15/02/2016
in lässt regelmäßig Streit zwischen Mieter und Vermieter aufkommen. Frage: Lässt sich aus der Holzfeuchte von Möbeln das Nutzerverhalten eines Bewohners / Mieters ableiten?
Zu dieser Fragestellung wurden nun die Ergebnisse einer Studie bekannt.
Hintergrund:
Bei der Beurteilung von Schimmelpilzschäden, aber auch für andere Fragestellungen, ist es häufig erforderlich, Kenntnisse über das mittel- bis langfristig zurückliegende Wohnverhalten von Gebäudenutzern zu erlangen. versuchen hierzu bisweilen den Zusammenhang zwischen dem Holzfeuchtegehalt von Möbelstücken und dem Umgebungsklima zu nutzen. Je nachdem, in welchem Umgebungsklima, gekennzeichnet durch die relative Luftfeuchte und die Lufttemperatur, Holz gelagert wird, stellt sich ein von diesem Umgebungsklima abhängiger Holzfeuchtegehalt ein. Die Feuchtespeicherfunktion von Holzbaustoffen, für den Sorptionsbereich auch als Sorptionsisotherme bekannt, zeigt diesen Zusammenhang. Jedem Holzfeuchtegehalt kann also, bei Kenntnis der entsprechenden Sorptionsisotherme, eine relative Raumluftfeuchte zugeordnet werden. Daraus werden dann Beurteilungen abgeleitet, ob ein regelgerechtes Nutzerverhalten hinsichtlich des Heizens und des Lüftens vorgelegen hat.
Durch Auswertung der Ergebnisse konnte erstmals näher eingeschätzt werden, ob die beschriebenen Holzfeuchtemessungen tatsächlich zur Beurteilung des zurückliegenden Wohnverhaltens geeignet sind.
Fazit:
Die durchgeführten Untersuchungen haben gezeigt, dass es unter gewissen Voraussetzungen möglich ist, über Messungen der Holzfeuchte von Einrichtungsgegenständen Rückschlüsse auf das mittel- und/oder langfristige Wohnverhalten zu ziehen. Diese Möglichkeit ist jedoch eng begrenzt und setzt die genaue Kenntnis des im Möbelstück verbauten Materials und dessen Feuchteverhalten voraus.
Die vollständige Fassung der Untersuchung finden Sie unter
www.ib-silberhorn.de/bauphysik
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