12/05/2026
Das Toleranzparadoxon fasziniert und beängstigt uns. Es stammt von Karl Popper, jenem österreichischen Philosophen, der die Wissenschaftstheorie auf die Füsse stellte. Eine wissenschaftliche Aussage oder Theorie muss prinzipiell widerlegbar sein und gilt nur so lange, als sie nicht widerlegt, d.h. falsifiziert ist. Ein ganz grosser Wandel.
Karl Popper formulierte sein Toleranzparadoxon in einer Anmerkung seines Buches „Die offene Gesellschaft und ihre Feinde“. Er schrieb es auf der Flucht vor den Nationalsozialisten, die einen Grossteil seiner Familie wegen Zugehörigkeit zur jüdischen Konfession ermordet hatten. Dass das Toleranzparadoxon heute wieder an Faszination gewinnt, hat möglicherweise mit einer Ähnlichkeit der Epochen von damals mit heute zu tun.
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Herzliche Grüsse
Marco, Franziska und Ben