Heinz Gutgsell

Heinz Gutgsell Krisenintervention, Lebenshilfe, Psychologische Beratung, ganzheitliche Gespräche, Beistand bei Krankheit und Todesfällen,

Geprüfter Psychologischer Berater (VFP)

Das Leben läuft nicht immer nach Wunsch. Manchmal gibt es unerwartete Einschnitte, tiefe persönliche Lebenskrisen oder Sie brauchen einfach jemanden, dem Sie alle ihre Sorgen und Nöte anvertrauen können und so den Kopf wieder für die täglichen Herausforderungen frei bekommen. Nicht immer gibt es Menschen im persönlichen Umfeld, denen man die eigene seelisch

e Last aufbürden möchte und trotzdem spürt man, dass der Stein auf dem Herzen immer schwerer wird. Hier biete ich Ihnen die Möglichkeit, durch persönliche Gespräche und aktives zuhören Entlastung zu erfahren. Auch Krankheiten oder Todesfälle im persönlichen Umfeld, können zu unerträglichen Lebenssituationen führen. In solchen Fällen biete ich Unterstützung durch Krisenintervention in der Akutphase unmittelbar nach dem Ereignis, aber auch Begleitung bei der letzten Verabschiedung und durch die Zeit der Trauer und Verarbeitung. Nach vielen Jahren in der ehrenamtlichen Tätigkeit in der Krisenintervention und als Fachberater Seelsorge in der Feuerwehr, habe ich mich in einem Studium zum Geprüften psychologischen Berater (VFP) weitergebildet und zertifizieren lassen. Nun möchte ich meine jahrelange psychologische Erfahrung in allen Lebensbereichen, auch Ihnen zur Verfügung stellen und biete ein speziell auf Sie zugeschnittenes Angebot mit ganzheitlichen Gesprächen, Trauerbegleitung und Krisenintervention. Wenn Sie dieses Angebot in Anspruch nehmen wollen, kontaktieren Sie mich bitte per Email oder Messenger, Sie bekommen umgehend Antwort zwecks Terminvereinbarung. Bei plötzlichen Todesfällen in denen psychologische erste Hilfe benötigt wird, fordern Sie diese bitte über die ILS Freiburg an. Diese aktiviert dann ein Team der Krisenintervention des DRK.

13/03/2025

Rubrik: Hilfe nach Suizid - Der Umgang mit Schuldgefühlen nach einem Verlust.

Die Schuld, die bleibt
Ich hätte es wissen müssen. Ich hätte es sehen müssen. Ich hätte etwas tun müssen.
Diese Sätze brennen sich ein. Sie graben sich tief in die Haut, als wären sie tätowiert mit einem Messer, nicht mit Tinte. Sie werden zum Echo im Kopf, das niemals verstummt. Es spielt keine Rolle, wie oft mir jemand sagt, dass ich keine Schuld trage. Dass ich nichts hätte tun können. Dass es nicht meine Verantwortung war. Die Schuld ist ein hartnäckiger Schweinehund – sie bleibt, selbst wenn der Verstand begreift, dass sie keinen verdammten Grund hat zu existieren.

Ich erinnere mich noch an den Moment, als ich realisierte, dass er wirklich gegangen war. Nicht nur für eine Nacht. Nicht nur für ein paar Stunden, um den Kopf freizubekommen. Sondern für immer. Ich erinnere mich an die Kälte dieses Moments. Sie setzte sich fest, tief in mir drin. Ich glaube, sie ist nie wirklich verschwunden und dieser Ort der unbeschreiblichen Kälte und Finsternis wird für immer ein Teil von mir sein.

Nach einem Suizid beginnt das große Rätselraten. Man durchforstet Nachrichten, spielt Gespräche im Kopf ab, seziert jede Erinnerung, als könnte man irgendwo den Moment finden, an dem man hätte eingreifen müssen. Ein Wort anders wählen. Einen Anruf tätigen. Ein Treffen nicht absagen. Vielleicht hätte eine Berührung gereicht, eine Umarmung, ein „Bleib“. Aber wir haben keine Zeitmaschinen. Und trotzdem geht man die Tage und Wochen und Jahre immer wieder durch – als könnte man die Vergangenheit mit genug Gedanken neu schreiben.
Aber das kann man nicht.

Es hat lange gedauert, bis ich begriff, dass Schuld ein trügerischer Begleiter ist. Sie gibt dir das Gefühl von Kontrolle. Wenn es meine Schuld war, dann hätte ich es verhindern können. Dann hätte es einen anderen Ausgang geben können. Und wenn ich es hätte verhindern können, dann heißt das, dass die Welt nicht so verdammt unberechenbar ist, dass Menschen, die man liebt, nicht einfach aus dem Leben gerissen werden. Schuld gibt dir das Gefühl, dass es einen Sinn gibt. Einen Zusammenhang.
Aber das ist eine Lüge.

Ich habe ihn nicht getötet. So wie du deinen geliebten Menschen nicht getötet hast. So wie niemand, der zurückbleibt, ein Mörder ist. Die Wahrheit ist, dass Suizid eine das letzte Symptom diverser psychischer Erkrankungen ist, das in einer Dunkelheit entsteht, die wir von außen nie ganz verstehen können. Wir sehen vielleicht die Schatten, aber nicht das, was darin verborgen liegt. Wir lieben Menschen, aber manchmal reicht Liebe nicht aus, um jemanden am Leben zu halten.
Und das ist eine verdammte, grausame und ziemlich beschissene Wahrheit.

Ich weiß nicht, wann ich aufgehört habe, mich für seinen Tod verantwortlich zu fühlen. Vielleicht ist es nie ganz verschwunden. Vielleicht ist es so wie mit Narben – sie verblassen, aber sie sind immer da. Ja, ich habe den letzten Tropen in sein Fass getan aber ich habe dieses Fass nicht gefüllt, denn er was seit seinem 16ten Lebensjahr suizidal. Ich weiß nur, dass ich eines Tages aufwachte und es mir ein wenig leichter fiel zu atmen. Ein wenig leichter, in den Spiegel zu sehen. Ein wenig leichter, mein Leben weiterzuführen, ohne mich bei jedem Lächeln zu fragen, ob ich es überhaupt verdient habe.

Falls du das hier liest und Schuld auf deinen Schultern trägst: Glaub mir, durch meine eigene Geschichte weiß ich, wie schwer sie wiegt. Ich weiß, wie sie dich in der Nacht wachhält, wie sie dich zerfrisst, wie sie dich zweifeln lässt, ob du ein guter Mensch bist. Aber ich will dir etwas sagen, und ich meine es wirklich ernst: Du trägst keine Schuld. Du bist kein schlechter Mensch. Und du hast das Recht, weiterzuleben.

Es gibt keine Gerechtigkeit im Tod. Kein „hätte, wäre, wenn“. Es gibt nur das Jetzt. Und die Entscheidung, weiterzugehen, trotz allem. Vielleicht ist das unsere eigentliche Aufgabe: Nicht Schuld zu tragen, sondern weiterzumachen. Nicht zu vergessen, aber auch nicht unterzugehen. Denn das Leben ist immer noch da. Und es wartet auf uns.

Wenn dich dieser Beitrag berührt hat oder du jemanden kennst, der mit Schuldgefühlen nach einem Verlust kämpft, dann teile ihn, kommentiere deine Gedanken oder speichere ihn für später. Manchmal kann genau diese eine Nachricht den Unterschied machen – für dich oder für jemanden, der sie dringend braucht. Lass uns gemeinsam ein Zeichen setzen: Niemand muss diese Last allein tragen. 💙

03/12/2024
21/12/2023
09/12/2023
09/12/2023
24/11/2023

Um geboren zu werden, brauchen wir:
Eltern
4 Großeltern
8 Urgroßeltern
16 Ururgroßeltern
32 Urururgroßeltern
64 Penta-Großeltern
128 Hexa-Großeltern
256 Hepta-Großeltern
512 Octa-Großeltern
1024 Enea-Großeltern
2048 Deca-Großeltern
Allein die Summe der letzten 11 Generationen brauchte 4.094 Ahnen, und das alles in ungefähr 300 Jahren, bevor du oder ich geboren wurden.

Nimm dir einen Moment Zeit und überlege:
- Wo kommst du her?
- Wie viele Kämpfe hast du gekämpft?
- Wie oft warst du hungrig?
- Wie viele Auseinandersetzungen hast du erlebt?
- Wie viel haben unsere Vorfahren überlebt?

Andererseits, wie viel Liebe, Kraft, Freude und Ermutigung haben sie uns hinterlassen?
Wie viel von ihrer Überlebenskraft hat jeder von ihnen in uns gelassen, damit wir heute leben.
Wir existieren nur dank allem, was jeder von ihnen durchgemacht hat.

Dies alles sollte ein Anlass sein, unsere Vorfahren zu ehren!

(Verfasser unbekannt,
Künstler mir nicht bekannt)

21/11/2023

Auch der Begriff „Freitod“ wird von Experten abgelehnt, da die Entscheidung in den seltensten Fällen als "frei" angesehen werden kann.

19/11/2023

Es ist tragisch, dass man in unserer Gesellschaft vor allem danach bewertet wird, wie gut man funktioniert. Darum werden psychische Erkrankungen vor allem als „Funktionsfehler" verstanden. Das ist ein Irrtum – sie sind eine Folge. Mit ihnen reagiert die Psyche auf ungesunde Lebensumstände - zum Beispiel den Stress, immer funktionieren zu müssen. Leider gilt bei den meisten Therapien der funktionierende Mensch als Maßstab für das Behandlungsziel. Aber nicht die perfekt Funktionierenden - sondern die seelisch Gesunden sollten der Maßstab sein.

Adresse

BurgStr. 24
Bad Krozingen
79189

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