24/09/2026
10 Tage Bhutan…
Und die Frage: Was können wir vom Osten lernen?
Die vergangenen zehn Tage war ich im Rahmen eines Retreats in einem Land unterwegs, das in vielerlei Hinsicht anders funktioniert als unsere westliche Welt.
Bhutan.
Wir sind gewandert, haben Klöster besucht, meditiert, buddhistische Rituale und Feste erlebt, mit Mönchen gesprochen und versucht, ein wenig tiefer in eine Kultur einzutauchen, in der Spiritualität bis heute ganz selbstverständlich zum täglichen Leben gehört.
Und natürlich haben wir dabei immer wieder unsere eigene Welt daneben gelegt.
Wir im Westen sind ziemlich gut darin, Dinge zu erreichen. Wir planen, optimieren, wachsen, setzen uns Ziele und messen Ergebnisse.
Hier begegnet einem eine andere Perspektive: Achtsamkeit, Mitgefühl, Gemeinschaft, Verbundenheit mit der Natur, die Akzeptanz von Veränderung und die Beschäftigung mit dem eigenen Inneren haben einen ganz anderen Stellenwert.
Mich hat deshalb in diesen Tagen immer wieder eine Frage beschäftigt:
Vielleicht brauchen wir gar keinen Gegenentwurf zu unserer westlichen Welt. Vielleicht brauchen wir eine bessere Balance zwischen beiden Welten.
Zwischen Leistung und Gelassenheit.
Zwischen Wachstum und Zufriedenheit.
Zwischen Tun und Sein.
Zwischen äußerem Erfolg und innerer Klarheit.
Vielleicht ist das sogar eine der spannendsten Erkenntnisse dieser Reise: Wir müssen uns gar nicht für eine Seite entscheiden.
Wir können uns aus beiden Welten etwas mitnehmen.
Bhutan hat mir dafür in zehn Tagen ziemlich viele Bilder, Begegnungen, Gedanken und Inspirationen mitgegeben.
Und manches davon werde ich vermutlich erst so richtig realisoerrn, wenn ich längst wieder zu Hause bin.
Danke an Tshering Yangzom und Franz Mühlbauer für die Organisation zu diesem Retreat/Seminar, unsere Gruppe und all die Menschen hier in Bhutan, die uns einen kleinen Einblick in ihre Welt gegeben haben. 🙏
Tashi Delek, Bhutan. 🇧🇹