15/10/2026
Im Weinbau wie in der Landwirtschaft gilt es, auf die Natur zu hören und sich an ihre Gegebenheiten anzupassen. 🌱👂🏼 So ist ein jeder Jahrgang einzigartig und spiegelt die individuelle Fürsorge der Winzerinnen und Winzer wider. 🫶🏻🥂
Fritz Wieninger berichtet, wie er diese aufregende Phase des Weinjahrs erlebt hat:
„Die Lese 2026 ist vorbei. Hinter uns liegen spannende Wochen mit vielen wichtigen Entscheidungen.
🗓️ Wann lesen wir? Aufgrund der anhaltenden Trockenheit und beständigem Sonnenschein war das heuer doch recht früh.
🍇 Welcher Weingarten zuerst? Gestartet haben wir mit Sektgrundwein, den Junganlagen und ausgewählten Weingärten für unsere Traubensäfte bereits am 18. August und es dauerte nicht lange, bis wir in die Haupternte übergingen. Parzelle für Parzelle zeigte sich die optimale Reife für die Chardonnays, Pinot Noirs und dann auch schon die ersten Wiener Gemischten Sätze. Wir kamen sehr gut voran. Die Traubenqualität war makellos, und die Lese verlief recht zügig.
⏳ Worauf warten, wenn die physiologische Reife perfekt ist und wir die Säurewerte bewahren wollen? Traditionell beendeten wir die Ernte auch in diesem Jahr wieder mit unseren Rieslingen vom Nussberg. Die immer deutlicher werdenden Tag-Nacht-Temperaturunterschiede ab Anfang September gaben unseren Weinen noch einen zusätzlichen Frischekick, der einem grandiosen Jahrgang 2026 nichts mehr in den Weg stellt.
Jetzt gären die jungen Weine im Keller. Wir ziehen Tanks um, füllen in Fässer und dürfen gespannt abwarten.“