22/08/2026
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Stadtwerke Aalen
Frickingen speist Biomethan ins Gasnetz ein – Menge reicht rechnerisch für 5.000 Haushalte
In Frickingen bei Dischingen ist eine neue Biogaseinspeiseanlage in Betrieb gegangen. Seit Juli wird aufbereitetes Biomethan vom Q-Hof Raunecker in das öffentliche Gasnetz der Netze ODR eingespeist. Nach Angaben des Netzbetreibers kann die Anlage jährlich eine Energiemenge erzeugen, die rechnerisch dem Gasverbrauch von rund 5.000 durchschnittlichen Haushalten entspricht.
Die Anlage ist die zweite ihrer Art im Netzgebiet der Netze ODR. Ein erstes Einspeiseprojekt wurde bereits in Ziertheim im benachbarten Landkreis Dillingen umgesetzt. Mit dem neuen Standort in Frickingen entsteht nun auch im Landkreis Heidenheim eine größere Anlage zur Einspeisung regional erzeugten Biomethans.
Der Q-Hof nutzt nach Angaben des Unternehmens bereits seit mehreren Jahren erneuerbare Energien. Neben der Erzeugung von Strom und Wärme aus Bioenergie werden auf dem landwirtschaftlichen Betrieb auch Photovoltaikanlagen betrieben. Durch die neue Aufbereitungsanlage kann das erzeugte Biogas nun so verarbeitet werden, dass es in das bestehende Erdgasnetz eingespeist werden kann.
Dafür wird das Rohbiogas gereinigt, auf Erdgasqualität gebracht und an den erforderlichen Druck im Gasnetz angepasst. Vor der Einspeisung wird die Qualität des Biomethans kontrolliert. Auch während des laufenden Betriebs werden die eingespeisten Mengen fortlaufend gemessen und überwacht.
Die Anlage kann nach Angaben der Netze ODR jährlich bis zu 1,66 Millionen Kubikmeter Biomethan einspeisen. Das entspricht einer Energiemenge von etwa 17.760 Megawattstunden. Die rechnerische Versorgung von 5.000 Haushalten ist dabei ein Vergleichswert. Das Gas wird in das allgemeine Netz eingespeist und nicht unmittelbar bestimmten Haushalten zugeteilt.
Die Planungen für das Projekt begannen im Januar 2024. Nach Abschluss der Planungsphase im März 2025 folgten der Bau der Anlage, die Verlegung der erforderlichen Leitungen und weitere Arbeiten auf dem Gelände. Bis zur Inbetriebnahme im Juli 2026 dauerte die Umsetzung insgesamt rund zweieinhalb Jahre.
Zusammen könnten die Anlagen in Frickingen und Ziertheim laut Netze ODR Biomethan in einer Größenordnung einspeisen, die rund 10,5 Prozent des derzeitigen Erdgasverbrauchs im gesamten Netzgebiet entspricht. Ob diese mögliche Jahresmenge vollständig erreicht wird, hängt vom tatsächlichen Betrieb und der eingespeisten Gasmenge ab.
Für den Landkreis Heidenheim zeigt das Projekt, wie Energie aus einem landwirtschaftlichen Betrieb über vorhandene Leitungen regional genutzt werden kann. Netze ODR geht davon aus, dass das Interesse an weiteren Biogaseinspeiseanlagen zunimmt.
Bild: Die neue Biogaseinspeiseanlage der Netze ODR auf dem Q-Hof Raunecker in Frickingen speist aufbereitetes Biomethan in das regionale Gasnetz ein.
//tfh(k)
Quelle/Bild: PM ODR