01/10/2026
[Wenn der Zaun nicht mehr die Grenze ist. Wie verändert sich Sicherheit mit Drohnen?]
Vergangene Woche waren wir auf der security essen 2026 in Essen und ein Thema ist uns besonders im Gedächtnis geblieben: Drohnen.
Wir durften dem Vortrag „Security und Drohnen-Technologie in Deutschland“ von Cornelius Toussaint folgen.
Dabei wurde eines sehr deutlich:
Drohnen können die Sicherheitsarbeit in Zukunft enorm unterstützen.
Sie können zum Beispiel große Flächen und Zäune kontrollieren, schwer zugängliche Bereiche überwachen, bei der Inspektion kritischer Infrastruktur unterstützen oder bei Veranstaltungen einen zusätzlichen Überblick ermöglichen.
Automatisierte Systeme und KI eröffnen dabei Möglichkeiten, für die heute teilweise noch -erhebliche- personelle Ressourcen benötigt werden.
[[Doch dieselbe Technologie eröffnet auch eine vollkommen andere Seite.]]
Denn eine Drohne hält sich nicht an Grundstücksgrenzen.
Sie kann Zäune überwinden, Bereiche aus der Luft auskundschaften, für Spionage oder Schmuggel eingesetzt werden oder Gegenstände und potenziell gefährliche Stoffe transportieren.
Und genau das verändert auch die klassische Betrachtung von Werk- und Objektschutz. Ein zwei Meter hoher Zaun kann unter Umständen einen Menschen aufhalten. Eine Drohne nicht.
Für Sicherheitsunternehmen bedeutet das aus unserer Sicht, zukünftig noch stärker über klassische Schutzgrenzen hinauszudenken.
- Wo liegen neue Schwachstellen?
- Welche Bereiche eines Objektes müssen nicht nur am Boden, sondern auch aus der Luft betrachtet werden?
- Welche Rolle können Drohnendetektion, KI, automatisierte Kontrollflüge und zentrale Leitstellen zukünftig spielen?
- Wie müssen Datenschutz, IT-Sicherheit, Wartung, Kollisionsschutz und rechtliche Rahmenbedingungen dabei berücksichtigt werden?
Besonders spannend fanden wir deshalb, dass in dem Vortrag nicht nur über den Einsatz von Drohnen, sondern ebenso über Detektion und Abwehr gesprochen wurde.
Für uns als Lacrim Security GmbH war der Vortrag vor allem eines: ein weiterer Anstoß, Sicherheit nicht ausschließlich so zu betrachten, wie sie heute funktioniert, sondern uns auch damit auseinanderzusetzen, wie sie morgen funktionieren muss.
Vielen Dank an Cornelius Toussaint für die spannenden Einblicke und Impulse.
Eine der entscheidenden Fragen für unsere Branche zukünftig lautet nicht mehr nur: „Wie sichern wir ein Gelände?“
Sondern auch: „Wie sichern wir den Raum darüber?“
Bild mit KI erstellt.