Mindlead Institut - MLI

Mindlead Institut - MLI Mindlead Institut – professionelle Trainings & Learning Journeys

Founder: Esther & Johannes Narbeshuber

Tiefgreifender Wandel in Organisationen ist nur möglich durch tiefgreifenden Wandel der Mitarbeiter und Führungskräfte. Auf dem Weg über Mindful Leadership hin zur „Mindful Organization“ begleiten wir Sie mit innovativen Konzepten und jahrzehntelanger Praxis.

Die resilienteste Organisation, die mir begegnet ist, war die Kindergartengruppe meiner Söhne.Hier musste kein Kind "an ...
09/06/2026

Die resilienteste Organisation, die mir begegnet ist, war die Kindergartengruppe meiner Söhne.

Hier musste kein Kind "an seiner Resilienz arbeiten". Kein Kind bekam ein Coaching, um belastbarer zu werden. Und trotzdem stand jeder nach jedem Hinfallen wieder auf. Warum? Weil das System um sie herum so gebaut war, dass Aufstehen der natürliche nächste Schritt war. Jemand war da. Die Regeln waren klar. Scheitern war erlaubt. Und sie wurden bestärkt – nicht für Perfektion, sondern für den Versuch. Resilienz kann natürlich individuell trainiert werden UND sie ist auch ein Systemzustand. Eine Organisation kann so gebaut sein, dass Menschen darin resilient sind oder werden.

Dabei sind 5 Aspekte wichtig:

1. CARING – Beziehung als Infrastruktur.
Nicht nur als Obstschale und Teambuilding-, sondern als bewusste Architektur. Wer weiß, dass ihr oder ihm der Rücken gestärkt wird, traut sich mehr. Wer sich gesehen fühlt, hält mehr aus.

2. OPENNESS – Transparenz als Stabilisator.
Das Gehirn hasst Unsicherheit mehr als schlechte Nachrichten. Wenn Menschen nicht wissen, was passiert, füllt ihr Nervensystem die Lücke mit dem Schlimmsten, was es sich vorstellen kann. Jede Information, die du zurückhältst, erzeugt zehn Gerüchte. Resiliente Organisationen teilen nicht nur die guten Nachrichten – sie teilen vor allem die unbequemen. Weil Klarheit das System beruhigt.

3. YIELD – Dezentrale Entscheidungsfähigkeit.
Eine Organisation, in der alle Entscheidungen oben landen, hat einen Single Point of Failure: die Führung. Resiliente Systeme verteilen Entscheidungskompetenz, weil es das System überlebensfähig macht. Wenn eine Ebene ausfällt, muss die nächste handlungsfähig sein.

4. EXPECTATION – Herausforderung als Trainingsreiz.
Systeme, die nie unter Druck stehen, werden nicht resilient. Sie werden fragil. Resiliente Organisationen setzen sich bewusst Herausforderungen aus – aber mit einem Netz. Sie schaffen Räume, in denen Scheitern möglich ist, ohne dass das ganze System kippt. Das ist der Trainingsreiz, der Organisationen stärker macht.

5. OVATION – Lernfähigkeit statt Fehlerkultur.
Alle reden von Fehlerkultur. Aber was die meisten meinen, ist: Wir bestrafen Fehler nicht mehr ganz so laut. Das reicht nicht. Resiliente Organisationen feiern den Prozess, nicht nur das Ergebnis. Sie machen Lernen sichtbar. Denn eine Organisation, die nur Ergebnisse feiert, trainiert sich selbst an, sichere Wetten einzugehen. Und ein System, das keine Risiken mehr eingeht, ist das Gegenteil von resilient.

Und deshalb gilt für mich: Wenn deine Mitarbeitenden nicht resilient sind, liegt das in den häufig weniger an ihnen, sondern nicht selten an der Organisation, die sie umgibt. Wenn dich diese Themen interessieren, komm in unseren Trainerlehrgang. Info & Quellen findest du in den Kommentaren.

Was davon fehlt in deiner Organisation?

Vor ein paar Wochen gab es Bauarbeiten in unserer Straße. Stromausfall. Ein paar Stunden. Das Auto nicht geladen. Die Ka...
02/06/2026

Vor ein paar Wochen gab es Bauarbeiten in unserer Straße. Stromausfall. Ein paar Stunden. Das Auto nicht geladen. Die Kaffeemaschine kalt. Der Laptop leer. Draußen trüb, kein Licht. Ich saß da und hatte plötzlich – nichts.

Und da ist mir etwas aufgegangen.

Die Apps unserer Kunden laufen über EU-Server, aber Cloud-Dienste, Social Media unsere Grundsoftware (die, die fast alle verwenden 😉). Alles in einem Rechenzentrum, irgendwo. An diesem Tag habe ich zum ersten Mal wirklich gespürt, wie dünn dieser Faden ist.

Was wäre, wenn ein Tool, das ich täglich brauche, morgen nicht mehr verfügbar wäre?

Ich bin Unternehmerin. Ich trage Verantwortung – für meine Kunden, meine Mitarbeitenden für meine Arbeit. Und ich habe gemerkt, dass ich mir über einen Teil dieser Verantwortung nie wirklich Gedanken gemacht hatte.

Was ich seitdem angefangen habe zu tun: Ich schaue mir an, welche meiner Tools durch europäische Alternativen ersetzbar wären, was als Open Source. Das ist kein Aufruf zur Paranoia, sondern eine Einladung zur Klarheit. Digitale Souveränität bedeutet für mich nicht, alles selbst zu hosten oder auf Technologie zu verzichten. Es bedeutet, zu wissen, wovon ich abhängig bin – und das bewusst zu wählen, statt es einfach passieren zu lassen.

Manchmal braucht es offensichtlich Bauarbeiten um die Ecke, damit ich mir solche Fragen stelle.

Wie ist das bei dir? Weißt du, wo dein Business wirklich verwundbar ist.

Der teuerste Fehler, den Führungskräfte 2026 machen.Was ist die erste Führungsantwort, wenn die Performance nicht stimmt...
19/05/2026

Der teuerste Fehler, den Führungskräfte 2026 machen.

Was ist die erste Führungsantwort, wenn die Performance nicht stimmt: Mehr Meetings. Mehr KPIs. Mehr Druck. Mehr, mehr, mehr.

In den Köpfen echter High Performing Teams finden wir aber keine Dauer-Action.

Hier sind 5 Neuro-Treiber, die neurobiologisch den Unterschied machen:
1. Radikale Entscheidungsgeschwindigkeit. Jede offene Entscheidung ist ein offener Loop im Gehirn. Die besten Teams entscheiden schnell – nicht perfekt. Eine korrigierte Entscheidung kostet weniger Cortisol als eine verschleppte.

2. Fehler feiern. Wenn ein Team erlebt, dass Scheitern nicht bestraft wird, entkoppelt sich das Belohnungssystem von reiner Perfektion. Genau dort entsteht Innovation.

3. Konsequenz als Enabler für Psychologische Sicherheit. Psychologische Sicherheit heißt nicht: Alle sind nett. Es heißt: Ich kann vorhersagen, was passiert. Das Gehirn braucht nicht blinde Harmonie, sondern Augenhöhe und Vorhersagbarkeit.

4. Micro-Breaks nach 90 Minuten. Der präfrontale Kortex arbeitet in 90-Minuten-Zyklen. Das ist Biologie. Trotzdem sitzen wir in 5-Stunden-Workshops und wundern uns, dass nichts Kreatives rauskommt. Sogar Entzündungsprozesse im Körper werden nach 90 Minuten sitzen angeheizt, egal ob man sonst an diesem Tag noch irgendwann Sport treibt.

5. Meeting-Formel. Jeder Context-Switch kostet massiv Energie. Bis zu 23 Minuten, um wieder in den Flow zu kommen. Die besten Teams schützen ihre Deep-Work-Zeit wie einen Schatz.

Das Paradoxe?

Keiner dieser 5 Punkte klingt nach "mehr Leistung“. Echte High Performance entsteht, wenn wir anfangen, mit unserem Hirn zu arbeiten.

Was würdest du als 6. Punkt ergänzen?

Heute mal wieder im Pitchmodus. Es gibt sie wieder: Die Pitches vor Ort für große Leadership Programme. Seit Corona war ...
12/05/2026

Heute mal wieder im Pitchmodus.

Es gibt sie wieder: Die Pitches vor Ort für große Leadership Programme. Seit Corona war das eher digital. 8 Managerinnen und Manager auf der anderen Seite des Tisches. Ich allein auf meiner. Und ja, das ist herausfordernd. Jedes Mal. Auch nach all den Jahren. Da sitzen Menschen, die mich noch nicht kennen, die vielleicht skeptisch sind, die ihren Tag unterbrechen, um mir zuzuhören. Das ist keine Selbstverständlichkeit. Und ich liebe es. Und ich habe mich gefragt, warum eigentlich. Es ist nicht der Kick, sondern eher ein Moment, auf den ich hinarbeite. Dieser Moment, in dem sich etwas verschiebt. In dem aus "die da drüben" und "ich hier" plötzlich ein "wir" wird. In dem jemand aufhört, höflich zuzuhören, und anfängt, wirklich mitzudenken.

Für mich ist ein Pitch nicht nur ein Verkaufsgespräch, sondern auch der Versuch, eine gemeinsame Seite zu entwickeln. Herauszufinden, ob wir dasselbe Problem sehen, ob wir dieselbe Sprache sprechen.
Und manchmal gelingt das. Manchmal sitzt du nach 45 Minuten zusammen und merkst: Es gibt keine zwei Seiten mehr. Es gibt nur noch eine gemeinsame Frage, an der alle arbeiten wollen.
Das ist der der Moment der Inspiration, für den ich das auch mache und dafür, dass unsere Trainerinnen und Trainer aktiv werden und diese Learning Journeys dann rocken.

Nicht jeder Pitch endet so. Manche enden mit einem höflichen "Wir melden uns." Und das ist auch okay. Aber die Haltung, mit der ich reingehe, bleibt immer dieselbe: Ich bin nicht hier, um zu überzeugen. Ich bin hier, um herauszufinden, ob wir auf dieselbe Seite gehören.

👉 Wer von euch kennt das – diesen Moment, in dem aus Gegenüber plötzlich Miteinander wird?

Warum hat Kanzler Merz nach dem Verhandlungsmarathon Klingbeil angebrüllt? Es ist der gleiche Grund, warum ich gestern n...
05/05/2026

Warum hat Kanzler Merz nach dem Verhandlungsmarathon Klingbeil angebrüllt? Es ist der gleiche Grund, warum ich gestern nicht mal mehr entscheiden konnte, was ich essen will. Kennst du das? Einen ganzen Tag lang Meetings, Entscheidungen, Menschen – und am Abend bist du so leer, dass selbst die Frage "Was essen wir?" zu viel ist.

Das ist bei mir zum Glück nur noch sehr selten und lange dachte ich, das sei ein Zeichen dafür, dass ich mich zusammenreißen muss. Bis ich verstanden habe, was da wirklich passiert.

Dein Gehirn hat einen Akku. Und der funktioniert komplett anders als dein physischer Akku. Dein Körper steht nach einem Tag im Büro bei 90%. Aber dein Leadership-Akku? Der ist bei 15%. Und das hat einen Grund.

Es sind drei neurobiologische Stromfresser, die den ganzen Tag an deiner Energie ziehen – ohne dass du es merkst:

Stromfresser 1: Cortisol-Spikes durch ständige Erreichbarkeit.

Jede Nachricht, jeder Anruf, jede Benachrichtigung aktiviert dein Stresssystem. Und hier ist das Tückische: Auch wenn du nicht antwortest, reagiert dein Körper. Allein das Wissen, dass da etwas wartet, hält dein Cortisol-Level oben. Den ganzen Tag. Wie ein Motor, der nie in den Leerlauf schaltet.

Was du dagegen tun kannst:

Definiere 2-3 feste Erreichbarkeits-Fenster pro Tag. Kommuniziere sie klar an dein Team. Außerhalb dieser Fenster: Notifications aus. Dein Nervensystem braucht Phasen, in denen es weiß: Jetzt kommt nichts. Erst dann fährt das Cortisol runter.

Stromfresser 2: Präfrontaler Kortex im Dauer-Einsatz.

Jede Entscheidung, jede Priorisierung, jedes Abwägen verbraucht Glukose. Dein präfrontaler Kortex – der CEO in deinem Kopf – hat einen begrenzten Tank. Nach etwa 4 Stunden intensiver Denkarbeit ist er leer. Alles danach ist Entscheiden auf Reserve. Die Qualität sinkt, die Reizbarkeit steigt.

Was du dagegen tun kannst:

Lege deine wichtigsten Entscheidungen in die ersten 4 Stunden des Tages. Alles Operative, Routinemäßige kommt danach. Und: Bündele Entscheidungen. Statt 20 kleine Einzelentscheidungen über den Tag verteilt, schaffe Blöcke. Dein Gehirn dankt es dir mit Klarheit am Abend.

Stromfresser 3: Amygdala-Alarm durch Unsicherheit.

Offene Konflikte im Team. Unklare Erwartungen von oben. Fehlendes Feedback, ob du auf dem richtigen Weg bist. Für dein Gehirn ist das alles dasselbe: Bedrohung. Die Amygdala – dein interner Rauchmelder – scannt permanent nach Gefahr.

Was du dagegen tun kannst:

Kläre offene Konflikte sofort. Jeder ungeklärte Konflikt ist ein offener Loop, der im Hintergrund Energie frisst. Und: Schaffe dir selbst Klarheit. Frag aktiv nach Feedback. Frag nach Erwartungen. Dein Gehirn braucht keine guten Nachrichten – es braucht klare Nachrichten.

Ein wichtiger erster Schritt? Mentale Erschöpfung ist ein Signal. Und dieses Signal verdient dieselbe Aufmerksamkeit wie ein Muskelkater nach dem Sport.

Ob KI dich glücklich macht, hängt davon ab, mit welcher Gehirnhälfte du sie nutzt. Ich mag KI. Sie ist mein brillanter A...
28/04/2026

Ob KI dich glücklich macht, hängt davon ab, mit welcher Gehirnhälfte du sie nutzt.

Ich mag KI. Sie ist mein brillanter Assistent meiner linken Gehirnhälfte, denn die mag Details, will kontrollieren, optimieren, greifen und manipulieren. Sie stellt "Was"- und "Wie"-Fragen. Was ist die effizienteste Route? Wie automatisiere ich diesen Prozess? Für genau diese Fragen ist KI gebaut. Und sie beantwortet sie besser als wir es je könnten.

Aber meine rechte Gehirnhälfte stellt ganz andere Fragen. Sie fragt: Warum?
Warum tue ich das, was ich tue? Warum sehne ich mich nach echter Verbindung? Die rechte Hemisphäre sieht das große Ganze, sucht nach Sinn. Und für diese Fragen hat KI keine Antwort.

Harvard-Professor Arthur C. Brooks hat das letzte Woche in seinem Vortrag auf den Punkt gebracht: KI ist eine komplizierte Lösung für die komplexen Probleme des Lebens. Und er zeigt damit einen Denkfehler auf, den wir gerade alle machen: Wir verwechseln "kompliziert" mit "komplex".

Kompliziert (complicated) – viele Teile, aber prinzipiell analysierbar und lösbar, z.B. Technologie, Algorithmen, Codes.

Komplex (complex) – die Teile interagieren so, dass das Verhalten des Systems nicht vorhersagbar oder vollständig analysierbar ist, z.B. Liebe, ein Kind erziehen usw.

Mit Social Media haben wir schon einmal versucht, ein komplexes Problem mit einer komplizierten Lösung zu heilen. Die Menschen waren einsam, also bauten wir Social Media. Das Ergebnis? Ein Algorithmus, der soziale Interaktion simuliert, uns aber nicht das gibt, was wir biologisch brauchen.

Denn echte Bindung entsteht durch Oxytocin. Und dieses Hormon wird nur ausgeschüttet, wenn wir uns in die Augen schauen. Wenn wir uns berühren. Wenn wir wirklich präsent sind. Ein Algorithmus kann das nicht. Er kann die Erfahrung nur simulieren.

Die Frage ist also nicht, ob KI gut oder schlecht ist.

Die Frage ist: Nutzt du sie, um dich von Menschen zu entfernen, oder um Raum zu schaffen, dich ihnen wieder zu nähern?

Lass KI die "Was"- und "Wie"-Fragen beantworten. Dafür ist sie gemacht.

Und fangen wir an, mehr "Warum"-Fragen zu stellen. Denn genau dort beginnt alles, was uns wirklich menschlich macht. Und dafür habe ich jetzt viel mehr Zeit.

Ich habe neulich unseren eigenen Growth Mindset Test gemacht, den wir bei vielen Konzernkunden in den Leadership Journey...
21/04/2026

Ich habe neulich unseren eigenen Growth Mindset Test gemacht, den wir bei vielen Konzernkunden in den Leadership Journeys einsetzen.

Und ich war ehrlich gesagt ziemlich überzeugt, dass ich da super abschneiden würde: Ich bin unternehmerisch, ich rede in den Führungsetagen über Mut und Wachstum. Natürlich habe ich ein Growth Mindset.

Spoiler: Er war gut, aber da gab es diese eine Frage: "Suchst du aktiv Situationen, in denen du noch nicht gut bist?"

Ich habe eine Weile überlegt. Weil die ehrliche Antwort war: nicht so häufig.

Ich suche neue Situationen und wage viel, aber wenn ich weiß, dass ich darin nicht gut bin…. Das hat mich mehr beschäftigt als ich erwartet hatte.

Growth Mindset bedeutet nicht, keine Angst zu haben. Es bedeutet, trotzdem hinzugehen. Auch wenn man noch nicht gut ist. Das war ein Augenöffner für mich und hat mir einen blinden Fleck aufgezeigt. Und: Ich arbeite daran.

Ich teile das hier, weil ich glaube, dass die meisten Menschen, die über Wachstum sprechen, diesen blinden Fleck kennen.

Wo ist bei dir die Komfortzone, die du gerade ein bisschen zu bequem findest?

L.O.V.E. Esther

Hoffnungslos zuversichtlichEnde Januar war ich Ersthelferin bei einem Unfall und das zwei Tage vor dem Summit, das wir j...
14/04/2026

Hoffnungslos zuversichtlich

Ende Januar war ich Ersthelferin bei einem Unfall und das zwei Tage vor dem Summit, das wir jedes Jahr mit einigen hundert Menschen veranstalten. Es war ein Unfall, bei dem zwei Kleinkinder schwer verletzt wurden, eines davon lebensgefährlich.

Ich schreibe das so direkt, weil es keinen sanfteren Einstieg gibt, der der Wahrheit gerecht würde. Ich bin Mutter. Und in dem Moment, als ich im Schnee im Straßengraben kniete und funktionierte – weil man in solchen Situationen einfach funktioniert – habe ich aus dem Augenwinkel die Eltern gesehen.

Diese Gesichter, die ich nicht beschreiben kann. Diese absolute Hilflosigkeit, wenn jemandem gerade sein ganzes Leben entgleitet. Innerlich habe ich einen Satz wiederholt, fast wie ein Gebet: Man kann es schaffen, damit zu leben.

Ich wusste das, weil ich das Buch „Vier minus Drei" gelesen hatte – eine wahre Geschichte, die zeigt, wie eine Mutter nach dem Undenkbaren (sie verliert ihre Familie bei einem Unfall) weitermacht.

Ich hatte das Glück, dass das Kriseninterventionsteam der Stadt Salzburg noch am Abend des Unfalls zu mir nach Hause kam, aber die Wochen danach waren nicht einfach. Ich habe Unterstützung gebraucht, war froh über mein Wissen zu mentaler Gesundheit.

Was mich heute beschäftigt ist das, was bleibt, wenn sich der Schock legt. Diese Klarheit. Etwas fast Zartes: Alles ist endlich, und das ist kein Grund zur Angst, sondern eine Einladung.

Eine Einladung, das Gespräch zu führen, das man schon so lange vor sich herschiebt. Den Schritt zu wagen, für den man sich noch nicht bereit fühlt. Die Dinge zu tun, die man wirklich fühlt in diesem unvollkommenen Moment.

Ich nenne das für mich hoffnungslos zuversichtlich sein: zu wissen, wie zerbrechlich das Leben ist, und genau deswegen – nicht trotzdem – volles Vertrauen in das zu haben, was noch kommt. Das ist kein Widerspruch. Es ist die ehrlichste Form von Mut, die ich kenne.

Ich liebe aktuelle Forschung, habe aber keine Zeit, Nature, Science oder andere wissenschaftliche Fachjournale zu lesen....
31/03/2026

Ich liebe aktuelle Forschung, habe aber keine Zeit, Nature, Science oder andere wissenschaftliche Fachjournale zu lesen.

Was da ein absoluter Geheimtipp ist (Ja, ist AI, aber ohne Slopes und hochwissenschaftlich): Consensus.

Es ist wie Google für aktuelle Studien. Und sogar an renommierten Unis im Einsatz. Kostenlos. (Und nein, ich bekomme nichts von Consensus für diesen Post, ich will euch einfach nur an diesem genialen Tool teilhaben lassen, weil es so viel verändert.)

Du musst keine komplizierten Suchbegriffe mehr eingeben. Du kannst einfach ganz normale Fragen stellen wie: „Was ist der aktuelle Forschungsstand der positiven Psychologie?“ Oder: „Wie wirkt sich Schlafmangel auf Entscheidungen aus?“

Und das Tool spuckt dir nicht irgendwelche Meinungen aus, sondern die Essenz aus echten, verifizierten Studien inkl. wie oft die Studie zitiert wurde und in welchem Fachjournal sie erschienen ist.

Wissen ist für alle da. Wir müssen nur die richtigen Werkzeuge nutzen, um dranzukommen.

Probiert es aus. Spielt damit rum.

Habt ihr auch solche Tools, die euren Alltag komplett verändert haben? Haut sie mal in die Kommentare und lasst uns gemeinsam voneinander lernen.👇








Die teuerste Lüge in Unternehmen: "Bei uns kann jeder offen reden." Das höre ich immer wieder von Führungskräften: „Ich ...
24/03/2026

Die teuerste Lüge in Unternehmen: "Bei uns kann jeder offen reden."

Das höre ich immer wieder von Führungskräften: „Ich führe auf Augenhöhe und bin offen für Widerspruch“. Echt?

Wenn ich dann im Meeting dabei bin, sieht es manchmal anders aus. Jemand präsentiert eine Idee, die offensichtlich Schwächen hat. Was passiert? Betretenes Schweigen. Alle nicken. Niemand sagt: "Hey, ich glaube, da rennen wir gerade voll gegen die Wand."

Warum tun wir das? Sind wir dumm geworden?

Nein. Unser Gehirn funktioniert einfach genau so, wie es vor 10.000 Jahren in der Savanne funktioniert hat. Wenn Führungskräfte laut werden, wenn Fehler bestraft werden, wenn die Kultur sagt "Wer aufmuckt, fliegt raus" – dann denkt unser Gehirn NICHT: "Oh, ein spannender Business Case."
Unser Gehirn denkt: "Säbelzahntiger. Lebensgefahr. Totstellen."

Die Amygdala – unser innerer Feuermelder – schlägt Alarm. Und was macht der Körper? Er zieht den Stecker beim Präfrontalen Cortex. Genau dem Teil unseres Gehirns, den wir eigentlich bräuchten, um kreativ zu sein, Probleme zu lösen oder im Team zu arbeiten. Wir verlangen Innovation, Agilität und "Out of the Box"-Denken, aber wir stecken sie in ein Umfeld, in dem ihr Gehirn auf reines Überleben programmiert ist.

Psychologische Sicherheit ist die Grundvoraussetzung dafür, dass Menschen überhaupt ihr Potenzial abrufen können.

Amygdala beruhigen = Leistung steigern. So simpel ist die Formel.

Wenn wir in der Führung Räume schaffen – und inkludiere ich mich selbst - in denen man sagen darf "Ich hab's verbockt" oder "Ich brauche hier mal deine Kompetenz", ohne danach einen Kopf kürzer gemacht zu werden – dann passiert Magie. Dann fährt der Präfrontale Cortex wieder hoch. Dann fangen Menschen an, Verantwortung zu übernehmen.

Hör auf, nach den besten Talenten zu suchen, wenn du nicht bereit bist, ein Umfeld zu schaffen, in dem ihr Gehirn überhaupt arbeiten darf.

Lass uns ehrlich sein. Wie ist das bei dir?👇

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Röcklbrunnstraße 18
Salzburg
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