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Wir reden viel über Erschöpfung, über Burnout und über die Frage, warum wir nicht aufhören können. Ich glaube, wir reden...
26/05/2026

Wir reden viel über Erschöpfung, über Burnout und über die Frage, warum wir nicht aufhören können. Ich glaube, wir reden über das Falsche. Es geht um etwas, das in zwei Minuten Wartezeit zu sehen ist und das unbequemer ist als jede Diagnose.

Wir reden viel über Erschöpfung, über Burnout und über die Frage, warum wir nicht aufhören können. Ich glaube, wir reden über das Falsche. Es geht um etwas, das in zwei Minuten Wartezeit zu sehen ist und das unbequemer ist als jede Diagnose.

Manchmal verwechseln wir schnelles Antworten mit klarem Denken.Vor allem im Job.Da sitzt man in einem Meeting, jemand sc...
21/05/2026

Manchmal verwechseln wir schnelles Antworten mit klarem Denken.
Vor allem im Job.

Da sitzt man in einem Meeting, jemand schaut einen an, alle warten auf eine Einschätzung und plötzlich wird der Kopf eng.

Es ist nicht deswegen, weil man nichts kann oder keine Meinung hätte. Aber der innere Druck steigt.

Was, wenn ich etwas Falsches sage?
Was, wenn ich mich festlege und später merke, dass es komplizierter ist?

Unter Druck sucht unser Gehirn oft nicht zuerst nach Wahrheit.
Es sucht nach Sicherheit. Das ist ein uralter Schutzmechanismus und in Meetings denkbar unproduktiv.

Deshalb brauchen wir manchmal keine bessere Antwort, sondern einfach eine bessere Frage.
* Was weiß ich wirklich?
* Was interpretiere ich gerade hinein?
* Was wäre ein nächster Schritt, der nicht perfekt sein muss, aber tragfähig ist?

Menschen, die vorschnell antworten, wirken oft kompetenter als Menschen, die sorgfältig denken. Unser Gehirn verwechselt Tempo mit Souveränität. Dabei ist gerade die kleine Verzögerung manchmal der Moment, in dem Qualität entsteht.

Das ist eine der Fähigkeiten, die ich in Trainings am häufigsten vermisse und die sich am schnellsten verändern lässt.

Überlebt der Stärkste? 🦕📉Charles Darwin wird oft missverstanden. Es geht in der Evolution (und im Business) nicht um Stä...
21/05/2026

Überlebt der Stärkste? 🦕📉
Charles Darwin wird oft missverstanden. Es geht in der Evolution (und im Business) nicht um Stärke, sondern um Anpassung.

In unserer neuesten Podcast-Folge nehmen wir euch mit auf eine Reise durch die Psychologie des Wandels. Warum fällt es uns so schwer, Meinungen zu ändern? Warum klammern wir uns an Projekte, die längst nicht mehr funktionieren?

Peter bringt es im Gespräch mit mir so auf den Punkt:
> „Wenn wir etwas verändern wollen, glauben wir oft, wir haben so viel unter Kontrolle. Aber sehr vieles ist einfach durch externe Ereignisse bestimmt und haben wir gar nichts unter Kontrolle.“ 🤯

Wir sprechen über die „Kontrollillusion“, warum Nokia fast unterging (und wie sie zurückkamen) und wie kleine Experimente helfen, die Angst vor dem Unbekannten zu verlieren.

Perfekt für alle, die gerade merken: Der alte Plan funktioniert nicht mehr. https://gdt.li/dt742

Warum scheitern Konzerne an mangelnder Anpassungsfähigkeit? Erfahre in dieser Episode, wie psychologische Barrieren Innovation blockieren und Design Thinking hilft, agil zu bleiben.

19/05/2026

Schweigen klingt oft wie Zustimmung. Ist es aber nicht. Viel öfters ist Schweigen einfach Selbstschutz.

Menschen widersprechen nicht automatisch, nur weil sie etwas zu sagen hätten. Sie widersprechen, wenn sie glauben, dass es sicher genug ist.

Vorher läuft innerlich eine kleine Rechnung: Was kostet es mich, wenn ich jetzt ehrlich bin? Gelten ich dann als schwierig? Oder als negativ?

Genau deshalb ist psychologische Sicherheit so wichtig.
Sie bedeutet „Bei uns verliert niemand Ansehen, wenn er Fragen stellt, Zweifel äußert oder Fehler benennt.“

Denn wo niemand widerspricht, entsteht nicht automatisch Einigkeit, sondern oft nur Stille. Und Widerspruch ist in Teams oft kein Angriff. Er ist ein Rauchmelder.

Warum halten kluge Menschen an Projekten, Entscheidungen oder Beziehungen fest, obwohl sie längst spüren, dass es nicht ...
18/05/2026

Warum halten kluge Menschen an Projekten, Entscheidungen oder Beziehungen fest, obwohl sie längst spüren, dass es nicht mehr trägt? Meist wissen sie sehr genau, was los ist. Nur ist das Aufhören oft nicht der Teil, der am meisten weh tut.

Warum halten kluge Menschen an Projekten, Entscheidungen oder Beziehungen fest, obwohl sie längst spüren, dass es nicht mehr trägt? Meist wissen sie sehr genau, was los ist. Nur ist das Aufhören oft nicht der Teil, der am meisten weh tut.

Manchmal wird ein Workshop nicht schwierig, weil Menschen streiten, sondern weil sie zu schnell einverstanden sind.Alle ...
12/05/2026

Manchmal wird ein Workshop nicht schwierig, weil Menschen streiten, sondern weil sie zu schnell einverstanden sind.

Alle nicken, die Stimmung ist gut und die Lösung klingt vernünftig. Trotzdem bleibt dieses kleine Ziehen im Bauch: Übersehen wir gerade etwas?

Genau dann braucht es keine komplizierte Methode. Manchmal reicht eine gute Frage:

„Woran würden wir merken, dass wir uns gerade etwas vormachen?“

Diese Frage ist so stark, weil sie niemanden bloßstellt. Sie lädt nicht zum Angriff ein, sondern zur gemeinsamen Prüfung.

Sie schafft einen Raum, in dem Zweifel nicht wie Widerstand wirken, sondern wie Sorgfalt.

Und genau das ist für mich bewegliches Denken: nicht sofort die perfekte Antwort haben, sondern die eigenen Annahmen rechtzeitig befragen.

In Meetings setzt sich nicht durch, was am meisten durchdacht ist, sondern etwas anderes. Und das hat Folgen, die mich a...
11/05/2026

In Meetings setzt sich nicht durch, was am meisten durchdacht ist, sondern etwas anderes. Und das hat Folgen, die mich an meiner Arbeit zweifeln ließen.

In Meetings setzt sich nicht durch, was am meisten durchdacht ist, sondern etwas anderes. Und das hat Folgen, die mich an meiner Arbeit zweifeln ließen.

Das Glas steht noch da. Die Liegestühle stehen schräg. Jemand hat vorhin erzählt, dass sie sich seit Jahren nicht traut,...
08/05/2026

Das Glas steht noch da. Die Liegestühle stehen schräg. Jemand hat vorhin erzählt, dass sie sich seit Jahren nicht traut, in Meetings zu widersprechen und am Ende des Tages wusste sie, warum.

Workshops enden nicht, wenn die Tür zugeht. Sie enden später, wenn die Sätze in dir nachklingen und du merkst, was du heute eigentlich gehört hast.

Wien sieht von hier oben klein aus. Was die Menschen heute geteilt haben, war groß.

Welches Gespräch klingt bei dir gerade noch nach?

Nachdenken kann auch eine Form sein, nicht zu entscheiden. Diesen Satz habe ich erst so richtig verstanden, als ich anfi...
05/05/2026

Nachdenken kann auch eine Form sein, nicht zu entscheiden.

Diesen Satz habe ich erst so richtig verstanden, als ich anfing, meinen Klient:innen zuzuhören wie einer Tonspur, nicht wie einem Text.

Was sie sagten, klang so oft so vernünftig. „Ich brauche noch ein bisschen mehr Information.“ „Ich will erst alle Optionen geprüft haben.“ „Ich entscheide, sobald ich mir sicher bin.“

Was darunter lag, war aber etwas anderes. Irgendwie ein beharrliches: Bitte, ich will mich nicht festlegen.

Wir tun so, als wäre Nachdenken immer produktiv. Als wäre jede weitere Stunde Recherche eine Investition in eine bessere Entscheidung. In Wahrheit gibt es einen Punkt, an dem das Denken kippt. Vorher klärt es, aber danach betäubt es nur noch. Und das Tückische: Beides fühlt sich gleich an. Beides fühlt sich nach Arbeit, Fortschritt und nach „ich kümmere mich“ an.

Die Frage, die ich inzwischen stelle, ist nicht mehr „Was denkst du darüber?“, sondern: „Würdest du es heute anders sehen als gestern?“ Wenn die Antwort nein ist, ist das Denken fertig. Dann kommt etwas anderes dran. Manchmal das Schwerere.

Speichere diesen Post für den nächsten Moment, in dem du merkst, dass du dich im Kreis denkst.

Und wenn du magst: Schreib mir in die Kommentare, welche Entscheidung gerade auf deinem Schreibtisch liegt. Manchmal hilft es schon, sie einmal auszusprechen.

Die unbequemste Einsicht aus über zwanzig Jahren Beratung und warum sie nichts mit den anderen zu tun hat.
04/05/2026

Die unbequemste Einsicht aus über zwanzig Jahren Beratung und warum sie nichts mit den anderen zu tun hat.

Die unbequemste Einsicht aus über zwanzig Jahren Beratung und warum sie nichts mit den anderen zu tun hat.

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