25/03/2026
Entwicklung ist kein Zufall, sondern Zusammenspiel.
Im Laufe des letzten Jahres habe ich begonnen, einen 20-jährigen Wallach huforthopädisch zu betreuen.
Die Ausgangssituation:
Deutliche Fehlstellung der Vorderhufe, ungleichmäßige Belastung und klare Kompensationsmuster.
Relativ schnell wurde deutlich:
Die Ursache liegt nicht im Huf – der Huf zeigt nur, was im Körper passiert.
Die Stellung der Hufe und der Vordergliedmaßen ist immer ein Spiegel der gesamten Körperorganisation.
Der Wallach zeigte eine ausgeprägte Trageerschöpfung.
Der Rumpf war abgesackt, der Widerrist und der Brustkorb konnten nicht mehr aktiv getragen werden, die Vorhand hat dauerhaft zu viel Last übernommen.
Und genau das sieht man nicht nur unten an den Hufen, sondern im gesamten Körper.
Auf dem ersten Bild sieht man die Ausgangshufsituation, als ich begonnen habe, ihn zu bearbeiten.
Auf dem zweiten Bild sieht man die Hufsituation aktuell, Stand März 2026.
Auf dem dritten Bild sieht man das Pferd im Januar 2026. Da war es bereits physiotherapeutisch behandelt und wir haben begonnen, mit funktionalem Körpertraining zu arbeiten.
Das vierte Bild zeigt das Pferd nach acht Wochen funktionalem Körpertraining. Klar ist da noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht, aber man sieht eine deutliche positive Veränderung.
Der Unterschied:
Mehr Tragkraft im Rumpf, ein angehobener Brustkorb, eine veränderte Körperorganisation.
Parallel dazu hat sich auch die Hufsituation verändert:
Die Hufe stehen gerader, die Belastung ist ausgeglichener und die Vordergliedmaßen wirken insgesamt stabiler.
Der entscheidende Punkt dabei:
Huforthopädie allein kann viel bewirken, aber sie stößt an ihre Grenzen, wenn der Körper von oben nicht trägt.
Erst durch das Zusammenspiel aus:
Huforthopädie
Physiotherapie
und gezieltem, körperfunktionalem Training
kann sich das System wirklich nachhaltig verändern.