Physio Medletics

Physio Medletics Ich bin Physiotherapeut, Athletictrainer und Coach. Ich lebe Bewegung. Bei mir lernen Sie, sich auf Und dies in allen Belangen. Bewegung heißt Leben.

Wenn ich über unsere Werte spreche, dann sind mir Loyalität und ein zwischenmenschlich respektvoller Umgang am wichtigsten. Unser Team steht für kompetente, evidenzbasierte Physiotherapie und Trainingswissenschaft. Dabei zählen für uns Erfahrungsaustausch und der unbändige Wissenshunger als Grundpfeiler für die bestmögliche Arbeit mit unseren Kunden. Der ehrliche und freundliche Umgang und die tat

kräftige Unterstützung untereinander machen uns als Team unglaublich stark. Ein weiteres wichtiges Attribut, welches uns als „Medletics“ beschreibt, ist die Zielstrebigkeit. So geht es um Effizienz und Effektivität. Um dies zu erreichen, zählt für uns die interdisziplinäre Transparenz. Wir streben eine fachgebietsübergreifende Kommunikation an. Am Ende zählt für uns die Individualität des Gegenübers. MENSCHEN LEBEN – WIR LEBEN!

03/09/2026

Zittert deine Schulter in der endgradigen Position? Das ist selten ein Kraftproblem.

Ganz oben, am Ende der Bewegungsbahn, sichert dich passiv kaum noch etwas. Kapsel und Bänder sind auf Spannung, die knöcherne Führung im Glenohumeralgelenk gibt wenig her. Was übrig bleibt, ist aktive Kontrolle — und die hängt davon ab, wie schnell dein Nervensystem auf Störungen reagiert.

Genau da setzt die Übung an. Das Band überträgt keine konstante Last, sondern zieht unregelmäßig. Die am Band fixierte Kettlebell schwingt nach und verstärkt das über ihre Massenträgheit. Ergebnis: dauernd kleine, nicht vorhersehbare Störreize, auf die Rotatorenmanschette und Skapulastabilisatoren laufend nachregeln müssen. Reaktives Halten statt Ausweichmuster.

So dosierst du:
→ 3 bis 4 Sätze, 20 bis 30 Sekunden pro Seite
→ 60 Sekunden Pause
→ Progression über Bandspannung, Kettlebellgewicht und Nähe zur endgradigen Position, nicht über die Dauer
→ Abbruch, wenn die Skapula wegkippt, der Rumpf ausweicht oder es stechend zieht
Einordnung, ehrlich: Perturbationstraining ist an der Schulter deutlich schlechter untersucht als am Knie. Der Mechanismus ist plausibel und in der Praxis gut brauchbar, die Studienlage dünn. Bei akuten Schmerzen, nach Luxation oder frischer OP gehört das erst nach ärztlicher Abklärung ins Programm.

Dein Sascha


sportphysiotherapie athletictraining schultermobilität rehatraining kettlebell graz physiograz medletics

31/08/2026

Was im Bogen passiert: Die Stange wandert von Hüfte zu Hüfte, die Wirbelsäule geht in alternierende Lateralflexion, die Gegenseite bremst über den gesamten Weg exzentrisch mit. Der Rumpf arbeitet also nicht statisch, sondern reguliert laufend nach.

Das Band auf Taillenhöhe legt jetzt einen zweiten Kraftvektor drauf, und zwar quer zur Bewegung. Dein System muss den Bogen von oben und den Zug von der Seite gleichzeitig verrechnen. Genau dafür brauchst du Tiefenwahrnehmung aus Rumpf, Hüfte und Fuß, nicht mehr Kraft. Hodges und Richardson (1996, Spine) fanden bei Menschen mit Rückenschmerzen ein verzögertes Einsetzen des M. transversus abdominis. Timing-Thema.

Wichtiger Punkt, der oft untergeht: Ein fix verankertes Band zieht konstant und vorhersehbar. Dein ZNS stellt sich nach zwei, drei Wiederholungen darauf ein, und du trainierst vor allem feedforward. Echte Perturbation wird es erst, wenn ein Partner die Zugrichtung und die Spannung unangekündigt verändert.

Dosierung: leichte Last, 3 Sätze à 6 bis 8 Bögen pro Seite, je Bogen 2 bis 3 Sekunden. Band auf Taillenhöhe, Zug so dosiert, dass die Bahn noch sauber bleibt. Progression: fixe Verankerung, dann Partner mit wechselndem Zug, dann Blickfixation, dann Kopfdrehung gegen die Bogenrichtung. Abbruch, sobald du über Becken oder Hüfte ausweichst, die LWS ins Hohlkreuz rutscht oder du die Luft anhältst.

Euer Sascha

propriozeption resistanceband sportphysiotherapie athletictraining rückentraining returntosport krafttraining physiotherapie graz physiograz medletics

25/08/2026

Kennst du das? Du hängst im Ausfallschritt, versuchst die Hüfte aufzudehnen, aber gefühlt tut sich überhaupt nichts?

Mach’s dir einfacher und nutz einen Trick deines Nervensystems.
Sobald du deinen Po (Gluteus) und die Oberschenkelrückseite aktiv anspannst, schickt dein Rückenmark automatisch ein Entspannungssignal an die Vorderseite – also an deinen Hüftbeuger. Das nennt sich reziproke Hemmung: Spannst du den einen Muskel an, muss der Gegenspieler lockerlassen.

So machst du es richtig: Statt dich einfach nur passiv in den Stretch zu hängen, gehst du in den Ausfallschritt und spannst in der tiefsten Position die Pobacke des hinteren Beins richtig an.
* 5 Sekunden voll anspannen
* 5 Wiederholungen pro Seite
* 3 Sätze bei etwa 60 % Kraft
* 3 bis 4 Mal pro Woche
*
Wichtig: Hör sofort auf, wenn die Oberschenkelrückseite krampft, die Leiste schmerzt oder es im Bein kribbelt.
Ehrlicher Fun Fact am Rande: Die Wissenschaft streitet sich noch ein bisschen darüber, ob wirklich nur die Nerven für den Effekt sorgen oder ob sich dein Kopf einfach an die Dehnung gewöhnt. Fakt ist aber: Es funktioniert!

Auf welcher Seite zwickt deine Hüfte aktuell mehr? Schreib’s mir mal in die Kommentare!

Euer Sascha

18/08/2026

Für Manualtherapie und Übungstherapie bei CMD zeigten sich in einer Metaanalyse kleine bis moderate Effekte auf Schmerz und Mundöffnung, bei niedriger bis moderater Evidenzqualität (Armijo-Olivo et al., Physical Therapy, 2016). Heißt: Es hilft, aber selten allein.

Bei plötzlicher Kiefersperre, einseitiger Schwellung mit Fieber oder Taubheit im Gesicht gehört das zuerst ärztlich abgeklärt.

Gratis-Handout mit fünf Stationen nach Test — Skill — Re-Test, inklusive Dosierung und Red Flags! Schreib KIEFER in die Kommis!

Euer Sascha

manuelletherapie neurozentriertestraining nackenschmerzen schmerztherapie physiograz graz medletics

17/08/2026

Dein Quadrizeps ist nicht schwach. Dein Nervensystem erreicht ihn nur nicht.

Nach jeder Knieverletzung, jedem Erguss, jeder OP passiert dasselbe: die arthrogene Muskelinhibition. Das Gelenk schickt veränderten Input ins ZNS, und der Output an den Quadrizeps wird gedrosselt. Du kannst dann 12 Wochen Beinpresse machen und trotzdem das Gefühl haben, das Bein “gehört dir nicht”.

Genau da setzen die zwei Übungen im Reel an – beide im Stand!

Übung 1 – Quadrizeps: Knie in leichter Flexion, Hüfte fixiert, im Video drückt der Proband das Knie an die Stange! Dann langsames Hochrampen der Spannung über 10 Sekunden bis ca. 80–100 Prozent. Kein Ruck, kein Wi**en. Es geht nicht um Last, es geht um Ansteuerung.

Übung 2 – Ischiocrurale: Standbein stabil, Becken neutral, Knieflexion gegen Widerstand bei kontrollierter Hüftposition. Die Ischios sind zweigelenkig – wenn du die Hüfte wegkippen lässt, arbeitet der Muskel in einer Länge, die im Sport nie vorkommt. Krampft es sofort? Das ist kein Zeichen von Härte, das ist fehlende Kapazität in genau diesem Bereich.

Warum im Stand? Weil dein Knie im Alltag und im Sport aufrecht arbeitet. Ansteuerung, die du im Liegen aufbaust, überträgt sich schlechter als Ansteuerung, die du dort trainierst, wo du sie brauchst.

Zwei Sätze pro Seite, täglich. Vor dem Krafttraining, nicht danach.

Folge uns für mehr!

Euer Sascha

functionalrangeconditioning neurozentriertestraining physiotherapie sportphysiotherapie kreuzband knieschmerzen athletictraining graz

14/08/2026

Meine Gedanken zum Reel!

Der Punkt: Die Hände sind fixiert, der Rumpf hängt frei. Damit dreht sich die Kette um – das Becken wird zum beweglichen Ende, der Schultergürtel zum Fixpunkt. Was du unten einleitest, läuft über die schrägen Bauchmuskeln, den Quadratus lumborum und die Interkostalräume nach oben und landet direkt im Latissimus.

Und genau der ist der Schlüssel: Ursprung an der Fascia thoracolumbalis, an Dornfortsätzen, Beckenkamm und unteren Rippen, Ansatz am Humerus. Er überbrückt Schulter, Wirbelsäule und Becken in einem Zug. Im Hang steht er bereits unter Vorspannung – die Seitneigung addiert Zug genau dort, wo er in die Fascia thoracolumbalis übergeht und über sie in den kontralateralen Gluteus maximus koppelt (posteriore Schrägkette).

Dazu kommt: Seitneigung und Rotation sind an der Wirbelsäule gekoppelt. Du bekommst das eine nie ohne das andere. Heißt, du belastest mehrdimensional statt nur in einer Ebene – plus axiale Entlastung, Griffkraft und Skapula-Kontrolle im selben Set.

Und das Beste: Es braucht kein Rack. Füße leicht vom Boden, Band drunter, Stange tiefer. 15–30 Sekunden, langsam, ohne Schwung, das relevante – Griffkraft ist einer der robustesten Prädiktoren für Selbstständigkeit, und Überkopfmobilität gehört zu dem, was zuerst verloren geht.

Ehrlich bleiben: Muskuläre und gelenkmechanische Effekte sind gut belegt. Die faszialen Verkettungen sind anatomisch sauber beschrieben, die Trainingswirkung darüber ist aber schwächer untersucht, als sie oft verkauft wird.

Euer Sascha

13/08/2026

Was du davon hast:
– aktive Endgradigkeit statt passives Reinfallen
– Beckenrotation über dem Standbein, ohne die LWS als Ausweichstrecke
– Kapsel- und Gelenkinput in einer Position, die dein System selten sieht

Ehrlich bleiben: Aktive endgradige Ansteuerung verbessert nachweislich aktive Beweglichkeit. Dass mehr Hüft-IR automatisch weniger Rückenschmerz bedeutet, ist Korrelation – kein Kausalnachweis.

3–5 Wiederholungen pro Seite, langsam, kein Schwung. Kneift’s in der Leiste: Amplitude raus.

Euer Sascha

12/08/2026

Ziehst du sie aktiv nach unten, blockierst du genau das. Das Glenoid bleibt relativ nach kaudal orientiert, der Kopf wandert im Verhältnis nach kranial-ventral, der subakromiale Raum wird enger. Die Rotatorenmanschette muss dann gegen die Ausgangsstellung arbeiten statt mit ihr. Ludewig und Cook haben bei subakromialer Symptomatik genau dieses Muster gezeigt: weniger Aufwärtsrotation, mehr anteriore Kippung.

Und nein, der obere Trapezius ist nicht der Böse. Er bildet mit unterem Trapezius und Serratus anterior das Kräftepaar für die Aufwärtsrotation.

Nach Ebene sortiert: Skaption (30 bis 45 Grad) ist am gutmütigsten, Flexion verlangt deutlich mehr posteriore Kippung, Abduktion in der Frontalebene mit Innenrotation ist die anspruchsvollste Variante.

Einordnung: Skapuladyskinesie findet sich auch bei vielen Beschwerdefreien. Kein Defekt, sondern ein modifizierbarer Faktor unter mehreren. Relevanz zeigt das Symptom, nicht das Foto von hinten.

Praktisch: Skapula wandern lassen statt parken. Thoraxposition zuerst, Serratus ansteuern, dann volle Elevation. Retest direkt danach.

Bewege. Stärke. Führe.

Euer Sascha

Speicher dir das Reel und geb mir ein Feedback ob‘s funktioniert!

neurozentriertestraining medletics physiograz

12/08/2026

Viele Menschen mit Rückenschmerzen haben kein Kraftproblem, sondern ein Wahrnehmungsproblem. Die LWS wird als ein starrer Block bewegt, weil das Gehirn schlicht keine saubere Landkarte davon hat, was zwischen L1 und L5 eigentlich passiert. Genau da setzt das Band an.

Was du im Video siehst: dieselbe Bewegung – isolierte Flexion und Extension der LWS – in verschiedenen Ausgangsstellungen. Vierfüßler, Sitz, Stand. Das Band liegt dabei nicht zufällig, sondern gibt dir einen taktilen Reiz genau dort, wo du Bewegung erzeugen sollst. Dein Nervensystem bekommt eine klare Rückmeldung: Hier bin ich, hier bewege ich mich, hier bewege ich mich nicht. Externes sensorisches Feedback ist eines der einfachsten Mittel, um Bewegungsqualität zu verbessern – gerade bei reduzierter lumbaler Propriozeption, wie sie bei chronischen Rückenschmerzen regelmäßig beschrieben wird.

Die Atmung ist kein Deko-Element. Das Zwerchfell hat eine posturale Doppelfunktion, und Ein- bzw. Ausatmung verändern über Thorax, Rippenstellung und intraabdominalen Druck direkt die Bedingungen für Lordosierung und Delordosierung. Einatmung unterstützt tendenziell die Streckung, Ausatmung die Beugung. Wer diese Kopplung nutzt, braucht deutlich weniger Anstrengung für dieselbe Bewegung.

Wichtig: Flexion der LWS ist nicht gefährlich. Gefährlich ist Bewegungsarmut in einer einzigen Position. Was du hier trainierst, ist Variabilität und Kontrolle – nicht Vermeidung.

Wenig Wiederholungen, langsam, mit voller Aufmerksamkeit. Qualität schlägt Volumen. Speichern und in dein Aufwärmprogramm einbauen.

Bewege. Stärke. Führe.

Euer Sascha

physiotherapiegraz medletics segmentalekontrolle atemmechanik bewegungskontrolle rückentraining

11/08/2026

Bei einer hyperkyphosierten Brustwirbelsäule – insbesondere bei Morbus Scheuermann – ist die eingeschränkte Aufrichtung häufig nicht rein muskulär bedingt. Strukturelle Veränderungen lassen sich nicht einfach „wegmobilisieren“.

Die Intervention setzt deshalb an der neurozentrierten Ansteuerung der allgemeinen Rückenstrecker an:

➡️ Wahrnehmung und gezielte Aktivierung
➡️ funktionelles Range Conditioning im individuell verfügbaren Bewegungsumfang
➡️ Ansteuerung über grundlegende menschliche Bewegungsmuster
➡️ Integration in funktionelles Training und Alltagsbewegungen

In diesem speziellen Fall haben wir über die bilaterale Armelevation als Hebel auf die BWS gearbeitet.

Das Ziel ist nicht, die Wirbelsäule mit Gewalt aufzurichten, sondern die aktive Kontrolle, Belastbarkeit und Nutzung der vorhandenen Extension zu verbessern.

Individuelle Befundung und Dosierung sind entscheidend – besonders bei Morbus Scheuermann.

Euer Sascha

Adresse

Hasnerplatz 4
Graz
8010

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Physio Medletics erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Verknüpfungen

Teilen