13/06/2026
🐀 Lebend gefangene Ratte – und dann?
Auf den Bildern ist eine junge Ratte zu sehen, die von einem Kunden lebend gefangen wurde. Danach stellte sich direkt die Frage: Was passiert jetzt mit dem Tier?
Genau hier wird es für Laien schwierig – und auch nicht ungefährlich. Eine lebende Ratte kann bei falscher Handhabung erheblichen Stress entwickeln und auch angreifen.
Einfach freilassen ist keine sinnvolle Option. Dadurch können Krankheitserreger, Parasiten und ein bestehender Befall verschleppt werden. Das eigentliche Problem am Objekt wird dadurch nicht gelöst.
Auch das Töten eines Wirbeltieres darf nicht „mal eben“ erfolgen. Dafür sind Sachkunde, fachliche Ausbildung und ein tierschutzgerechtes Vorgehen erforderlich, damit das Tier schnell, sicher und ohne vermeidbares Leiden getötet wird.
ℹ️ Was viele nicht wissen: Auch Totschlagfallen dürfen nicht ohne entsprechende Sachkunde beziehungsweise rechtliche Voraussetzungen eingesetzt werden.
Bei etablierten Befällen sind Fallen als Erstmaßnahme nicht sinnvoll. Sie beseitigen nicht die Ursache des Befalls, da sie nur einzelne Tiere fangen, und können dazu führen, dass Ratten zunehmend misstrauisch werden. Auf lang oder kurz wird den Tieren signalisiert, dass von bestimmten Bereichen oder Systemen Gefahr ausgeht.
Dieses Beispiel zeigt deutlich: Rattenbekämpfung ist nicht nur das Aufstellen einer Falle. Es geht um Hygiene, Infektionsschutz, Tierschutz, Fachkunde und eine passende Strategie.