20/03/2026
Vor etwa 5 Jahren hatte ich das Ziel, die Themen Tactical Urbanism und Placemaking auf die TU Wien zu bringen, um 1. der sehr theoretischen Ausbildung im Umgang mit Raum eine praktische Auseinandersetzung mit realen Konsequenzen gegenüberzustellen und 2. das kooperative Zusammenarbeiten zwischen Architektur und Raumplanung zu stärken. Wissen kann nirgends besser getestet werden als in der realen Umwelt - dort liegen unzählige Erfahrungswerte auf allen möglichen Ebenen, die es in der sehr Theorie konzentrierten Welt der Universität einfach nicht zu erfahren gibt. Meines Erachtens ein großer Mangel in der gegenwärtigen Ausbildung auf Universitäten. Vor allem im Kontext des räumlichen Eingreifens - sei es mittels Planung oder Design. Ohne die physische Erfahrung lässt es sich nicht umfänglich verstehen. Letzte Woche startete nun schon der vierte Jahrgang an Architektur- und Raumplanungstudierenden der TU Wien in unser Placemaking Master Modul, bei dem wir heuer einen Abschnitt des Donaukanals in einen lebendigen Aufenthaltsort verwandeln werden. Mein Dank gilt auch meinen beiden Partnerinnen aus der Lehre, Katrin Hagen und Lena Hohenkamp, die mit mir diesen doch sehr sehr arbeitsaufwendigen Weg des Lehrens mitgestalten und seit Jahren begleiten. Das Interesse an unserem Master Modul ist riesig und wir können leider immer nur einen Teil der InteressentInnen annehmen. Dies verdeutlicht auch, welch Impact wir damit auf Universitätsebene haben und hatten. Nicht nur haben wir etliche Orte umgestaltet und damit reale Verbesserungen für viele viele Personen geschaffen, nein, wir haben auch zukünftige Experten auf vielen Ebenen sensibilisiert und dieses Wissen werden sie mit in ihre Berufe nehmen und weitertragen - und nur darum geht es! Und das macht mich persönlich einfach glücklich und stolz. Vielen Dank an alle Personen, die uns auf diesem Weg unterstützt haben - sei es Politiker, viele viele Personen aus der Verwaltung, Unternehmen aus ganz Österreich, freiwillige HelferInnen aus der Zivilgesellschaft, aus Vereinen und natürlich auch an alle Kinder und Jugendliche und BürgerInnen, die ihr Wissen, ihre Sorgen und Wünsche mit uns geteilt haben.