26/08/2017
Liebe Syngas-Gemeinde und Freunde!
„Diesel“ ist in aller Munde. Forderungen nach einem Verbot von Dieselfahrzeugen, die Automobilindustrie stöhnt unter dem „Abgasskandal“, soeben wurde ein führender VW-Mitarbeiter, James Liang, in den USA zu fünf Jahren Haft verurteilt. Plötzlich wettert alle Welt gegen den „Diesel“. Ist das wirklich wahrhaftig??? Oder muss man ganz woanders beginnen??
Tatsache ist, dass eine Technik so ist wie sie ist. Das ist auch beim Dieselmotor nicht anders. Der Dieselmotor verwertet, was er bekommt. Und das, was vorne reingeht, muss hinten wieder rauskommen – so sagt es das Gesetz von der Erhaltung der Masse. Somit ist klar: Nicht auf den Motor kommt es an, sondern auf den Treibstoff – daran hängt alles! Die „Schuld“ liegt also nicht bei der Technik, dem Dieselmotor, sondern am zugeführten Betriebsstoff.
Es ist schon lange bekannt, dass Fischer-Tropsch-Treibstoffe, also auch Benzin und Diesel, ihren mineralischen Pendants von den Emissionen zum Teil deutlich überlegen sind. Eben gerade bei den Stickoxiden, Schwefelgehalten und beim Diesel besonders bei der Feinstaubbelastung. Das „Abgasproblem“ kann also niemals durch Verbote gelöst werden, sondern durch die Verwendung von alternativen, nämlich synthetischen Kraftstoffen. Das ist in Fachkreisen und den Autobauern bereits lange hinreichend bekannt.
Aber nicht nur im Bereich KFZ, generell, steht die Substitution der fossilen Kohlenwasserstoffe im Erdöl an. Die Interessensgemeinschaft Syngas IGS fördert den Aufbau einer nichtfossilen Kohlenwasserstoffwirtschaft in Österreich und Europa an. Dazu sollen sogenannte Syngas-Regionen entstehen. Die Diskussion muss also über den Tellerrand des "Diesels" hinausgehen. Synthetische Kohlenwasserstoffe auf nachhaltiger Basis benötigen wir also. Die Diskussion ist eröffnet!