08/06/2026
Elsbeere-Zeitschrift.at - aktuelle Online-Ausgabe 'Kreislaufwirtschaft'
Ein Beitrag von Thomas Timmel, BioBase
Kreislaufwirtschaft ... weit mehr als richtige Mülltrennung
Wenn wir über Kreislaufwirtschaft reden, reden wir auch immer über den sogenannten Ressourcenverbrauch. Für alle unsere Produkte und für unseren Konsum verwenden wir Ressourcen, die entweder aus nachwachsenden Rohstoffen stammen, aber auch aus endlichen Ressourcen oder aus Mineralien, wenn man zum Beispiel an die Baustoffindustrie oder an Metalle denkt.
In der Kreislaufwirtschaft wird angestrebt, Ressourcen möglichst lange zu nutzen und im Kreis zu führen – also sie wieder und wieder zu verwenden –, bevor sie entsorgt werden.
Die Ressourcen, die wir für die Produktion von Gütern aller Art verwenden, gewinnen wir aus fossilen, mineralischen sowie erneuerbaren Quellen. Immer geht damit ein Eingriff in die Natur einher. In leider zu vielen Fällen führt dies zur Zerstörung des Lebensraums für Mensch, Tier und Pflanzen (Vergiftung von Böden und Gewässern, Versteppung landwirtschaftlicher Gebiete und vieles mehr). Besonders fossile Ressourcen wie Erdöl und Erdgas, die in Österreich kaum vorhanden sind, stehen dabei im Fokus, weil wir stark von Importen abhängig. Im Jahr 2025 gab Österreich rund 7,8 Milliarden Euro für den Import fossiler Rohstoffe aus. Dieses Geld fließt ins Ausland – es könnte aber auch im Inland für Wertschöpfung und nachhaltige Entwicklung eingesetzt werden.
Das ist eine warnende Information und die damit verbundene Abhängigkeit kann einem Angst machen. Deshalb möchte ich hier gerne mehr positive Gedanken hineinbringen und zeigen, wie wir den Ressourcenverbrauch so steuern können, dass wir daraus eine Stärke machen.
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