19/08/2026
Europa-Spaziergang rund ums Südkreuz 🇪🇺
Was hat die EU eigentlich mit unserem Alltag rund ums Südkreuz zu tun? Mehr, als man auf den ersten Blick denkt.
Zum „Europa-Spaziergang“ hatte die grüne Spitzenkandidatin Martina Zander-Rade eingeladen. Mit von der Partie waren Bezirksbürgermeister Jörn Oltmann und für einen kurzen Stopp Stadträtin Saskia Ellenbeck.
Vier Wochen vor der Wahl ist so ein Termin natürlich kein Zufall. Interessant war er trotzdem – vor allem wegen der vielen konkreten Beispiele dafür, wie europäische Politik vor Ort sichtbar wird.
Wer wusste zum Beispiel, dass die Calisthenics-Anlage in der Torgauer Straße mit EU-Mitteln finanziert wurde? Ein paar gut trainierte Anschauungsexemplare gab es gleich dazu.
Weiter ging es zum EUREF-Campus. Jörn Oltmann, der in seiner früheren Funktion für Stadtentwicklung die Entwicklung des Areals eng begleitet hatte, würdigte den Pioniergeist von EUREF-Gründer Reinhard Müller und die innovative Bedeutung des Standorts. Die Ansiedlung internationaler Unternehmen wie unseres Mitglieds Schneider Electric und der durch den Ausbau des Gasometers ermöglichte Einzug der Digitalsparte der Deutsche Bahn AG stellten eine Win-Win-Situation für den Bezirk dar.
Michael Knoll von der GASAG erläuterte anschließend die Bedeutung des Unternehmens für die Wärmeversorgung Berlins. Gleichzeitig machte er deutlich: Die notwendige Transformation der Wärmeversorgung ist kein Selbstläufer, sondern harte Arbeit. Oltmann bezeichnete die GASAG dabei auch als Versuchsfeld für moderne Wärmeprojekte.
Weitere Stationen waren der Lebensort Vielfalt in der Ella-Barowsky-Straße. Vorbei am nachhaltig gebauten Sportplatz des FC Internationale Berlin 1980 e.V. ging es zum offenen Treff von Pinel im Bahnhof Schöneberg, der psychosoziale Begleitung, Krisenhilfe und Freizeitangebote verbindet.
Der Abschluss war der Initiative Tramdepot in der Belziger Straße vorbehalten. Der Vorstand des Netzwerks Südkreuz unterstützt die Idee, dort künftig ein soziokulturelles Zentrum entstehen zu lassen: mit Zivilgesellschaft, Kultur, Kleingewerbe und Nachbarschaftsinitiativen unter einem Dach.
Unser Fazit: Europa ist oft weit weg, wenn über Politik gesprochen wird. Vor Ort ist es manchmal erstaunlich konkret.
EU-Mittel helfen dabei, Projekte in unseren Quartieren zu finanzieren und Entwicklungen anzustoßen. Und vielleicht sollte gerade in diesen Zeiten daran erinnert werden: Die Europäische Union ist nicht nur ein Wirtschafts- oder Förderprojekt. Sie ist vor allem ein Friedensprojekt – eines, das seit Jahrzehnten wesentlich dazu beiträgt, dass Krieg zwischen europäischen Staaten nicht wieder zur Normalität wird.
Für uns als Unternehmensnetzwerk Südkreuz ist deshalb klar:
Europa findet nicht nur in Brüssel statt. Europa findet auch hier statt – rund ums Südkreuz.