11/06/2026
Beim Besuch von Gitta Connemann und weiteren Kommunalpolitikern haben wir über die Zukunft unseres Sozial- und Gesundheitssystems diskutiert. Über Finanzierung, Pflege, Eigenverantwortung und die Frage, wie Solidarität auch in Zukunft tragfähig bleiben kann.
Dabei wurden wir an ein Grundprinzip erinnert, das unsere Gesellschaft über viele Jahrzehnte geprägt hat: das Subsidiaritätsprinzip.
Der Begriff stammt vom lateinischen subsidium und bedeutet so viel wie „Hilfe“ oder „Unterstützung“. Dahinter steckt ein einfacher Gedanke: Hilfe soll dort geleistet werden, wo sie am besten wirken kann. Erst der Einzelne, dann Familie, Freunde und Gemeinschaft – und erst danach der Staat.
Genau dieser Gedanke prägt auch unsere tägliche Arbeit. Als gemeinnützige Einrichtung verstehen wir uns nicht als Ersatz für Familie, Nachbarschaft und Gemeinschaft, sondern als deren Ergänzung. Unser Ziel ist Hilfe zur Selbsthilfe. Menschen sollen die Unterstützung erhalten, die sie benötigen – gleichzeitig möchten wir Eigenverantwortung, Fähigkeiten und soziale Netzwerke stärken und erhalten.
Wir sind überzeugt: Ein starker Sozialstaat braucht vor allem eine starke Gesellschaft. Eine Gesellschaft, in der Menschen Verantwortung füreinander übernehmen, Familien füreinander einstehen und Gemeinschaft gelebt wird.
Dazu gehört auch die Bereitschaft jedes Einzelnen, seinen eigenen Beitrag zu leisten. Solidarität funktioniert auf Dauer nur dann, wenn wir nicht jede Herausforderung als Anspruch an den Staat oder an Dritte verstehen, sondern zunächst fragen, was wir selbst beitragen können – auch dann, wenn die Zeiten schwieriger werden.
Vielen Dank für den offenen und ehrlichen Austausch zu diesen wichtigen Zukunftsfragen.
Wi kümmert us.