03/03/2026
20 Km (Wett-) Kampf
Die ersten Kilometer liefen sauber. Es fühlte sich kontrolliert an, eigentlich alles im grünen Bereich. Und trotzdem kam zwischen Km 4 und 8 dieses seltsame Gefühl auf. Es wurde schwerer, irgendwie ineffizient. Ich erinnere mich noch an den Gedanken: „Die Pace stimmt doch. Du kannst das locker laufen. Warum fühlt sich das gerade so anstrengend an?“ Ich habe natürlich weiter auf die Pace vertraut.
Was ich in dem Moment noch nicht wusste: Mein Puls war bereits 20 bpm höher als gewohnt - 194 in Spitze. (Das habe ich erst später in der Statistik gesehen.) Während ich dachte, alles sei im Plan, lief mein System bereits in einem absolut roten Bereich. 🚨
Bei Km 9 habe ich gemerkt: „So geht das nicht bis ins Ziel. Aber ein Abbruch? Kommt nicht in Frage!“ (Ego an! 😅). Ich bin also kurz gegangen, habe ein Gel genommen, etwas getrunken… 20 Sekunden… 30 Sekunden.. und es fühlte sich wieder gut an. Ich bin also weitergelaufen. (Was im Hintergrund passierte: Die Herzfrequenz stabilisierte sich wieder.)
Aber, das war bereits da und hat mich bis zum Ende begleitet.
In der Analyse danach wurde klar, was passiert war: Kurz gesagt: Training ist nicht Wettkampf. Der Kohlenhydratverbrauch ist höher, die Belastung intensiver, das System arbeitet anders. Ich hatte zwar gut gefrühstückt aber im Rennen zu spät nachgelegt und zu wenig vorab getrunken.
Was nehme ich mit?:
👉 Im Wettkampf darf ich nicht nur auf Pace schauen.
👉 Gefühl ist Feedback, auch wenn die Zahl etwas anderes sagt.
👉 Versorgung beginnt bereits vor dem Wettkampf.
👉 Wenn du es merkst, ist es schon zu spät.
Am 26.04. steht der an. Genug Zeit, aus genau solchen Momenten zu lernen: Früher verpflegen, bewusster trinken, die ersten Km strategischer laufen. Und vor allem: Zahlen und Körpergefühl miteinander arbeiten lassen.
Wir posten oft Zielbilder, Medaillen, persönliche Bestzeiten.. Und heute: Gibt’s von mir mal nur mein ganz eigenes Learning.
Auch das gehört dazu, oder?
Cheers 🏃♀️