15/08/2016
Der (Pilger-) Weg
Der bekannteste Pilgerort in Österreich ist Mariazell. Auf den Weg zu diesem Ort haben wir uns vom 26.-29. Mai 2016 gemachen.
Jedem, der sich früher auf den Pilgerweg machte, sollten seine Sünden vergeben werden. Dies erscheint auf den ersten Blick seltsam. Was sollen die Sünden mit einem Weg zu tun haben? Auf den zweiten Blick erscheint es aber sehr naheliegend. Denn wer sich auf den weiten und steinigen Weg begibt, der wird sich verändern, und der wird als ein anderer zurückkehren.
Um sich auf den Weg zu machen, braucht es ein Ziel. Das äußere Ziel ist dabei leicht zu definieren. Aber was ist dein inneres Ziel? Mit welchem Thema machst du dich auf den Weg? Willst du etwas loslassen? Willst du etwas in dir finden? Hat dich etwas gerufen?
Wir waren 4 Tage unterwegs. Übernachtet haben wir draußen oder in einfachen Unterkünften. Wir begannen die Tage mit einem gemeinsamen Frühstück und wanderten dann die erste Stunde schweigend. Dies führte jeden zu seinen eigenen Themen. Dann setzten wir uns an einen geschützten Ort und teilten unsere Gedanken miteinander.
Bei den nächsten Teilstücken hatte jeder die Möglichkeit, alleine für sich zu gehen, sich mit anderen auszutauschen oder mit mir eine Passage zu gehen. Kurz vor der abendlichen Ankunft setzten wir uns noch einmal zusammen und blickten zurück.
Dies war der grobe Ablauf, der sich als sehr bereichernd gezeigt hat. Alles, was wir taten, war gleichzeitig freiwillig. Wenn sich jemand mehr zurückziehen wollte oder seine Gedanken noch nicht teilen wollte, dann respektierten wir das ebenfalls.
Ich möchte allen danken, die dabei waren und diesen gemeinsamen Weg möglich gemacht haben!
Jörg Eger
www.uebergang.at