdrängen, sondern die Wilddichte so anzupassen, dass sich die neue Waldgeneration auch ohne aufwendige und teure Zaunanlagen natürlich und artenreich entwickeln kann. Eine angepasste Jagd ist hierbei ein unterstützendes Handwerk, um den nachwachsenden Bäumen eine Chance zu geben.

​Wald und Wild gehören zusammen – es ist kein Gegeneinander, sondern ein dauerhaftes, sensibles Austarieren. Nur mit gesunden Wildbeständen und gleichzeitig vitalen Mischwaldkulturen sichern wir die Zukunft unserer Reviere.

​ -wild

03/06/2026

Wildes Bayern 🔊🦅

​Servus Waldfreunde 👋!

​Dreht für einen Moment den Ton auf und schaut genau hin. Ein Storch sucht auf der Wiese nach Nahrung, während direkt über ihm ein Rotmilan seine Kreise zieht. Solche Aufnahmen wirken wie unberührte Postkartenidylle aus dem „wilden Bayern“.

Gerade der Rotmilan ist als Greifvogel extrem auf die Strukturen angewiesen, die wir im Wald gezielt schaffen. Er braucht neben offene Fläche auch lichte Altholzbestände für die Horstanlage, ist aber für die Jagd auf offene Flächen, Waldränder und strukturierte Kulturlandschaften angewiesen. Wenn wir im Zuge des Waldumbaus Bestände auflockern, Licht an den Waldboden lassen und gestufte Waldränder mit seltenen Mischbaumarten anlegen, schaffen wir genau diese existenziellen Lebensräume. Forstwirtschaft und aktiver Artenschutz sind bei uns untrennbar miteinander verzahnt. Wir steuern die Dynamik im Revier so, dass Ökonomie und Ökologie auf derselben Fläche Platz haben.

Nachhaltige Bewirtschaftung zerstört keine Lebensräume – sie sichert, pflegt und entwickelt sie erst recht für die Zukunft. Jedes Stück Holz, das wir nachhaltig ernten, schafft Platz für die nächste Generation Wald und sichert gleichzeitig die Artenvielfalt von morgen. Wir Praktiker liefern auf der Fläche jeden Tag den echten Beweis dafür, wie moderner Waldschutz funktioniert.

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