13/09/2023
🤔 Was wenn wir einander voll und ganz mit dieser Absicht begegnen könnten? Gleichwertig, offen, respektvoll und ohne dem Wunsch einander zu verändern, zu korrigieren oder unserem Gegenüber mit schnellen Lösungen zu kommen.
Wenn wir einen anderen Menschen retten wollen verlieren wir leider oft die Gleichwertigkeit in unserer Begegnung. Es steckt manchmal ein verborgener Wunsch unseres Egos nach ‚richtig liegen/‚ich weiß was zu tun wäre‘ oder ‚wenn es Dir gut geht, bin auch ich wieder glücklich/frei’ dahinter.
„You cannot save people. You can only love them.“ sagt Anaïs Nin. ‚And if you cannot love them, you cannot save them‘ würde ich hinzufügen wollen.
Den Unterschied in der Wirkung könnte wieder einmal die Haltung machen. Also nicht so sehr, das WAS ich Dir anbieten kann, sondern das WIE ich Dir begegne.
🌟 Vielleicht so:
Ich anerkenne was bei Dir gerade ist. Ich begegne Dir mit einem Inneren JA. Ich respektiere Deine Autonomie und Deine Entscheidungsfreiheit. Ich lasse Dir Deine Realität, auch wenn sie sich nicht mit meiner deckt. Ich höre mich zu Dir hin und bin mir dabei gleichzeitig der Wirkung auf mich selbst gewahr. Ich lasse mich berühren. Ich unterscheide.
Statt: ‚Ich weiß was zu tun ist!‘ oder ‚Du solltest….‘ -> Ich bin an Deiner Seite. Du bist damit nicht alleine.
Versteht mich bitte richtig, einander auch mit Tatkraft zu unterstützen ist wunderbar. Etwaige Lösungsvorschläge wirken allerdings umso konstruktiver, wenn wir es vorher geschafft haben echte Verbindung zueinander aufzubauen.
In der Liebe liegt die wohl größte Lösungskompetenz. 💕