20/08/2026
Für diejenigen, welche keine Zeit haben:
https://c.org/xKjvHyJN4j
Bitte unterschreibt, damit ich weiterhin Endkunden in der EU beliefern kann.
Und nun die längere Version:
Ihr wisst ist die Metsiederei Eckert ein Schweizer Unternehmen. Im Grunde könnte mir also egal sein, was die EU beschliesst.
Leider ist dem nicht so, wenn man auch Kunden in der EU hat und generell die EU als Markt sieht - denn seit 8 Tagen ist die Verpackungsverordnung in Kraft.
Im Grunde ein Schritt in die richtige Richtung: Verpackungsmüll eindämpfen, die Hersteller zur Verantwortung ziehen und so zur Umwelt Sorge tragen.
Leider ist daraus ein Bürokratiemonster geworden, welches kleinen Unternehmen keine Chance mehr bietet den europäischen Binnenmarkt zu nutzen.
Warum? Anhand meines Beispieles:
Wenn ich direkt an EU-Kunden versende, gelte ich als Hersteller der Verpackung, nicht nur des Mets im Karton.
D.h. ich bin Produzent des Kartons, der Flaschen, Verschlüsse und Schrumpfkapseln.
Ich muss mich in jedem EU Land registrieren und dort an nationalen Entsorgungssystemen teilnehmen.
Ich muss jedem EU Land eine Mengenmeldung machen, wieviel Met ich denn dort hin versenden möchte.
27 EU Länder - 27x Aufwand
Oft ist zusätzlich ein lokaler Vertreter (Bevollmächtigter) erforderlich
Trotz EU-Verordnung bleibt die Umsetzung national:
Unterschiedliche Systeme, Gebühren, Prozesse
Unterschiedliche Portale, Sprachen, Fristen
Ich kann den hoher administrativer Aufwand nicht stemmen, habe ich genug im Keller und in meinem Unternehmen als Ein-Mann Betrieb zu tun.
Das blöde: Die Kosten fallen fix an. Egal ob ich einmal nur einen Karton in ein EU Land verschicke oder 20 Paletten.
Als "Hersteller" einer Verpackung muss ich nachweisen, das diese
recyclingfähig ist, aus welchem Material sie zusammengesetzt ist und ich nicht mehr Verpackungsvolumen als nötig in Anspruch nehme. Hinzu kommt dann noch auf die Verpackung eine neue Kennzeichnung (teils mehrsprachig)
Ich bräuchte also unter Umständen neue Verpackungen
neue Etiketten und neue Lieferanten, welche mir dann die Daten zur Verfügung stellen.
Dazu kommen noch technische Dossiers, Konformitätserklärungen
und Datenmanagement für Materialien.
Falls nur eine Kleinigkeit fehlt droht ein Verkaufsverbot, ich muss sämtliche Metlieferungen zurückrufen und dann kommt natürlich das Bussgeld oberdrauf.
Ich habe die AI einmal gefragt, was eine Anpassung mich kosten würde und wie es auf meine Preise auswirkt:
💰 Konkrete Kostenabschätzung (realistisch für dich)
A) EPR-Registrierung & Systemkosten
Typische Grössenordnung:
Registrierung: 50–200 € pro Land/Jahr
Bevollmächtigter: 100–500 € pro Land/Jahr
Systemgebühren (Verpackung):
ca. 0.05–0.20 € pro kg Verpackung
👉 Wenn du z. B. in 5 EU-Länder lieferst:
Kostenart pro Jahr
Registrierung ~500–1000 €
Bevollmächtigte ~500–2500 €
Systemgebühren ~100–300 €
Total ~1’100 – 3’800 € / Jahr
👉 Bei 10 Ländern:
➡️ schnell 3’000 – 8’000 € / Jahr
B) Einmalige Anpassungskosten
Verpackungsdesign / Umstellung: 500 – 3’000 CHF
Beratung / Compliance Setup: 1’000 – 5’000 CHF
interne Zeitkosten: schwer messbar
C) Laufende indirekte Kosten
Administration: mehrere Stunden / Monat
Reporting / Datenpflege
Lieferantenabklärungen
👉 realistisch:
➡️ 1–2 Arbeitstage pro Monat
D) Zusatzkosten Versand (Zollreform)
Pro Bestellung:
3–9 € (je nach Produktkategorien)
2 € Sendungsgebühr
👉 Bei kleinen Warenkörben:
➡️ +5–10 € pro Bestellung
Als Schweizer Unternehmen bin ich für EU Kunden schon jetzt teuer - angesichts der Wirtschaftslage werden sich noch weniger meine Tropfen leisten können.
Bitte unterschreibt deshalb die Petition:
https://c.org/xKjvHyJN4j
Stop destroying EU micro-businesses: Immediate moratorium on cross-border EPR fees