17/10/2025
Der nächste Traumatherapie Lehrgang startet im Jänner 2025 und mal schauen, ob sich das Lehrbuch ausgeht. Ich bin schon voll am Schreiben. Im Moment ist das Kapitel: Einleitung dran
Eine wichtige Überschrift lautet:
"Sprache als Brücke – Zur Notwendigkeit einer gemeinsamen Fachsprache in der Kunsttherapie"
Braucht die Kunsttherapie eine gemeinsame Sprache?
So simpel diese Frage zunächst klingt – so grundlegend ist sie.
Denn noch immer existieren zahlreiche, teils sehr unterschiedliche Ausbildungscurricula in den Kunsttherapieschulen Europas. Einheitliche Fachbegriffe? Fehlanzeige.
Diese Vielfalt ist einerseits ein Schatz – Ausdruck künstlerischer Freiheit und methodischer Kreativität. Andererseits erschwert sie den fachlichen Dialog, besonders im interdisziplinären Kontext.
Gerade im Austausch mit Ärzt:innen, Psycholog:innen, Psychotherapeut:innen, Ergotherapeut:innen, Physiotherapeut:innen und Sozialarbeiter:innen braucht es eine gemeinsame, professionelle Sprache.
Keine blumigen Umschreibungen, kein poetisches Herumdeuten von Behandlungsprozessen – sondern eine präzise, fachlich fundierte Ausdrucksweise.
Denn Sprache formt Bewusstsein.
Sie entscheidet darüber, wie wir verstanden, eingeordnet und wissenschaftlich wahrgenommen werden. In der therapeutischen Kommunikation ist sie zugleich Werkzeug und Brücke (vgl. Watzlawick 1976; Bühler 1934).