05/10/2026
Montag. 06:00 Uhr.
Der Wecker klingelt.
Bevor du richtig wach bist, startet dein Verstand und präsentiert dir deine ICH-MUSS-Liste für den Tag.
Ich muss …
… nochmal die Präsentation durchschauen.
… dringend die Emails beantworten, die gestern liegen geblieben sind.
… unbedingt das Protokoll für die Bereichssitzung erledigen.
Und dann gibt es diese unterbewusste ICH-MUSS-Liste … die, die du schon so in dir integriert hast, dass du sie gar nicht wahrnimmst.
Ich muss …
1. … die Erste im Büro sein.
2. … jederzeit erreichbar sein.
3. … immer eine Lösung parat haben.
4. … immer ein offenes Ohr haben.
5. … die Arbeit mit nach Hause nehmen, die ich heute nicht geschafft habe.
6. … mich überall auskennen.
7. … beweisen, dass ich einen guten Job mache.
Genau diese ICH-MUSS-Listen haben mir damals meinen Führungsalltag erschwert. Sie haben mich gestresst und unter Druck gesetzt. Sie haben dazu geführt, dass ich die ganze Zeit angespannt und unruhig war und innerlich
nie wirklich Feierabend hatte.
Warum?
Weil “ICH MUSS” in uns auslöst: Ich habe keine Wahl, ich kann nicht entscheiden, ich bin ausgeliefert, es gibt keine andere Möglichkeit.
Und das war genau das Gefühl, das ich damals in mir hatte: Die ganze Zeit fremdbestimmt zu sein … funktionieren zu müssen, wie alle anderen von mir
erwarten …
Aber genau da können wir ansetzen! Das dürfen wir hinterfragen! Die Geschichten, die wir uns bewusst und unbewusst den ganzen Tag erzählen und die unser Leben bestimmen.
Das zu erkennen, ist der erste Schritt in ein selbstbestimmtes Leben … und zwar ohne dass wir unseren Job hinschmeißen.
Welche Nummer steht auf deiner Liste ganz oben? Schreib sie mir in die Kommentare👇
Und dann frag dich doch mal, wer das eigentlich sagt.