30/07/2026
🇨🇭 Schweizerdeutsch am Arbeitsplatz
Lueg bitte no schnell uf s’Aaschlagbrätt.
Hättest du gedacht, dass es in Zeiten von Smartphones, Apps und KI noch Anschlagbretter in Firmen gibt?
Ich ehrlich gesagt nicht.
Als ich in die Schweiz kam, dachte ich, das Anschlagbrett sei längst Geschichte. Doch in vielen Schweizer Produktionsbetrieben ist es bis heute ein wichtiger Teil der internen Kommunikation.
Dort hängen Schichtpläne, Ferienlisten, Sicherheitsinformationen oder wichtige Mitteilungen. Und viele Arbeitgeber gehen ganz selbstverständlich davon aus, dass alle Mitarbeitenden regelmässig darauf schauen.
Aber ist das wirklich selbstverständlich?
In einem Unternehmen, in dem ich als betriebliche Mentorin tätig war, wusste ein Mitarbeiter sogar nach 12 Monaten noch nicht, dass es überhaupt ein Anschlagbrett gab. Nicht aus Desinteresse, sondern weil ihm niemand gesagt hatte, dass dort wichtige Informationen hängen.
Solche Erlebnisse zeigen mir immer wieder: Integration scheitert oft nicht an der Sprache, sondern an den kleinen Dingen, die für alle selbstverständlich erscheinen.
Deshalb starte ich heute eine neue Rubrik:
🇨🇭 Schweizerdeutsch am Arbeitsplatz
Ich erkläre Begriffe, Abläufe und Besonderheiten aus dem Schweizer Berufsalltag, damit sich neue Mitarbeitende schneller zurechtfinden und Missverständnisse vermieden werden.
💬 Kennst du das Anschlagbrett aus deinem Betrieb? Oder läuft bei euch inzwischen alles digital? Ich bin gespannt auf eure Erfahrungen.