03/12/2011
Wenn Führungskräfte die Kommunikation einstellen. Eine interessante Intervention. Man stelle sich vor, eine angefressene Führungskraft, redet nicht mehr mit den Mitarbeitern mit dem Ziel, dass diese wieder besser arbeiten. Kann Ärger, Frust, etc auslösen, aber auch die Haltung: "Endlich geht er uns nicht mehr auf die Nerven und wir müssen uns auch sein Gesicht nicht mehr anschauen." Ob dieses Experiment positiv motivierend im Sinne der Arbeitsleistung ist, können wir an Felix Magath in Wolfsburg beobachten.
Magath schweigt
(aus FAZ)
Funkstille statt Feedback: Felix Magath (Foto) straft seine Spieler vom VfL Wolfsburg momentan mit Schweigen. Seit der jüngsten 0:2-Niederlage beim Aufsteiger FC Augsburg herrscht auf dem Trainingsplatz eisige Stille. Auch am Mittwoch überließ der VfL-Coach das Reden auf dem Trainingsplatz seinen Assistenten und den Spielern. Die Niederlage in Augsburg am Samstag war dem erfolgsverwöhnten Trainer offenbar so auf das Gemüt geschlagen, dass er nach dem Spiel auf die übliche Nachbesprechung verzichtete und seine Spieler wortlos zurückgelassen hatte. Direkt nach dem 0:2 war Magath zu seiner Familie nach München gefahren. Nach zwei trainingsfreien Tagen sahen die Profis des Tabellen-Zwölften ihren Coach erst am Dienstag wieder.