08/09/2025
Die Mondfinsternis des 7. Sept. wirkt lt. astrologischer Deutung bis März 26. Lohnt sich also, deren Möglichkeiten nachzuspüren, um das beste dieser Zeitenergie zu nutzen.
Danke, Irmie Schüch-Schamburek für deine ausführlichen Erläuterungen.
Sie schreibt:
Ihre Lieben, spät aber doch habe ich einige inspirierende Inputs zur heutigen totalen Mondfinsterniss verfasst:
🌑 Mondfinsternis im Zeichen Fische – ein Tor zur inneren Wandlung
7. September 20:11 Uhr
Die heutige totale Mondfinsternis taucht uns in eine besondere Stimmung – ein Schweben zwischen Welten. Der Mond im Zeichen Fische, verborgen im 12. Haus, berührt uns an einem Ort, der sonst so leicht im Verborgenen bleibt: in der Tiefe unserer Seele, dort, wo Träume, Sehnsüchte und alte Verletzungen miteinander verwoben sind.
Das kosmische Schattenspiel wirkt, anders als ein normaler Vollmond, der nur einige Stunden seine Kraft entfaltet, bis zur nächsten Mondfinsternis Anfang März – insbesondere für jene Menschen bei der sie persönliche Planeten oder Achsen berührt. Wir haben also genügend Zeit, um tiefe transformative Prozesse und heilsame Erkenntnisse zu erarbeiten.
Bei der einer totalen Mondfinsternis wird unsere gewohnte Sicht auf die Dinge für einen Augenblick unterbrochen. Astrologisch betrachtet repräsentiert die Sonne unser bewusstes Ich und die Realität des Tages, während der Mond unsere Gefühlswelt und unsere inneren Bedürfnisse symbolisiert. Während einer Mondfinsternis blockiert die Erde – unser physisches Dasein – den direkten Lichtstrahl der Sonne zum Mond. Metaphorisch gesprochen wird uns die Sicht auf unsere bewussten, alltäglichen Emotionen genommen. Der vertraute emotionale Spiegel wird dunkel. Genau in diesem Moment der Stille und Verdunkelung haben wir die einzigartige Chance, tiefer zu blicken und den verborgenen Strömungen unserer Seele nachzuspüren.
Dieser jetzigen Finsternis selbst liegt ein besonderer Zauber inne: ein Innehalten, ein Atemzug zwischen Vergangenheit und Zukunft mit einer einzigartigen tiefgreifenden Qualität. Der Fische-Vollmond kehrt den Prozess der Offenbarung nach innen und berührt die verborgensten Schichten unserer Psyche – wie ein Scheinwerfer, der in die dunkelsten Ecken unseres Unterbewusstseins erleuchtet. Das 12. Haus ist die Domäne des Verborgenen, der Träume, der Spiritualität, aber auch der selbstauferlegten Grenzen. Die Fische-Energie verstärkt dies durch ihre Sehnsucht nach Auflösung, Mitgefühl und universeller Verbundenheit.
Auf psychologischer Ebene bedeutet das: Alte Wunden, unbewusste Muster, Ängste und Sehnsüchte, die wir lange verdrängt haben, können nun sanft an die Oberfläche gespült werden. Wir fühlen uns vielleicht emotional verletzlicher oder sensitiver, doch dies ist kein Grund zur Sorge, sondern eine kraftvolle Einladung zur Heilung. Es geht darum, das, was uns unbewusst belastet, anzuerkennen und bewusst loszulassen.
Doch da ist auch Spannung durch ein Venus Quinkunx. Das wirft Fragen in den Raum: Wie sehr sind unsere Beziehungen von Idealbildern geprägt? Wo sehnen wir uns nach Verschmelzung, und wo ist es an der Zeit, klar zu sehen, was wirklich trägt? Dieser Gegensatz kann schmerzen – doch er ist heilsam. Er lädt uns ein, zwischen Wunschtraum und Realität einen Weg zu finden, der auf Wahrhaftigkeit gebaut ist.
Ein schicksalhafter Wendepunkt
Diese Finsternis ist nicht nur ein Abschluss, sondern auch ein schicksalhafter Wegweiser. Der Mond steht in exakter Verbindung mit dem aufsteigenden Mondknoten (Nordknoten), der unser seelisches Entwicklungspotenzial symbolisiert. Wir werden sanft, aber bestimmt in eine neue Richtung geschoben – hin zu mehr Vertrauen, Hingabe und spirituellem Bewusstsein.
Gleichzeitig beleuchtet die Sonne im analytischen Zeichen Jungfrau den absteigenden Mondknoten (Südknoten), der für unsere Komfortzone und zu überwindende Muster steht. Hier zeigt sich der zentrale Konflikt und die Lernaufgabe dieser Zeit: Wir sind aufgefordert, übermäßigen Perfektionismus, zwanghafte Kontrolle und die Angst vor dem Unbekannten (Jungfrau/Südknoten) loszulassen, um uns dem Fluss des Lebens und der Weisheit unserer Intuition (Fische/Nordknoten) hinzugeben. Es ist der ewige Tanz zwischen Kopf und Herz, zwischen dem Versuch, alles zu verstehen, und der Notwendigkeit, einfach zu fühlen und zu vertrauen.
Kosmische Unterstützung für den Wandel
Glücklicherweise wirken harmonische Aspekte von Sonne und Mond zu Jupiter, dem Planeten des Wachstums und des Sinns, wirken wie ein kosmisches Sicherheitsnetz. Sie versprechen, dass dieser Prozess des Loslassens letztendlich zu einer Erweiterung unseres Horizonts und zu tieferer Lebensfreude führen kann. Gleichzeitig fordert uns ein Spannungsaspekt zur Venus auf, unsere Beziehungen und unseren Selbstwert ehrlich zu prüfen. Wo geben wir uns aus falsch verstandener Harmonie selbst auf?
All dies geschieht vor dem Hintergrund einer seltenen, harmonischen Verbindung der großen Transformationsplaneten Pluto, Uranus und Neptun. Dies deutet darauf hin, dass die persönlichen Veränderungen, die wir jetzt erleben, Teil eines größeren, kollektiven Erwachens sind. Wir haben die Chance, uns von alten, generationenübergreifenden Mustern zu befreien und eine authentischere Form des Seins zu finden.
Die Einladung des Universums annehmen
Diese Mondfinsternis ist eine kosmische Einladung, innezuhalten und dem Flüstern unseres Unterbewusstseins zu lauschen. Sei nachsichtig mit dir selbst, such die Stille und vertrau deiner Intuition. Indem wir den Mut aufbringen, uns unseren inneren Schatten zu stellen, öffnen wir die Tür zu tiefer Heilung, spirituellem Wachstum und einer Zukunft, die mehr im Einklang mit unserer wahren Seele ist.
Fazit: Ein Moment der Klarheit im Schatten
Letztendlich ist diese Mondfinsternis weit mehr als nur ein astronomisches Ereignis; sie ist ein heiliger Moment der Pause, eine kosmische Zäsur in unserem geschäftigen Leben. Sie erinnert uns daran, dass wahre Klarheit oft nicht im hellsten Licht, sondern in der stillen Dunkelheit gefunden wird. Indem der Erdschatten den Mond verhüllt, schenkt er uns die seltene Gabe, hinter die Fassade unserer alltäglichen Emotionen zu blicken und die tiefere Wahrheit unserer Seele zu erkennen. Nutzen wir diese kraftvolle Energie nicht, um uns vor dem Unbekannten zu fürchten, sondern um uns mit Mut und Mitgefühl unseren innersten Mustern zuzuwenden.
In diesem Sinn wünsche ich Euch eine spektakuläre und wunderschöne, bezaubernde Finsternis – im Außen und im Innen.
Herzlichst
Irmie Schüch-Schamburek
zert. psychologisch orientierte Astrologin
zert. Kräuterpädagogin, syst. Life-Coach (LSB)
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Fotocredit: Josef Frank Weiser