Ottomann AG

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02/01/2015
Wieviele Kammern sollte ein Kunststoff-Fenster haben ?Kunststoff-Fenster verfügen über Profilkammern. In jeder Profilkam...
18/01/2013

Wieviele Kammern sollte ein Kunststoff-Fenster haben ?

Kunststoff-Fenster verfügen über Profilkammern. In jeder Profilkammer befindet sich eine geschlossene Luftschicht, was widerum zu einer guten Wärmedämmung führt. Aus diesem Grund haben Kunststoff-Fenster von Haus aus auch relativ gute Wärmedämmeigenschaften. Für die Wärmedämmung entscheidend ist jedoch nicht primär die Anzahl der Kammern, sondern die Bautiefe des Fensterrahmens und des Fensterflügels. Prinzipiell gilt: Je größer die Bautiefe, desto besser die Wärmedämmung. Da innerhalb des Profils selbst in einer geschlossenen Luftschicht Konvektion entsteht und die Konvektion bei grossen Kammern stärker ist als bei kleineren Kammern werden im Innern des Profils Stege integriert, mit dem Ziel die Konvektion zu minimieren. Generell resultiert die Wärmedämmung des Fensterprofiles aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren (Bautiefe, Anzahl der Kammern, Ausbildung des Profiles, Anordnung der Stahlarmierung im Profilinnern). Es gibt beispielsweise 4-Kammerprofile die besser dämmen als 5-Kammerprofile und es gibt 5-Kammerprofile die genauso gut dämmen wie 6-Kammerprofile. Tipp: Orientieren Sie sich nicht an der Anzahl der Kammern, sondern an der energetischen Kennzahl des Fensterprofiles und das ist der Uf-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterprofiles). Je kleiner der Uf-Wert, desto besser die Wärmedämmung. Standardfenster verfügen heutzutage Bautiefen von 70 - 74 mm mit Uf-Werten von 1,2 - 1,4 W/m²K. Standardfenster mit Bautiefen von 82 - 88 mm verfügen über Uf-Werte von 1,0 - 1,1 W/m²K. Profile mit Dämmkeilen oder mit ausgeschäumten Kammern kommen auf Uf-Wert von 0,7 - 0,9 W/m²K. Es gibt auch schon Fensterkonstruktionen ohne Stahlarmierung auf Basis von Glasfaserverstärkten Stegen im Profiinnern oder mit thermisch getrennten Stahlarmierungen. Auch hier liegen die Uf-Werte bei ca. 0,9 - 1,0 W/m²K

18/01/2013

Was bedeutet U-Wert ?

HS. Der U-Wert (früher k-Wert) ist der Wärmedurchgangskoeffizient. Er beziffert die Transmissionswärmeverluste und ist eine wichtige energetische Kennzahl. Die Einheit ist W/m²K. Je kleiner der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Ein U-Wert von 1,0 W/m²K bedeutet, dass pro m² Bauteilfläche (z.B. Fensterscheibe) 1,0 W Energie pro 1 Kelvin Temperaturunterschied zwischen Rauminnenseite und Aussenseite verloren geht. Hätten wir beispielsweise eine Raumtemperatur von 20 ° C und eine Aussenlufttemperatur von - 5° C würden bei einem U-Wert von 1,1 W/m²K ganze 27,5 Watt Energie verloren gehen ( 25 x 1,1 W = 27,5 W). Bei einem Fenster unterscheidet man zwischen drei U-Werten: Dem Ug-Wert (U-Wert der Verglasung), dem Uf-Wert (U-Wert des Fensterprofiles, bestehend aus Fensterrahmen und Fensterflügel) und dem Uw-Wert (U-Wert des gesamten Fensters). Alte Verbundfenster oder auch Isolierglasfenster die älter als 1995 sind haben einen Uw-Wert von 2,7 - 3,0 W/m²K. Einfachverglaste Fenster liegen bei einem Uw-Wert von 4,8 - 5,2 W/m²K. Neue Wärmeschutzfenster haben einen Uw-Wert von 0,8 - 1,3 W/m²K je nach Verglasung und Rahmenprofil. Die Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV 2009) fordert beim Fenstetausch im Wohngebäude einen Uw-Wert für das neue Fenster von maximal 1,3 W/m²K (Bauteilanforderung). Tipp: Bei Inanspruchnahme von Fördermitteln werden häufig bessere U-Werte gefordert. Es empfiehlt sich, die jeweiligen Förderbedingungen zu lesen.

HS. 3-fach Verglasungen haben eine bessere Wärmedämmung als 2-fach Verglasungen. Mit einem Ug-Wert von 0,6 - 0,7 W/m²K v...
18/01/2013

HS. 3-fach Verglasungen haben eine bessere Wärmedämmung als 2-fach Verglasungen. Mit einem Ug-Wert von 0,6 - 0,7 W/m²K verfügen Sie eine um zirka 40-45 % besser Dämmung als 2-fach Verglasungen mit Ug=1,1 W/m²K. Das bringt höhere Oberflächentemperaturen an der Glasscheibe raumseitig. Es entsteht a) weniger Kondensat augrund kalter Bauteiloberflächen, b) weniger Konvektion (Zugerscheinungen) und c) Heizkosten werden gespart. Pro 0,1 W/m²K U-Wert-Verbesserung werden ca. 1,2 Liter Heizöl pro m² Glasfläche gespart. Der Scheibenaufbau einer 3-fach Verglasung beträgt in der Standardausführung 4-12-4-12-4, d.b. 4 mm Glas, 12 mm Scheibenzwischenraum, 4 mm Glas, 12 mm Zwischenzwischenraum und wieder 4 mm Glas. Die innere und äussere Glasscheibe ist speziell beschichtet, im Zwischenraum befindet sich eine Gasfüllung (Argon). Dadurch erreicht man Ug-Werte von 0,7 W/m²K und einen g-Wert (Energiegewinnungsfaktor) von 50-52 %. Bei einer Aussenlufttemperatur von -5 ° und einer Raumlufttemperatur von 20° beträgt die Oberflächentemperatur der Scheibe raumseitig 18°. Zum Vergleich: Bei einer 2-fach Verglasung mit Ug=1,1 W/m²K wären es 16° C und bei einer Einfachverglasung nur 8° C. Der Energiegewinnungsfaktor von 50 % bei 3-fach Verglasung bedeutet, dass 50 % der auf die Scheibe auftreffenden Sonnenenergie auch in den Raum weitergeleitet wird und im Winter hilft Heizkosten zu sparen. Im Sommer vermeidet eine Beschattung (Rollladen, Jalousie, Dachvorsprung, Fensterladen, etc.) dass sich der Raum unnötig aufheizt. Die Annahme dass 3-fach Verglasung aufgrund der dritten Glasscheibe über eine bessere Schalldämmung verfügt als 2-fach Verglasung ist falsch. Da alle drei Scheiben gleich stark sind, nämlich 4 mm und auch das Gewicht der Glasscheiben identisch ist, nämlich 20 kg pro m² und Scheibe, ist auch die Schallübertragung identisch.

Vorteil von 3-Scheiben-Wärmeschutzglas ?HS. 3-fach Verglasungen haben eine bessere Wärmedämmung als 2-fach Verglasungen....
27/03/2012

Vorteil von 3-Scheiben-Wärmeschutzglas ?

HS. 3-fach Verglasungen haben eine bessere Wärmedämmung als 2-fach Verglasungen. Mit einem Ug-Wert von 0,6 - 0,7 W/m²K verfügen Sie eine um zirka 40-45 % besser Dämmung als 2-fach Verglasungen mit Ug=1,1 W/m²K. Das bringt höhere Oberflächentemperaturen an der Glasscheibe raumseitig. Es entsteht a) weniger Kondensat augrund kalter Bauteiloberflächen, b) weniger Konvektion (Zugerscheinungen) und c) Heizkosten werden gespart. Pro 0,1 W/m²K U-Wert-Verbesserung werden ca. 1,2 Liter Heizöl pro m² Glasfläche gespart. Der Scheibenaufbau einer 3-fach Verglasung beträgt in der Standardausführung 4-12-4-12-4, d.b. 4 mm Glas, 12 mm Scheibenzwischenraum, 4 mm Glas, 12 mm Zwischenzwischenraum und wieder 4 mm Glas. Die innere und äussere Glasscheibe ist speziell beschichtet, im Zwischenraum befindet sich eine Gasfüllung (Argon). Dadurch erreicht man Ug-Werte von 0,7 W/m²K und einen g-Wert (Energiegewinnungsfaktor) von 50-52 %. Bei einer Aussenlufttemperatur von -5 ° und einer Raumlufttemperatur von 20° beträgt die Oberflächentemperatur der Scheibe raumseitig 18°. Zum Vergleich: Bei einer 2-fach Verglasung mit Ug=1,1 W/m²K wären es 16° C und bei einer Einfachverglasung nur 8° C. Der Energiegewinnungsfaktor von 50 % bei 3-fach Verglasung bedeutet, dass 50 % der auf die Scheibe auftreffenden Sonnenenergie auch in den Raum weitergeleitet wird und im Winter hilft Heizkosten zu sparen. Im Sommer vermeidet eine Beschattung (Rollladen, Jalousie, Dachvorsprung, Fensterladen, etc.) dass sich der Raum unnötig aufheizt. Die Annahme dass 3-fach Verglasung aufgrund der dritten Glasscheibe über eine bessere Schalldämmung verfügt als 2-fach Verglasung ist falsch. Da alle drei Scheiben gleich stark sind, nämlich 4 mm und auch das Gewicht der Glasscheiben identisch ist, nämlich 20 kg pro m² und Scheibe, ist auch die Schallübertragung identisch.
Harald Schmidt, Gebäudeenergieberater u. Sachverständiger

Wieviele Kammern sollte ein Kunststoff-Fenster haben ?HS. Kunststoff-Fenster verfügen über Profilkammern. In jeder Profi...
27/03/2012

Wieviele Kammern sollte ein Kunststoff-Fenster haben ?

HS. Kunststoff-Fenster verfügen über Profilkammern. In jeder Profilkammer befindet sich eine geschlossene Luftschicht, was widerum zu einer guten Wärmedämmung führt. Aus diesem Grund haben Kunststoff-Fenster von Haus aus auch relativ gute Wärmedämmeigenschaften. Für die Wärmedämmung entscheidend ist jedoch nicht primär die Anzahl der Kammern, sondern die Bautiefe des Fensterrahmens und des Fensterflügels. Prinzipiell gilt: Je größer die Bautiefe, desto besser die Wärmedämmung. Da innerhalb des Profils selbst in einer geschlossenen Luftschicht Konvektion entsteht und die Konvektion bei grossen Kammern stärker ist als bei kleineren Kammern werden im Innern des Profils Stege integriert, mit dem Ziel die Konvektion zu minimieren. Generell resultiert die Wärmedämmung des Fensterprofiles aus einem Zusammenspiel verschiedener Faktoren (Bautiefe, Anzahl der Kammern, Ausbildung des Profiles, Anordnung der Stahlarmierung im Profilinnern). Es gibt beispielsweise 4-Kammerprofile die besser dämmen als 5-Kammerprofile und es gibt 5-Kammerprofile die genauso gut dämmen wie 6-Kammerprofile. Tipp: Orientieren Sie sich nicht an der Anzahl der Kammern, sondern an der energetischen Kennzahl des Fensterprofiles und das ist der Uf-Wert (Wärmedurchgangskoeffizient des Fensterprofiles). Je kleiner der Uf-Wert, desto besser die Wärmedämmung. Standardfenster verfügen heutzutage Bautiefen von 70 - 74 mm mit Uf-Werten von 1,2 - 1,4 W/m²K. Standardfenster mit Bautiefen von 82 - 88 mm verfügen über Uf-Werte von 1,0 - 1,1 W/m²K. Profile mit Dämmkeilen oder mit ausgeschäumten Kammern kommen auf Uf-Wert von 0,7 - 0,9 W/m²K. Es gibt auch schon Fensterkonstruktionen ohne Stahlarmierung auf Basis von Glasfaserverstärkten Stegen im Profiinnern oder mit thermisch getrennten Stahlarmierungen. Auch hier liegen die Uf-Werte bei ca. 0,9 - 1,0 W/m²K. Harald Schmidt, Gebäudeenergieberater u. Sachverständiger

27/03/2012

Was bedeutet U-Wert ?

HS. Der U-Wert (früher k-Wert) ist der Wärmedurchgangskoeffizient. Er beziffert die Transmissionswärmeverluste und ist eine wichtige energetische Kennzahl. Die Einheit ist W/m²K. Je kleiner der Wert, desto besser ist die Wärmedämmung. Ein U-Wert von 1,0 W/m²K bedeutet, dass pro m² Bauteilfläche (z.B. Fensterscheibe) 1,0 W Energie pro 1 Kelvin Temperaturunterschied zwischen Rauminnenseite und Aussenseite verloren geht. Hätten wir beispielsweise eine Raumtemperatur von 20 ° C und eine Aussenlufttemperatur von - 5° C würden bei einem U-Wert von 1,1 W/m²K ganze 27,5 Watt Energie verloren gehen ( 25 x 1,1 W = 27,5 W). Bei einem Fenster unterscheidet man zwischen drei U-Werten: Dem Ug-Wert (U-Wert der Verglasung), dem Uf-Wert (U-Wert des Fensterprofiles, bestehend aus Fensterrahmen und Fensterflügel) und dem Uw-Wert (U-Wert des gesamten Fensters). Alte Verbundfenster oder auch Isolierglasfenster die älter als 1995 sind haben einen Uw-Wert von 2,7 - 3,0 W/m²K. Einfachverglaste Fenster liegen bei einem Uw-Wert von 4,8 - 5,2 W/m²K. Neue Wärmeschutzfenster haben einen Uw-Wert von 0,8 - 1,3 W/m²K je nach Verglasung und Rahmenprofil. Die Energieeinsparverordnung 2009 (EnEV 2009) fordert beim Fenstetausch im Wohngebäude einen Uw-Wert für das neue Fenster von maximal 1,3 W/m²K (Bauteilanforderung). Tipp: Bei Inanspruchnahme von Fördermitteln werden häufig bessere U-Werte gefordert. Es empfiehlt sich, die jeweiligen Förderbedingungen zu lesen.
Harald Schmidt, Gebäudeenergieberater u. Sachverständiger

27/03/2012

Wie werden Fenster bei der Montage abgedichtet ?

JG. Die Abdichtung der Fenster erfolgt nach dem 3-Ebenen-Prinzip. Ebene 1 ist die innere, raumseitige Abdichtung. Sie muss umlaufend luftdicht sein. Ebene 2 ist die mittlere Abdichtung (Dämmebene). Sie sorgt für den notwendigen Wärme- und Schallschutz. Ebene 3 ist die äußere Abdichtung. Sie muss umlaufend schlagregendicht sein. Desweiteren muss bei Verwendung der Abdichtungsmaterialien darauf geachtet werden dass Feuchtigkeit die durch Diffusion in die Anschlussfuge gelangen kann nach aussen wieder entweicht. Die innere Abdichtung (Ebene 1) muss deshalb dampfdiffusionsgeschlossen und die äussere Abdichtung (Ebene 3) dampfdiffusionsoffen, nach dem Prinzip innen dichter als aussen ausgeführt werden. Bezüglich der Abdichtung sind aufeinander abgestimmte Materialien einzusetzen. Zur Verfügung stehen Dichtstoffe, Folien, Kompribänder, Leisten, Montageschaum, Dämmstoffe. Jede Fenstermontage erfordert ein auf die Situation abgestimmtes Montagekonzept. Jorg Godzieba, Product-Manager, Illbruck Abdichtungssysteme

27/03/2012

Ich tausche Fenster - bekomme ich einen Zuschuss ?

Die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) fördert mit den beiden Programmen "Energieeffizient Sanieren" und "Altersgerecht Umbauen" den Fenstertausch mit einem zinsgünstigen Darlehen oder einem direkten Zuschuss. Die Höhe des Zuschusses beträgt 5 % der förderfähigen Investitionskosten. Die Auftragssumme muss jedoch mindestens 6.000 Euro inkl. Mehrwertsteuer betragen, der Bauantrag für das Gebäude muss vor 1995 gestellt worden sein, es muss sich um ein Einfamilienhaus oder ein Zweifamilienhaus oder eine Eigentumswohnung handeln. Der Antrag für den Zuschuss wird direkt bei der KfW gestellt. Die Merkblätter für die beiden Förderprogramme sowie die Mindestanforderungen finden Sie unter anderem unter www.hilzinger.de unter dem Menüpunkt "Förderprogramme".

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