27/07/2025
PUBLIREPORTAGE IM "LANDBOTE" VOM 4.6.2025 mit Felix Eisen, Winterthur, ehem. Inhaber Eisen Optik
«Es ist alles eine Frage der Optik»
«Ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen, war zeitlebens mein geschätztes Privileg. Mit der «WG-Betreuung» bestimme ich weiterhin mein Leben. Man muss nur die «richtige Brille» tragen, um den idealen Blickwinkel zu erhalten.»
Felix Eisen wurde 1944 geboren und ist mit seiner Stadt Winterthur stark verwurzelt. Die Krankheit COPD führte dazu, dass er seit 2023 auf Unterstützung angewiesen ist. Nach längerem Spital- und Reha-Aufenthalt wünschte er sich, wieder zu Hause zu wohnen, was ohne Hilfe nicht möglich war. Ihm wurde «WG-Betreuung» empfohlen. Dies ermöglichte ihm innert kurzer Zeit die Rückkehr nach Hause in sein selbstbestimmtes Leben. Seither lösen sich zwei Betreuerinnen ab und sorgen für ihn. Felix Eisen hat mit dieser Lösung seine Lebensfreude zurückgewonnen - verloren ging lediglich die seinerzeit heimlich eingeschlichene Einsamkeit.
Sportlich wandte er sich früh dem Handball zu. Ab 1961 war er bei Pfadi Winterthur Nati-B Goali und stieg 1964 in die Nati A auf. Zwischen 1968 und 1972 bestritt er mit der schweizerischen Handball-Nati 17 Länderspiele.
Beruflich kam es anders als geplant. Felix Eisen wollte politische Wissenschaften oder Archäologie studieren. Als sein Vater 1961 plötzlich verstarb, entschied er sich, den Familienbetriebs Optik Eisen weiterzuführen. Er absolvierte die Fachhochschule für Augenoptik in München, machte verschiedene Lehren bevor er 1971 den Betrieb übernahm. Mit 27 war er Jungunternehmer, zielstrebig, gut vernetzt und engagierte sich neben dem Beruf und Sport in verschiedenen Gremien.
Musikalisch wurde sein Talent bereits in der Schule entdeckt und er spielte mit Herzblut in einer Dixieband, nahm Klavierunterricht und seine Faszination zur JAZZ-Musik führte ihn zu RADIO TOP, wo er zwei Jahre den «JAZZCLUB» redigiert und präsentiert hat.
Fritz Wittwer, Geschäftsleitung «WG-Care», Henggart im Interview mit Felix Eisen und seinen 2 Betreuerinnen:
Wittwer:
Lieber Felix, Dein Leben ist geprägt von sportlichen und beruflichen Erfolgen, Du hast viele Menschen beraten, vielen geholfen, die Jugend gefördert, warst in verschiedenen Gremien aktiv und stets ein gern gesehener Mensch. Was ging in Dir vor, als Du erkannt hast, dass infolge Deiner Krankheit eine Rückkehr nach Hause ohne Hilfe unmöglich war?
Felix Eisen:
Meine Lungenkrankheit hatte mich schon seit längerer Zeit geschwächt und mein Radius wurde stets kleiner. Der Verlust meiner Kräfte erlaubte es mir kaum noch, die Wohnung allein zu verlassen und am gesellschaftlichen Leben teilzunehmen. Es trat unweigerlich eine gewisse Einsamkeit und Isolation ein. Freunde und Bekannte kamen zu Besuch, aber meine eingeschränkte Mobilität machte mir zu schaffen, weil ich den Kontakt verlor, nachdem ich ein Leben lang wertvolle Beziehungen im Geschäft, Sport, Gremien und privat genossen hatte.
Im Spital und Reha erkannte ich, dass es zuhause allein nicht gehen wird. Es war eine neue Situation, die ich verarbeiten musste, denn das ganze Leben hatte ich das «Heft» in der Hand und half Menschen. Nun war ich derjenige, der Hilfe brauchte aber eine Senioreninstitution kam für mich nicht in Frage.
Jemand aus meinem Netzwerk hat mir Eure Firma empfohlen. Nach meinem Anruf habt Ihr mich am Folgetag besucht, beraten und überzeugt. Kurze Zeit später verliess ich die Reha und betrat meine Blitz-blank geputzte Wohnung. Der Empfang mit Eurer Betreuerin war herzlich, Musik füllte den Raum, aus der Küche kam der Duft einer köstlichen Mahlzeit und der Tisch war einladend gedeckt.
Wittwer:
Fühltest Du Dich in Deiner Privatsphäre eingeschränkt, als plötzlich jemand bei Dir wohnte?
Eisen:
Nein, überhaupt nicht, im Gegenteil. Dass jemand da war, gab mir Sicherheit und ich hatte Haushälterin, Organisatorin, Köchin, Betreuerin, Gesprächspartnerin in einer Person. Ich war schwach und brauchte viel Schlaf wollte aber trotzdem nicht bemuttert werden.
Wittwer:
Du warst viele Jahre aktiver Sportler, in Gremien, Gründungsmitglied von Pro Pfadi und erfolgreicher Geschäftsmann. Hat da ein Privatleben noch Platz?
Eisen:
Sport ist ein wichtiger Pfeiler meines Lebens, heute jedoch nur noch vor dem Fernseher (lacht). Ich schaue jede Sportart, aktuell die SKI-WM und ich geniesse die Emotionen der Schweizer-Skistars, da ich ebenfalls solch schöne Momente im Siegestaumel erlebt habe. Diese Erlebnisse sind auch nach 60 Jahren noch präsent und meine Zeit als Nati-Goali unvergesslich. Der Spitzensport hat meinen beruflichen Erfolg geprägt. Auf dem Spielfeld musste ich mich durchzusetzen und meinen Fähigkeiten vertrauen damit wir den Sieg nach Hause bringen konnten. So habe ich auch das Optikergeschäft geführt, welches gut lief. Ich hatte Glück mit meinem Team, welches an einem Strang zog und uns Synergien und Kanäle öffnete. All diese Jahre waren anspruchsvoll und herausfordernd. Menschen haben mein Leben und mein Privatleben erfüllt.
Wittwer:
Liebe Marzena, erzähl mal, wie Du Felix erlebst.
Marzena, 60, Betreuerin aus Polen:
Wer keine Träume hat, hat auch keine Lebensfreude. Bei Felix habe ich am Anfang die Träume vermisst, er war unsagbar geschwächt und dadurch traurig. Er ist ein aussergewöhnlich dankbarer Mensch, es vergeht kein Tag, dem er sich nicht bedankt. Meine Arbeit ist Berufung und mein Erfolg ist, wenn mein Patient mit meiner Betreuung aufblüht. Mit Felix führte ich viele Gespräche und irgendwann haben wir entschieden, dass wir ein Training in Angriff nehmen. Der Wille war zurück und dies war der Start zum Erfolg. Wir begannen täglich Treppen zu steigen und erhöhten das Pensum langsam und wenn seine Kräfte es zuliessen.
Felix hat wieder Träume und somit auch Lebensfreude. Er wünscht sich, erneut am Strand von Phuket die Sonne und das Meer zu geniessen, wie er es früher getan hat. Ich werde alles dafür tun, dass sich sein Traum erfüllt wird. Seine Krankheit existiert und wird nicht verschwinden, aber sein Wille ist gross das ist das Wichtigste.
Wittwer:
Wie findet ein Tagesablauf bei Euch statt?
Marzena:
Ich stehe um 7.30 Uhr auf und frühstücke bevor ich mit dem Haushalt beginne. Felix möchte nicht früh geweckt werden, das ist sein gutes Recht. Gegen 9 Uhr klopfe ich an seine Zimmertür und beginnen den Tag in Ruhe. Felix benötigt am Morgen Zeit und wenn er das Frühstück wünscht, bekommt er es. Dies kann sein: Speck, Spiegelei, Rührei, Früchte oder ganz klassisch Brot, Butter, Konfitüre. Nicht immer will er ein Mittagessen dafür etwas Leichtes zum Zvieri, dafür gibt es dann am Abend ein Menu und ein Glas Wein. Die Tischgemeinschaft mit Felix ist sehr angenehm, er ist ein angenehmer Gesprächspartner, sehr intelligent und belesen und er erzählt spannende Geschichten aus seinem Leben.
Als Hausfrau und Mutter, die eine 4-köpfige Familie gemanagt hat, ist die Arbeit bei Felix für mich ein Spaziergang zumal Felix sehr pflegeleicht ist. Ich sorge für Sauberkeit und Ordnung, gehe einkaufen und mache Botengänge. Jeden Freitag hole ich in der Apotheke seine vorbereiteten Medikamente ab. Felix ist gut organisiert, was zeigt, dass er ein perfekter Geschäftsmann war.
Felix schätzt Privatsphäre und wenn er allein sein möchte, ziehe ich mich zurück oder gehe aus dem Haus. Er hat ein Velo gekauft, was mir ermöglicht auch mal eine andere Betreuerin in der Nähe zu treffen.
Wenn Felix Besuch hat, bereite ich alles nach seinen Wünschen vor, bewirte die Gäste und ziehe mich zurück, damit er mit Freunden und Verwandten Gespräche führen kann.
Wittwer:
Hast du Dir für Felix Ziele gesetzt?
Marzena:
Du hast letztes Jahr mit Felix vereinbart, ihn zum Essen auszuführen sobald seine Kräfte dies zulassen. Es ist lange her, seitdem Felix in einem seiner Stammlokale war. Er war zeitlebens ein kontaktfreudiger Mensch und genoss die Gesellschaft. Die Einladung im Schloss Wülflingen war für ihn und mich ein Highlight. Das historische Gebäude mit dem geschichtsträchtigen Räumen ist fantastisch und das Essen war köstlich. Die leuchtenden Augen von Felix haben mich berührt, all dies war nur möglich, weil er mit «Eisernem»-Willen trainiert hat. Er war glücklich, nach langer Zeit ein Diner auswärts zu geniessen.
Wittwer:
Was ist für Dich als Mitarbeiterin bei uns wichtig?
Marzena:
WG-Care legt Wert auf ein hohes Mass an Qualität. Wir werden geschult und bekommen klare Personalweisungen. Regelmässige Emails geben uns Aufschluss über Neuigkeiten und die Geschäftsentwicklung. Gute Leistung wird honoriert und wertgeschätzt. WG-Care besucht die Kunden regelmässig, um die Zufriedenheit sicher zu stellen, gleichzeitig werden wir über unser Wohlbefinden befragt. Letztes Jahr hatten wir eine Mitarbeiter-Zufriedenheitsumfrage, ich wusste nicht, dass es so etwas gibt.
Wittwer:
"Felix, wie unterscheiden sich die beiden Betreuerinnen in ihren verschiedenen Persönlichkeiten?
Eisen:
Beide sind wunderbare Persönlichkeiten und unterschiedlicher könnten sie kaum sein.
Paula ist mit 30 Jahren sehr jung, enorm verantwortungsbewusst und zuverlässig. Sie ist eine hervorragende Köchin und hat diesen Beruf erlernt. Sie ist eine Frohnatur, immer gut aufgelegt und sehr sportlich. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten im nahegelegenen Fitness-Studio in Pfungen.
Marzena ist älter, aber sehr jugendlich und fit. Man würde nicht glauben, dass sie bereits Grossmutter ist. Abends kommuniziert sie mit der Familie. Sie scheint ein sehr harmonisches Familienleben zu haben, denn die Art und Weise wie sie mit ihren Kindern, Grosskindern und mit dem Ehemann spricht und lacht ist liebevoll und fröhlich.
Beide Betreuerinnen motivieren mich, keine drängt mich oder schreibt mir etwas vor, was übrigens contra-produktiv wäre, das haben sie erkannt.
Wittwer:
Felix: Gibt es manchmal auch Unstimmigkeiten zwischen Dir und Marzena oder Paula?
Eisen:
Nein es gibt nie Unstimmigkeiten, weil ich mache, was die Frauen sagen …. (lacht) 😊
Wittwer:
Paula, Du löst Dich mit Marzena alle zwei Monate ab. Erzähl uns mal aus Deiner Sicht, was abläuft?
Paula, 30, Betreuerin aus Polen:
Der Tag bei Felix beginnt mit dem Frühstück und der gemeinsamen Planung des Mittagessens. Jeden Tag sagt mir Felix, worauf er Lust hat, und ich erfülle ihm diesen Wunsch. Nach dem Frühstück kümmere ich mich um den Haushalt, während Felix in seinem Büro am Computer sitzt und sich mit persönlichen Angelegenheiten beschäftigt. Am Nachmittag nutze ich meine freie Zeit für körperliche Aktivitäten und gehe ins Fitnessstudio oder mache eine Radtour. Später schauen wir oft gemeinsam die Nachrichten, Netflix oder genießen einfach die Zeit auf der Terrasse an der frischen Luft. Wenn Felix Ruhe und Zeit für sich braucht, respektiere ich das und gebe ihm den Raum, den er möchte. Mit Felix lebt es sich wirklich gut. Er schätzt Ruhe und Stille, genau wie ich, weshalb wir uns so hervorragend verstehen. Er ist ein äusserst intelligenter Mensch mit einem beeindruckenden Wissen und Gespräche mit ihm sind immer spannend und inspirierend. Felix ist voller Dankbarkeit und Herzlichkeit und immer bereit, anderen zu helfen. Er hat ein grosses Herz – ein Mensch, wie man ihn heutzutage nur selten trifft. In seiner Gesellschaft fühle ich mich, als wäre ich unter meinen besten Freunden.
Wittwer:
Was mag Felix besonders gerne – was soll man besser unterlassen?
Paula:
Felix ist eine sehr weltoffene Person, der sich besonders für Geschichte und Sport interessiert. In letzter Zeit schaut er gerne historische Filme auf Netflix. Im Leben war er sehr aktiv, sowohl als Sportler als auch als Unternehmer. Heute, im Ruhestand, schätzt er Ruhe und Frieden. Er mag Besuch, aber nicht viele Menschen auf einmal. Felix bevorzugt ruhige Momente, die ihm Erholung und Zeit für Reflexion ermöglichen.
Wittwer:
Was machst Du als gelernte Köchin, damit Felix an Gewicht zulegt und trotzdem gesund ernährt wird?
Paula
Ich bereite vollwertige, kalorienreiche Mahlzeiten zu, die reich an Eiweiss, gesunden Fetten und komplexen Kohlenhydraten sind, und achte auf regelmässige, schmackhafte Mahlzeiten sowie gesunde Snacks. Ich lege Wert auf leicht verdauliche Zutaten und angemessene Portionen, um den Verdauungstrakt nicht zu belasten. Ich integriere Produkte, die die Knochengesundheit unterstützen und das Immunsystem stärken. Dabei berücksichtige ich Felix Lieblingsgeschmäcker, damit die Mahlzeiten schmackhaft sind und den Appetit anregen. Felix liebt mein Gulasch – dieses Gericht erhellt seine Laune immer. Und er mag Pasta, zum Beispiel mit Garnelen. Süsse Gerichte oder Desserts begeistern ihn nicht.
Wittwer:
Was gefällt Dir als Mitarbeiterin von «WG-CARE»?
Paula:
Vor allem schätze ich Eure Glaubwürdigkeit. Ihr seid ein Unternehmen, das sich durch außergewöhnliche Ehrlichkeit gegenüber seinen Mitarbeitern auszeichnet, was mir Sicherheit gibt, Euch voll und ganz zu vertrauen. Ihr bietet unschätzbare Unterstützung, und ich weiß, dass ich in jeder Situation auf Euch zählen kann.
Wittwer:
Felix, welche Dinge gefallen Dir an WG-Care und wo können wir uns verbessern?
Eisen:
Ihr seid sehr gut organisiert, kommt regelmässig vorbei und erkundigt Euch regelmässig ob es mir gut geht oder Massnahmen erforderlich sind. Wenn die Betreuerinnen nach zwei Monaten wechseln, informiert ihr mich detaillierte über den Ablauf. Auch die Betreuerinnen halten sich gegenseitig auf dem Laufenden, somit ich nicht alles zweimal erklären muss.
Beide Frauen respektieren meinen Lebensstil und meine «Mödeli». Ich gestalte meinen Tagesablauf nach meinen Bedürfnissen und Tagesform. Sie drängen mich zu nichts, sondern sie unterbreiten mir Vorschläge. Beide haben ein hohes Verantwortungsbewusstsein und handeln im Notfall bedacht und konzentriert.
Im Oktober brach ich in der Wohnung zusammen. Marzena hat sofort meinen Bruder und Euch informiert und es wurden Massnahmen eingeleitet. Der Notarzt leistete erste Hilfe und glücklicherweise musste ich nicht ins Spital. Die Frauen sind auf Notfälle vorbereitet, das ist sehr beruhigend
Wittwer:
Felix, wenn Du einen Wunsch frei hättest, was wäre es?
Eisen:
Ich war viele Jahre in Phuket in den Ferien, die Wärme und das Meer taten mir gut und ich habe einzigartige Momente erlebt. Noch einmal Phuket wäre mein Traum, aber meine Gesundheit lässt dies derzeit nicht zu. Dazu kommt der Umstand des Sauerstoffgerätes, aber der Traum besteht noch immer und wer weiss, vielleicht schaffe ich es nochmal.
Wittwer:
Lieber Felix, ich danke Dir für das ehrliche und offene Gespräch. Dein facettenreiches Leben ist einzigartig und ich bin tief beeindruckt, wie Du mit all den Veränderungen rund um Deine Krankheit umgehst, wie Du die Realität annimmst und das Leben immer wieder von der positiven Seite beleuchtest.