24/07/2026
Die Zahlen stimmen. Die Verträge stehen. Und trotzdem scheitert die Nachfolge.
🤔 Warum scheitern Unternehmensnachfolgen, obwohl alles vorbereitet ist und ein geeigneter Nachfolger bereitsteht? Diese Frage hat mich beim Schreiben meines Beitrags begleitet.
Eine Nachfolge ist weit mehr als die Übertragung von Anteilen, Verantwortung oder Vermögen. Sie berührt Identität, Selbstwert, Loyalität – und die Frage, wer man ohne die bisherige Rolle sein wird.
Der Vater sieht im erwachsenen Sohn oder in der erwachsenen Tochter noch immer das Kind, das er beschützen, anleiten oder korrigieren muss. Die nächste Generation begegnet nicht nur dem heutigen Vater oder der heutigen Mutter, sondern auch ihrem alten inneren Bild der Unternehmerpersönlichkeit, mit der sie aufgewachsen ist.
So reagieren beide Seiten häufig stärker auf frühere Erfahrungen und überholte Vorstellungen als auf die Person, die ihnen heute gegenübersitzt. Hinzu kommt, dass Familienmitglieder für das Unternehmen oft verzichtet, Verantwortung mitgetragen oder schmerzhafte Erfahrungen gemacht haben. Auch diese unausgesprochenen Geschichten wirken weiter – selbst wenn sie im sachlichen Gespräch nicht vorkommen.
Diese Dynamiken betreffen nicht nur familieninterne Übergaben. Auch wenn Mitarbeitende oder externe Interessenten übernehmen, entstehen Fragen nach Vertrauen, Anerkennung, Kontrolle und der Bereitschaft, Verantwortung wirklich abzugeben.
💡Weil vielerorts Nachfolger fehlen, liegt darin zugleich eine Chance: für Frauen, die bislang nur etwa ein Viertel der Übernahmeinteressierten stellen, ebenso wie – je nach Branche und Qualifikation – für erfahrene Führungskräfte und unternehmerisch denkende Quereinsteiger. Eine Übernahme kann eine attraktive Alternative zur Neugründung sein.
➡️ Genau hier kann unter anderem NLP helfen: innere Bilder zu aktualisieren, Perspektiven zu wechseln, Werte und Rollen zu klären sowie emotionale Entlastung und Versöhnung zu ermöglichen – damit ein Übergang gelingt, bei dem nicht eine Generation gewinnen muss, damit die andere verliert.
❓Woran erkenne ich, dass es längst nicht mehr um Sachfragen geht? Wenn Entscheidungen formal delegiert, aber informell zurückgeholt werden. Wenn es zwei Gespräche gibt – eines im Meeting, eines danach unter vier Augen. Wenn Kritik persönlich wird („Undankbar!“) statt fachlich („Das Risiko ist mir zu hoch“). Oder wenn dieselben Konflikte trotz neuer Fakten wiederkehren. Dann geht es meist um Vertrauen, Anerkennung, Kontrolle, alte Verletzungen oder die Angst, an Bedeutung zu verlieren.
Meine ausführliche Antwort findet sich ab dem 28. Juli 2026 in meinem Beitrag „Generationswechsel ohne Verlierer: Wie NLP emotionale Hürden in der Nachfolge auflöst“ im Sammelband „NLP WIRKT“, erschienen im GABAL Verlag.
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