17/06/2026
In den vielen Jahren meiner Beratertätigkeit habe ich im Rahmen von Organisations- und Teamentwicklungsprozessen mit dem SIZE PROZESS® Modell immer wieder etwas Spannendes beobachtet:
𝐒𝐞𝐥𝐛𝐬𝐭 𝐢𝐧𝐧𝐞𝐫𝐡𝐚𝐥𝐛 𝐝𝐞𝐬𝐬𝐞𝐥𝐛𝐞𝐧 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞𝐧𝐬 𝐞𝐫𝐥𝐞𝐛𝐞𝐧 𝐌𝐢𝐭𝐚𝐫𝐛𝐞𝐢𝐭𝐞𝐧𝐝𝐞 𝐨𝐟𝐭 𝐯ö𝐥𝐥𝐢𝐠 𝐮𝐧𝐭𝐞𝐫𝐬𝐜𝐡𝐢𝐞𝐝𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 „𝐖𝐞𝐥𝐭𝐞𝐧“. 𝐍𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐧𝐮𝐫 𝐳𝐰𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐒𝐭𝐚𝐧𝐝𝐨𝐫𝐭𝐞𝐧 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐁𝐮𝐧𝐝𝐞𝐬𝐥ä𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 – 𝐬𝐨𝐧𝐝𝐞𝐫𝐧 𝐨𝐟𝐭 𝐬𝐨𝐠𝐚𝐫 𝐯𝐨𝐧 𝐀𝐛𝐭𝐞𝐢𝐥𝐮𝐧𝐠 𝐳𝐮 𝐀𝐛𝐭𝐞𝐢𝐥𝐮𝐧𝐠.
Warum ist das so?
Weil Unternehmenskultur viel tiefer wirkt, als es auf den ersten Blick sichtbar ist.
𝐌𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐦 𝐒𝐈𝐙𝐄 𝐏𝐑𝐎𝐙𝐄𝐒𝐒® 𝐌𝐨𝐝𝐞𝐥𝐥 𝐠𝐞𝐡𝐞𝐧 𝐰𝐢𝐫 𝐝𝐚𝐯𝐨𝐧 𝐚𝐮𝐬, 𝐝𝐚𝐬𝐬 𝐏𝐞𝐫𝐬ö𝐧𝐥𝐢𝐜𝐡𝐤𝐞𝐢𝐭, 𝐅ü𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐮𝐧𝐝 𝐔𝐧𝐭𝐞𝐫𝐧𝐞𝐡𝐦𝐞𝐧𝐬𝐤𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫 𝐢𝐧 𝐞𝐢𝐧𝐞𝐫 𝐬𝐭ä𝐧𝐝𝐢𝐠𝐞𝐧 𝐖𝐞𝐜𝐡𝐬𝐞𝐥𝐰𝐢𝐫𝐤𝐮𝐧𝐠 𝐬𝐭𝐞𝐡𝐞𝐧.
Der Organisationspsychologe Manfred Kets de Vries beschreibt, dass 𝐎𝐫𝐠𝐚𝐧𝐢𝐬𝐚𝐭𝐢𝐨𝐧𝐞𝐧 𝐡ä𝐮𝐟𝐢𝐠 𝐝𝐢𝐞 𝐩𝐬𝐲𝐜𝐡𝐨𝐥𝐨𝐠𝐢𝐬𝐜𝐡𝐞𝐧 𝐌𝐮𝐬𝐭𝐞𝐫, Ä𝐧𝐠𝐬𝐭𝐞 𝐮𝐧𝐝 𝐁𝐞𝐳𝐢𝐞𝐡𝐮𝐧𝐠𝐬𝐯𝐨𝐫𝐬𝐭𝐞𝐥𝐥𝐮𝐧𝐠𝐞𝐧 𝐢𝐡𝐫𝐞𝐫 𝐅ü𝐡𝐫𝐮𝐧𝐠𝐬𝐤𝐫ä𝐟𝐭𝐞 𝐬𝐩𝐢𝐞𝐠𝐞𝐥𝐧.
Genau das erleben wir in wir in der Praxis immer wieder.
Denn Führungskräfte und andere einflussreiche Personen bringen – oft unbewusst – ihre eigene „innere Landkarte“ in die Organisation ein:
• psychologische Grundbedürfnisse
• Kommunikationsstile
• Wahrnehmungsmuster
• Beziehungsvorstellungen
• bevorzugte Zugänge zu Aufgaben und Problemlösungen
• persönliche Stressmuster
𝐃𝐢𝐞𝐬𝐞 𝐌𝐮𝐬𝐭𝐞𝐫 𝐩𝐫ä𝐠𝐞𝐧 𝐦𝐢𝐭 𝐝𝐞𝐫 𝐙𝐞𝐢𝐭 𝐨𝐟𝐭 𝐮𝐧𝐛𝐞𝐰𝐮𝐬𝐬𝐭 𝐮𝐧𝐝 𝐧𝐚𝐜𝐡𝐡𝐚𝐥𝐭𝐢𝐠 𝐝𝐢𝐞 𝐊𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫:
Wie offen gesprochen wird.
Wie viel Vertrauen entsteht.
Wie mit Fehlern, Druck oder Verantwortung umgegangen wird.
Gleichzeitig müssen sich Unternehmen laufend an gesellschaftliche und wirtschaftliche Veränderungen anpassen.
𝐌𝐮𝐬𝐭𝐞𝐫, 𝐝𝐢𝐞 𝐟𝐫ü𝐡𝐞𝐫 𝐯𝐢𝐞𝐥𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐡𝐢𝐥𝐟𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡 𝐨𝐝𝐞𝐫 𝐞𝐫𝐟𝐨𝐥𝐠𝐫𝐞𝐢𝐜𝐡 𝐰𝐚𝐫𝐞𝐧, 𝐤ö𝐧𝐧𝐞𝐧 𝐡𝐞𝐮𝐭𝐞 𝐬𝐜𝐡𝐧𝐞𝐥𝐥 𝐳𝐮𝐦 𝐑𝐢𝐬𝐢𝐤𝐨 𝐰𝐞𝐫𝐝𝐞𝐧. 𝐔𝐧𝐝 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐞𝐬𝐡𝐚𝐥𝐛 𝐢𝐬𝐭 𝐊𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐰𝐚𝐧𝐝𝐞𝐥 𝐨𝐟𝐭 𝐬𝐨 𝐬𝐜𝐡𝐰𝐢𝐞𝐫𝐢𝐠.
Denn nachhaltige Veränderung entsteht selten nur durch neue Prozesse oder Strukturen. Sie entsteht langsam oft erst dann, wenn Menschen beginnen, sich in ihrem Denken, Fühlen, Verhalten und Wahrnehmen selbst und andere besser zu verstehen.
Wenn unterschiedliche Persönlichkeiten, Kommunikationsmuster, psychologische Grundbedürfnisse sowie die Ziele und Aufgaben der Organisation in ihrer Wechselwirkung im gemeinsamen Dialog sichtbar werden.
Und manchmal wird dabei auch erkennbar, wie sehr frühere Führungskräfte oder prägende Personen – obwohl sie längst nicht mehr im Unternehmen sind – ihre Spuren in der Kultur hinterlassen haben.
𝐕𝐢𝐞𝐥𝐥𝐞𝐢𝐜𝐡𝐭 𝐥𝐢𝐞𝐠𝐭 𝐠𝐞𝐧𝐚𝐮 𝐝𝐚𝐫𝐢𝐧 𝐝𝐢𝐞 𝐞𝐢𝐠𝐞𝐧𝐭𝐥𝐢𝐜𝐡𝐞 𝐇𝐞𝐫𝐚𝐮𝐬𝐟𝐨𝐫𝐝𝐞𝐫𝐮𝐧𝐠 𝐯𝐨𝐧 𝐊𝐮𝐥𝐭𝐮𝐫𝐰𝐚𝐧𝐝𝐞𝐥:
Nicht nur Strukturen zu verändern – sondern im gemeinsamen Dialog oft unbewusste emotionale Muster sichtbar zu machen und dadurch neue Formen des Denkens, Wahrnehmens, Fühlens und Handelns zu entwickeln, durch die Zusammenarbeit sowie das Nutzen individueller und kollektiver Stärken und Potenziale gemeinsam weiterentwickelt werden können.