14/02/2024
Superman und Superwoman - Dank Oxytocin
Viele neigen dazu sich in stressigen Phasen zurückzuziehen und sich allein durchzuboxen. Das kann das Stress-Erleben allerdings noch verstärken! Der USA-amerikanische Psychologe und Gehirnforscher Mathew Liebermann hat untersucht, was das Nicht-Funktionieren von Zugehörigkeit, also Trennung und Zurückweisung für Spuren im Gehirn auslösen. Er fand heraus, dass sogar das Schmerzzentrum eines Menschen, der sich ausgeschlossen oder verlassen fühlt, deutlich reagiert (Liebermann, 2014). Fühlt sich ein Mensch in einer Beziehung wohl und sicher aufgehoben, nennt Liebermann dieses positive Nähe-Erlebnis die „Superpower“ für den Menschen. Ist dies der Fall produziert der Mensch den Botenstoff Oxytocin, man nennt ihn auch das „Kuschelhormon“. Genug Oxytocin macht aus uns also „Supergirl“ und “Superboy“!
Auch Interessant ist, dass Oxytocin auf der körperlichen Ebene auch die Wundheilung fördert, es macht also tatsächlich gesund und stark und kräftigt das Immunsystem.
Ein gut entwickeltes Oxytocin-System ist also der optimale Schutz gegen Stress-Erlebnisse, es sorgt dafür, dass wir uns schneller davon erholen oder die Dinge gar nicht erst so tragisch nehmen. Also: Gemeinsame Unternehmungen und ein funktionierendes soziales Netzwerk im Sinne von tatsächlichem Kontakt zu anderen Menschen machen stark!