19/06/2026
In Ali Alhamwis Leben geht es viel ums Suchen, aber noch mehr ums Finden von Freunden und einem Platz auf der Welt.
„Da bin ich daheim“, sagt er am Wirtshaustisch, und er meint damit den Bayerischen Wald, vor allem aber das Dorf Poschetsried. Es ist schon erstaunlich, wenn ein 23-jähriger Syrer ohne Umschweife ein solches Bekenntnis ablegt.��Aber noch erstaunlicher ist es, auf welche Weise er es macht: Ali spricht quasi akzentfrei Dialekt, wie er selbst hier in Ostbayern nur noch von wenigen Einheimischen beherrscht wird: „Do bin i dahoam“, sagt Ali also, was stark nach dem Werbespruch des Bayerischen Rundfunks klingt.
Der BR ist auch nicht ganz unschuldig daran, dass Ali inzwischen der wohl bekannteste Bürger der Stadt Regen ist. Das kommt daher, dass er vergangenes Jahr einem „Weiberleut vom Fernsehen“ seine Arbeit mit „de Ross“ schilderte. Er redet, wie man hier halt so redet, weshalb er weder „Pferd“ noch „Frau“ sagt. Seine Hochdeutschkenntnisse? „Null komma null.“
SZ-Autor Sebastian Beck hat Ali in Poschetsried besucht und Fotos und Videos mitgebracht. Seinen Text lest ihr mit SZ Plus: https://www.sz.de/projekte/artikel/bayern/e110484?utm_content=ali_e110484&utm_medium=organic_content&utm_source=facebook&utm_campaign=op_social