29/11/2025
LENI UND DIE VORBOTEN DES WEIHNACHTSMANNS
In einem kleinen, verschneiten Dorf bereitete sich jeder auf die Adventszeit vor. Überall funkelten Lichterketten an den Häusern und der süße Duft von frisch gebackenen Plätzchen, Zimt und gerösteten Mandeln lag in der Luft.
Als Leni vom Weihnachtsmarkt nach Hause kam, entdeckte sie ein kleines Päckchen vor ihrer Tür. Es hatte keinen Absender, nur eine kleine, liebevoll verzierte Karte lag obenauf. Durchgefroren vom kalten Winterwind hob sie das Päckchen auf und ging neugierig ins Haus. Dort zog sie ihren dicken Mantel aus, machte den Kamin an und setzte sich mit dem geheimnisvollen Päckchen auf die Couch.
Sie nahm die Karte in die Hand, auf der die Worte standen: „Öffne mich an jedem Adventssonntag.“ „Na, dann wollen wir mal sehen“, murmelte Leni und legte das Päckchen auf ihren Schoß. Vorsichtig öffnete sie es – und zu ihrer Überraschung lagen darin vier Kerzen, jede liebevoll verziert und ein kleiner Zettel mit der Nachricht: „Zünde an jedem Adventssonntag eine Kerze mehr an.“
Leni nahm die erste Kerze heraus und zündete sie an. In diesem Moment ertönten Glöckchen und plötzlich sprang ein winziger Weihnachtswichtel aus dem Päckchen. „Ist hier alles sicher? Jetzt wird alles geprüft, sonst gibt es einen Wichtelbericht!“, rief er mit piepsiger Stimme und streckte Leni eine aufhaltende Hand entgegen, während er die andere in die Hüfte stemmte.
Erschrocken wich Leni zurück, musste dann aber schmunzeln. Der Wichtel war gerade mal so groß wie eine Tasse, dazu kam, dass er eine ernste Miene zog, die kaum durch seinen dicken langen Bart und die tiefsitzende Mütze zu erkennen war. „Ich sorge für die Sicherheit an Weihnachten“, piepste er stolz. Während Leni ihn interessiert musterte, sah sich der kleine Wichtel neugierig im Zimmer um.
Er prüfte jede Ecke ganz genau, hüpfte auf den Tisch, sah streng zu der Kerze rüber und sagte: „Offene Flammen sind wunderschön, aber gefährlich. Lasse Kerzen nie unbeaufsichtigt, stelle sie weit weg von Zweigen, Gardinen oder Dekoration – und – ganz wichtig: blase sie aus, bevor du ins Bett gehst!“. Er zog ein winziges Notizbuch mit einer Checkliste hervor und fügte hinzu: „Und bitte ... nur geprüfte Lichterketten benutzen! Denn wenn die Steckdosenleiste überlastet – dann macht es „puff!“ und Weihnachten ist vorbei!“
Leni sagte mit kichernder Stimme: „Na, du machst ja eine richtige Kontrolle hier!“ Der Wichtel blickte sie ernst an und nickte, bevor er sagte: „Ich bin nicht umsonst von der Prüfstelle des Nordpols hergeschickt worden!“
Der kleine Wichtel blickte sich kurz im Zimmer um und ging dann zielstrebig zur Küche. Dort sprang er auf die Arbeitsplatte, zeigte auf herumliegende Messer und am Boden liegende Kabel: „Das ist wirklich gefährlich. Hier lauern Stolperfallen. In der Hektik der Weihnachtstage übersieht man leicht die Kabel, und schwupps – schon stolpert man darüber. Hält man dabei ein Messer in der Hand, kann die Verletzung bedrohlich sein.“ Leni lächelte verlegen, nickte aber ernst: „Du hast vollkommen recht, das ändere ich sofort und werde deine Ratschläge befolgen – denn: Sicherheit geht vor.“
„Dann ist meine Aufgabe erfüllt“, sagte der Wichtel mit einem geheimnisvollen Lächeln, das sich hinter seinem langen Bart nur erahnen ließ. „Du bist auserwählt, Leni – in diesem Jahr sorgst du für ein sicheres Weihnachten.“ Leni wollte gerade nachfragen, was es bedeutete, „auserwählt“ zu sein, da flackerte die Kerze plötzlich hell auf. Erschrocken zuckte Leni zusammen – und als sie wieder hinsah, war der kleine Wichtel verschwunden. Nur die Kerze brannte ruhig weiter und hüllte das Zimmer in ein sanftes, goldenes Licht.
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Bild: © regyo, Finja Dohmen (Wichtel und Design), stock.adobe.com: © Racamani (Adventskerzen),
Text: © regyo, Finja Dohmen (Weihnachtsgeschichte)
LENI UND DIE VORBOTEN DES WEIHNACHTSMANNS (Teil 1)✨🎄
Leni kam vom Weihnachtsmarkt nach Hause und entdeckte ein Päckchen ohne Absender vor ihrer Tür. Nur eine Karte lag obenauf. Sie ergriff Päckchen und Karte, auf der die Worte standen: „Öffne mich jeden Adventssonntag.“ Leni machte das Päckchen auf und entdeckte vier Kerzen und einen Zettel mit der Nachricht: „Zünde jeden Adventssonntag eine Kerze mehr an.“
Leni nahm eine Kerze heraus und zündete sie an. Da ertönten Glöckchen und ein Wichtel sprang aus dem Päckchen. „Ist hier alles sicher?“, rief er und streckte eine aufhaltende Hand aus. „Ich sorge für Sicherheit“, piepste der Wichtel und zeigte zur Kerze. „Offene Flammen sind gefährlich. Lasse Kerzen nie unbeaufsichtigt, stelle sie von Brennbarem weit weg – und puste sie aus, bevor du schlafen gehst!“
„Außerdem“, sagte er und deutete auf die Lichterketten, „nur geprüfte verwenden!“
Leni rief: „Hier wird ja richtig kontrolliert!“ Der Wichtel schaute ernst: „Ich wurde nicht ohne Grund geschickt“, und zeigte auf Kabel, die auf dem Boden lagen: „Das ist gefährlich, überall Stolperfallen. Wenn du mit einem Messer in der Hand stolperst, kann das gefährlich werden.“ Leni nickte verlegen und sagte: „Stimmt, das ändere ich – Sicherheit geht schließlich vor!“
„Meine Aufgabe ist erfüllt“, sagte der Wichtel, „Leni, du bist auserwählt – in diesem Jahr sorgst du für Sicherheit an Weihnachten.“ Leni wollte fragen, was das bedeute, doch da flackerte die Kerze auf und der Wichtel war verschwunden.
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Bild: © regyo, Finja Dohmen (Wichtel und Design), stock.adobe.com: © Racamani (Adventskerzen),
Text: © regyo, Finja Dohmen (Weihnachtsgeschichte)