16/10/2026
Nicht alles, was wir an die KI auslagern können, sollten wir auch auslagern.
Einerseits investieren wir (Firmen / Menschen) sehr viel Zeit und Geld in die Weiterentwicklung unserer Kompetenzen. Andererseits laufen wir gerade Gefahr, diese durch unreflektierten KI Einsatz gleich wieder zu verlieren...
Es wird in diesem Feld aktuell intensiv geforscht und es gibt einige Studien, die darauf hinweisen, dass das Auslagern geistiger Aufgaben an die KI ("cognitive offloading") zu einem Kompetenzverlust ("Deskilling") führen könnte. Das bedeutet, wenn wir aufhören gewisse Fähigkeiten einzusetzen, dann verlieren wir sie auch.
Jede/r von uns, der schon einmal das Aufgabengebiet grundlegend gewechselt hat (so wie ich von der IT in die HR), wird bemerkt haben, wie rasch das gehen kann. Für unser Gehirn, das mit seiner Energie haushalten muss, macht das absolut Sinn. Es lernt bzw. erhält was es benutzt und verlernt, was es nicht mehr braucht.
Aber was passiert, wenn wir ihm durch unsere Arbeit mit KI signalisieren, dass wir bestimmte Fähigkeiten nicht mehr brauchen, die wir eigentlich unbedingt erhalten wollen?
Ich bin sicher, wir sollten uns viel bewusster damit beschäftigen, welche Aufgaben wir an die KI auslagern können, weil es und nützt, produktiver macht und entlastet. Gleichzeitig müssen wir uns aber fragen, wo es uns wichtig ist, weiterhin selbst zu denken, kritisch zu sein und eigene Lösungen zu finden. Eine äußerst schwierige Frage. Der Druck effizienter und produktiver zu werden steigt ständig, während die KI mit teilweise hervorragenden Ergebnissen in wenigen Sekunden lockt.
Doch langfristig bezahlen wir möglicherweise mit individuellen Stärken, Fähigkeiten und Kompetenzen, die uns wichtig sind...
Gemeinsam mit einem Kunden entwickle ich daher gerade ein Seminar, das sich genau mit diesen Fragen auseinandersetzt. Es ist keine klassische KI-Schulung, sondern ein Format zu Selbstkompetenz, Eigenverantwortung und Persönlichkeitsentwicklung. Es macht großen Spaß und wir spüren, dass es wichtig ist hier aktiv zu gestalten anstatt abzuwarten.
Wenn ihr nach diesem Beitrag auch Lust bekommen habt, etwas in diese Richtung in eurem Unternehmen anzubieten, dann freue ich mich über eure Kontaktaufnahme.