09/09/2026
Ja, ADHS kann Beziehungen belasten.
Partnerschaften, Freundschaften, Familienbeziehungen oder die Zusammenarbeit im Beruf.
Nicht, weil Menschen sich nicht mögen. Sondern weil plötzlich Missverständnisse entstehen, weil Bedürfnisse und gemachte Erfahrungen und Prägungen extrem unterschiedlich sind. Ein falsch interpretierter Gesichtsausdruck. Fehlende Worte. Gefühle ohne Leitplanke. Fehlende Bestätigung. Hilflosigkeit.
ADHSlerinnen haben häufig Erfahrungen von Ablehnung gemacht.
"Du bist zu viel...das war falsch...du bist zu laut...zu emotional, zu zu zu..." von Kindheitstagen an in Begleitung vom "Augenrollen" der anderen.
Mit diesen Prägungen im Gepäck lässt sich leicht das Vertrauen in sich selbst verlieren und darin, dass es Menschen gibt, die das "zu viel" schätzen und vielleicht sogar ganz unbedingt in ihrem Leben haben wollen. Dieser Bias bringt Schwierigkeiten mitsich.
Was Beziehungen trägt, ist selten Perfektion. Sondern die Bereitschaft, zu reflektieren. Sich selbst besser kennenlernen zu wollen. Miteinander darüber zu reden und Fehler als Teil des gemeinsamen Lernens zu betrachten, ohne Angst vor Ablehnung zu haben.
Das geht nur mit den richtigen Menschen an unserer Seite. Die Angst davor, abgelehnt zu werden, wenn wir uns zeigen, ist Gift für jede Beziehung.
Geduld. Sicherheit. Neugier. Und der Wunsch, einander wirklich zu verstehen.
💚 Beziehung bedeutet, gemeinsam dranzubleiben.