Löwenstein Management Consulting

Löwenstein Management Consulting Organisationen sind geschaffen um Resultate zu erzielen, Menschen sollen dort gerne arbeiten.

Sechs Symptome, an den man erkennt, dass das Team ein Service braucht.Ungelöste Spannungen im Team sind der Hauptgrund f...
24/09/2018

Sechs Symptome, an den man erkennt, dass das Team ein Service braucht.

Ungelöste Spannungen im Team sind der Hauptgrund für Unzufriedenheit, Leistungsprobleme und geringe Kundenorientierung.

Aus meiner Erfahrung ist es notwendig nicht nur Maschinen, sondern auch soziale Systeme, also Teams, regelmäßig aus dem normalen Betrieb herauszunehmen und auf die Hebebühne zu stellen.

Sechs Symptome, an denen man erkennen kann, dass ein Service fällig ist:
1. Es wird besonders viel über andere getratscht. KollegInnen, andere Abteilungen oder das Headquarter sind besonders häufig Thema von Gesprächen. Über bestimmte Personen wird gesprochen, weil sie bei anderen das Gefühl auslösen, dass etwas ungerecht ist, Privilegien vorhanden sind oder Grenzen überschritten werden.

2. Lachen hört sich nicht an, als würde es aus dem Gefühl der Freude miteinander entstehen. Gelacht wird vor allem über zynische, sarkastische Bemerkungen über die Umstände oder Witze über andere Personen.

3. Es häufen sich „Früher war es besser“ – Geschichten. Personen, die nicht mehr dabei sind, sind darin wichtigen Darsteller.

4. „Man sollte“ oder „die sollten“ Formulierungen werden viel häufiger verwendet als „ich werde“ oder „wir sollten“.

5. Teilgruppen schotten sich ab. Wenn andere in deren Büro oder Stockwerk kommen fühlen sie sich unwohl und nicht willkommen geheißen. Bei Weihnachtsfeiern und in der Kantine wird es als unangenehm empfunden, auf einem Tisch dieser Gruppe sitzen zu müssen.

6. An sich lösbare Probleme werden wegen beteiligter Personen zu „heißen Kartoffeln“. Weder Mitarbeiter noch Führungskräfte greifen diese an, wodurch das gute Funktionieren behindert wird. „Work-arounds“ – also Vermeidungslösungen, werden konstruiert.

Was wird bei einem Service gemacht?
Im Sinne der Metapher, gibt es unterschiedlich große Services.

Beim kleinen Service genügt es die Stimmung im Team im Rahmen eines Meetings abzufragen (z.B. mittels Stimmungsbarometer). Die gemeinsame Erläuterung des Barometer-Standes ermöglicht schon, Themen zu identifizieren. Wenn die Gesprächsbasis im Team in Takt ist, lassen sich im Meeting und in einem informelleren Setting (z.B. after work) Sandkörner aus dem Getriebe „spülen“.

Beim größeren Service ist mehr zu machen. Beispielsweise führt ein externer Coach Interviews in Gruppen und garantiert, dass alle Aussagen und Zitate anonym zusammengestellt werden. Der Coach erstellt einen Bericht mit Hypothesen zur Gesamtsituation und wahrt dabei die Anonymität aller Auskunftgeber. Gemeinsam mit dem Coach überlegt die Teamleitung woran zu arbeiten ist und wie das stattfinden soll. Sind beispielsweise Regeln zu unklar oder unbekannt, müssen diese klarer und bekannt gemacht werden. Fehlt Führung, gilt es zu prüfen, ob Führbarkeit möglich ist und ausreichend wahrgenommen wird. Fehlt Kommunikation, ist zu prüfen ob es ausreichende formale Anlässe (Besprechungen, Newsletter, …) und informelle Möglichkeiten (Kaffeeküche, Zeit für Pausen, ...) gibt.

Beim großen Service ist es wichtig alle Teammitglieder miteinander in Kontakt zu bringen. Es gilt sowohl die Klammer zu stärken, die alles zusammenhält (z.B. die Mission, den Purpose, die Strategie), die Struktur zu adjustieren (z.B. Meetings, Prozesse…) aber vor allem für ein Setting zu sorgen, wo man gemeinsam etwas erlebt oder gestaltet. Dadurch werden die Kultur und Werte aufgefrischt, die man im Arbeitsalltag haben möchte.

Erst vor kurzer Zeit habe ich wieder erlebt, welche positive Stimmung entsteht, wenn Teams an einer gemeinsamen Sache arbeiten oder gemeinsam den Abschied eines langjährigen Kollegen gestalten. Damit jeder mit jedem ins Gespräch kommt, kann man durch Struktur „nachhelfen“. Meine Favoriten sind beispielsweise Speed-Dating, Tanzkarten und „Gang über Land“ – je nach Gruppengröße.

Was kostet es ein Team-Service auszulassen und nicht zu machen?
Als Firma und Führungskraft riskiert man schlechte Stimmung und demotivierte Mitarbeiter, die ihre Unzufriedenheit Kunden spüren lassen. Kündigen Mitarbeiter, kostet jede Neueinstellung - einer aktuellen Studie zufolge - zirka sieben Monatsgehälter. Ist der Ruf als attraktiver Arbeitgeber angeschlagen, werden sich wenige Bewerber melden.

Ein kleines Service kostet im Vergleich viel weniger. Im Wesentlichen sind es die Getränke, die man after work nach einer Teambesprechung übernimmt.

Für ein großes Service sollte man Kosten für externe Begleitung sowie Aufenthaltsspesen in einem geeigneten Seminarhotel für das Team kalkulieren.

Achten Sie auf die „Geräusche“
Achten Sie auf die „Geräusche“, die ihr Team macht und machen Sie regelmäßig ein kleines Service und bei Bedarf auch ein großes Service. Leistungs- und Motivationsprobleme wird es dann bei Ihnen nicht geben und Ihr Team hat Freude an der Zusammenarbeit.

Zum Autor:
Mag. Alexander Löwenstein kombiniert seine reichen Erfahrungen aus seiner 20-jährigen Trainer- und Beratertätigkeit bei Hernstein, dem Malik Management Zentrum St. Gallen und der Zusammenarbeit mit den namhaftesten systemischen Beratungen mit neuen Ansätzen des agilen Managements. Seine Kunden sind vorwiegend österreichische Betriebe mittlerer Größe, Organisationen aus dem öffentlichem Sektor und international tätige Unternehmen in Europa. LÖWENSTEIN begleitet Strategieentwicklungsprozesse und Veränderungsprojekte, entwickelt Führungskräfte, moderiert Großgruppen, Klausuren und Workshops und coacht Einzelpersonen und Teams. www.loewenstein.at

; im Team

Some pics from the legendary Dachstein MTB Tour 2018 - for the first time E- and Classic Bikes together
25/06/2018

Some pics from the legendary Dachstein MTB Tour 2018 - for the first time E- and Classic Bikes together

WENN DIE RÜCKKOPPLUNG FEHLT- Die Jahreszielvereinbarungen mit den Bonusregelungen sind endlich unter Dach und Fach. Letz...
16/01/2017

WENN DIE RÜCKKOPPLUNG FEHLT

- Die Jahreszielvereinbarungen mit den Bonusregelungen sind endlich unter Dach und Fach. Letztlich war es eine einfache Übung, die E-Mail mit den Zahlen aufzusetzen und den Mitarbeitern die Ziele für 2017 zu übermitteln.

- Die Abteilungsleiterin X delegiert eine Aufgabe an ihren Mitarbeiter und schließt mit der Frage „Haben Sie verstanden, worum es geht?“ Die Frage wird mit „Ja“ beantwortet.

- Der 3-köpfige Vorstand des Produktionsunternehmens veranstaltet ein „Townhall-Meeting“ mit allen 450 Mitarbeitern am Standort. Die sorgfältig vorbereiteten Ansprachen und die 12 informativen Folien sind augenscheinlich verstanden worden. Die Verlegung der Arbeitsplätze in das andere Werk scheint akzeptiert worden zu sein. Schließlich wurden bei der Fragerunde nur wenige Fragen gestellt und diese nur von jenen, von denen man es ohnehin erwartet hatte.

- Das Projekt hatte eine lange Vorlaufzeit. Viele Tools die man aus dem Projektmanagement kennt, wurden eingesetzt. In den Steuerungsgruppen gab es lange Diskussionen, bis die Produktion mit der Serienfertigung starten konnte. Nun stöhnt der Vertrieb. Und die Kunden scheinen mit der Komplexität des Produktes überfordert zu sein …. . Warum hat das niemand vorher verhindert?

- Der Projektmanager sendet ein E-Mail am Freitag um 14.45 Uhr an die Reisestelle und geht davon aus, dass sein Flug am Montag von 7.30 Uhr auf 9.30 Uhr umgebucht wird.


Was haben diese fünf Beispiele gemeinsam? Es handelt sich in allen fünf Fällen um Einweg-Kommunikation. Es gab keine „Rück-Koppelung“, kein Feedback über Umsetzbarkeit und Machbarkeit.

Stellen Sie sich vor, ein Fluglotse würde sich darauf verlassen, dass seine Anweisung an das Flugzeug, seinen Kurs zu ändern angekommen ist. Selbstverständlich erwartet er eine „Auftragsbestätigung“. Wenden wir dies auf den Wunsch nach Umbuchung der Reise vor dem Wochenende an. Hier wäre wohl ein Telefonanruf der bessere Weg gewesen, um eine Rückmeldung zu bekommen, ob das Umbuchen klappen wird bzw. geklappt hat.

Der Kybernetiker Norbert Wiener schrieb schon 1948: „Erst wenn ich die Antwort höre, weiß ich was ich gefragt habe“. Wer richtig delegieren will, sollte daher nicht mit geschlossenen Fragen eine Rückbestätigung abholen. Es ist besser zu fragen, was der oder die Betroffene nun unternehmen wird. „Was werden Sie nun tun?“ Diese oder eine ähnliche Frage wird aufzeigen, was der andere wirklich gehört hat, was er verstanden hat und ob er das, was er verstanden hat, auch akzeptieren kann.

„Wenn die Gefühle kreisen, geht der Verstand auf Reisen!“ Diese bekannte Erfahrung wird bei der Übermittlung „schlechter“ Nachrichten immer gerne übersehen. Manchmal ist es eine Überforderung, sofort eine „Rückmeldung“ zu erwarten. Das Überwinden der Schockstarre und das Finden der richtigen Fragen braucht in diesen Fällen mehr Zeit als eine kurze Fragerunde das vorsieht.

„Führen mit Zielen“ wird als Managementsystem weit unter seinem Wert eingesetzt, wenn es nur dazu genutzt wird, die Höhe von Bonuszahlungen festzusetzen. Peter Drucker hat es mit dem Ziel entwickelt, die Selbststeuerung von Unternehmen zu ermöglichen. Auf Basis von sorgsam festgelegten Zielfeldern soll Selbstorganisation ermöglicht werden. Regelmäßige Rückkopplungen gibt es darüber, wie weit man beim Bearbeiten der Zielfelder bereits gekommen ist.

Unsere Welt wir heute oft als VUCA bezeichnet: sie ist unstet (volatile), unsicher (uncertain), komplex (complex) und mehrdeutig (ambiguous). Je dynamischer das Umfeld ist, in dem wir uns bewegen, desto kurzfristiger sind Rückkoppelung notwendig. Durch dieses Feedback machen wir unsere Unternehmen unmittelbar fähig zu reagieren und sich an neue Gegebenheiten anzupassen.

Wenn die Rückkopplung fehlt, sinkt sofort die Umsetzungswahrscheinlichkeit. Das können und sollten wir uns heute nicht mehr leisten.


TIPPS:

- Betrachten Sie Feedback als die beste Möglichkeit, um mit Komplexität zurechtzukommen. Stellen Sie sicher, dass in Ihrem Unternehmen Rückkopplungen eine Selbstverständlichkeit darstellen.

- Bauen Sie in jeden Kommunikationsvorgang (Gespräch, Meeting, Vortrag, …) ohne Ausnahme Rückkopplungs-Schleifen ein. Stellen Sie so sicher, dass Sie und Ihre Gegenüber vom selben Sachverhalt sprechen.

- Feedback hilft dabei, „blinde Flecken“ zu erschließen. Gehen Sie als Vorbild voran und laden Sie andere Personen (Kollegen, Mitarbeiter, Kunden, …) ein, Ihnen mitzuteilen, was sie vielleicht selbst nicht sehen können.


ZUM WEITERLESEN:

Valentin Nowotny, Agile Unternehmen – fokussiert, schnell, flexibel, 2016. – Ein neues Buch zum Thema Agilität – ein Prinzip das auf Rückkoppelung und Feedback in kurzen Intervallen aufbaut.

Brian J. Robertson, Holacracy. Der aktuelle Beststeller zum Thema nicht-hierarchische Organisationformen, in denen Rückkoppelung ein zentrales Prinzip ist. 2017 auch auf Deutsch erschienen.

Fredmund Malik, Strategie des Managements komplexer Systeme, erstmals 1984 erschienen – ein Klassiker zum Thema Managementkybernetik – voll mit praktischen Beispielen.

Gedanken zum Glück - was wir einander ja dieser Tage alle wünschen(c) aus der aktuellen Ausstellung im MAK "Stefan Sagme...
03/01/2016

Gedanken zum Glück - was wir einander ja dieser Tage alle wünschen

(c) aus der aktuellen Ausstellung im MAK "Stefan Sagmeister - The happy Show

JahresauftaktEine Auftakt-Veranstaltung zu Beginn des Jahres kann sehr motivierend wirken. Nach Endjahres-Stress und Wei...
02/01/2016

Jahresauftakt

Eine Auftakt-Veranstaltung zu Beginn des Jahres kann sehr motivierend wirken. Nach Endjahres-Stress und Weihnachtsruhe ist sie die beste Gelegenheit sich als Führungskraft mit seinem Team einzustimmen und Orientierung für das neue Jahr zu geben.

Sind Jahresauftakt-Veranstaltungen für Führungskräfte Pflicht, um ins neue Jahr zu starten? Ja, es ist wichtig, als Führungskraft gemeinsam mit den Mitarbeitern ins neue Jahr zu starten. In großen Unternehmen werden oft große Veranstaltungen an besonderen Locations inszeniert. Aber auch in kleineren Unternehmen und im Team geht es um das Gleiche: einen Raum zu schaffen, der es ermöglicht einen Ausblick zu geben und in Dialog darüber zu treten.

Und was gehört zu so einem Auftakt?
Rückblick – Würdigung – Ausblick - Dialog

Rückblick: Für Orientierung und Ausblick müssen MitarbeiterInnen wissen wo man steht. Was hat man als Unternehmen/Bereich/Team im letzten Jahr erreicht? Welche Resultate hat man eingefahren? Welche Projekte wurden abgeschlossen? Was heißt das für die Stellung im Markt und die Zukunftssicherung des Unternehmens?

Würdigung: Warum ist das gelungen? Welches Verhalten der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Führungskräfte hat dazu beigetragen? Was war herausfordernd – auch für Sie selbst. Scheuen Sie sich nicht vor konkreten Beschreibungen und Beispielen! Sagen Sie als Führungskraft, was aus Ihrer Sicht einen Unterschied gemacht hat und sagen Sie ehrlich Danke!
Ausblick: Kommunizieren Sie wohin sich das Unternehmen im kommenden Jahr entwickeln soll. Erzeugen Sie ein starkes Bild oder gar einen Film in den Köpfen ihres Teams. Ein Film, in dem jeder weiß welche Rolle er oder sie spielt. Erklären Sie auch warum das wichtig ist. Wer das „Warum“ kennt, kann viel leicht den Sinn seiner Arbeit, seines Einsatzes und der Notwendigkeit von bestimmten Verhalten für sich finden.

Dialog: Laden Sie ein, sich zu überlegen, welchen Beitrag jeder einzelner in 2016 dazu leisten will und kann. Geben Sie Raum zur Klärung von Fragen und Vorbehalten.
Der gemeinsame Jahresauftakt ist die Ouvertüre für das Team. Details und konkrete Erwartungen was von jeder Mitarbeiterin /Mitarbeiter erwartet wird können dann in Mitarbeitergesprächen geklärt werden. Am besten in den ersten Wochen des neuen Jahres.

Ich wünsche Ihnen viel Erfolg bei Ihrem Auftakt und Erfolg, Glück und Gesundheit in 2016.

Adresse

WiegeleStr. 34
Wien
1230

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Löwenstein Management Consulting erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Service Kontaktieren

Nachricht an Löwenstein Management Consulting senden:

Teilen

Kategorie