29/12/2023
«Wer mich ärgert, bestimme ich!»
(Winston Churchill)
Wir haben die Wahl. Wir können entscheiden, wie wir auf eine Situation reagieren wollen und wie wir darüber denken und fühlen möchten.
Im Alltag, wenn wir nicht darauf vorbereitet sind, werden wir von unseren Emotionen übermannt und reagieren oftmals, bevor wir nachdenken können. So passiert es, dass wir beispielsweise wütend werden, und erst im Nachhinein überlegen, ob das zielführend oder sinnvoll war.
💡 Im Coaching geht es dann nicht darum, dass du nicht mehr verärgert sein darfst oder keine Emotionen zeigen darfst. Im Coaching geht es darum, dass du eine Wahl hast. Dass du entscheiden kannst, welche Reaktion passend ist und wer die Kontrolle über deine Gefühle hat.
Wenn Ärger aufkommt:
➡ 3x tief durchatmen (eventuell den Raum verlassen)
➡ Bei jedem Atemzug eine Option ausdenken
Hier eine Auswahl an Optionen:
🔹 Ich äussere meinen Ärger deutlich und entscheide mich, zu einem späteren Zeitpunkt das Gespräch zu suchen. Dann wende ich mich wieder meiner Arbeit zu und lass den Ärger erstmal fortziehen.
🔹 Ich äussere meinen Ärger lautstark und deutlich und werde für mindestens die nächsten zwei Tage im Ärger baden. Damit der Ärger nicht abflaut, spreche ich mit vielen Menschen darüber, so kann ich mich immer wieder erneut darüber enervieren, welcher Mist mein Kollege/ Kollegin gebaut hat.
🔹 Ich nehme Ärger wahr. Ich frage mich, weshalb mich die Situation triggert. Fühle ich mich nicht ernst genommen? Oder übergangen? Welcher Wert wurde verletzt?
🔹 Ich kann mir auch vorstellen, dass mein Kollege/Kollegin es nicht gemacht hat, um mich zu ärgern. Sondern er/sie KANN es einfach nicht besser/anders. Was gilt es jetzt zu tun?
💡 Es lohnt sich zu überlegen, wie lange der Ärger anhalten soll. Wem nützt es, wenn ich drei Stunden verärgert bin? Oder reichen 10 Minuten?
Über was ärgerst du dich besonders gerne?
Wenn du in deinem Umfeld wenig Gelegenheiten zum Üben hast, kannst du diese Tage «Mensch ärgere dich nicht» spielen 😉
Herzlich, Nancy