06/07/2016
Heute hat die Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfallstoffe nach mehr als zweijähriger Arbeit ihren Abschlussbericht veröffentlicht http://ow.ly/LTzJ301Wphc.
Darin legt die Kommission u. a. dar, wie und nach welchen Kriterien ein Standort für ein Endlager für hochradioaktive Abfälle in Deutschland gefunden werden soll. Dabei hat man sich auf folgende drei wichtige Aspekte geeinigt:
- die Abfälle sollen in einem Bergwerk in tiefen geologischen Schichten endgelagert werden, das speziell dafür errichtet werden soll
- als sog. Wirtsgestein, in dem ein solches Endlagerbergwerk aufgefahren wird, kommen Salz, Ton oder Granit in Betracht
- bei der Suche nach dem bestgeeigneten Standort soll von einer „weißen Deutschlandkarte“ ausgegangen werden – d. h., dass vor Beginn der eigentlichen Suche keine Standorte ausgenommen werden (das war für Gorleben in der Diskussion) und keine Standorte oder Regionen vorab ausgewählt werden.
Unsere GRS-Kollegen haben die Kommission bei ihrer Arbeit unterstützt. Zum einen dadurch, dass unsere Fachleute an Expertenanhörungen teilgenommen haben, zum anderen durch zwei Gutachten. Eines davon behandelt z. B,. die Frage, ob man die hochradioaktiven Abfälle statt in einem Endlagerbergwerk auch in tiefen Bohrlöchern endlagern könnte - mehr dazu hier: http://www.grs.de/endlagerung-in-tiefen-bohrloechern.
Falls ihr mehr erfahren wollt, womit sich die Kolleginnen und Kollegen aus der Endlagerforschung bei der GRS beschäftigen, dann werft doch einen Blick auf unsere Seite zum Thema Endlagerforschung http://www.grs.de/endlagerforschung